40’000’000

Lokale Wertschöpfung

Raiffeisen achtet beim Bezug von Waren und Dienstleistungen auf soziale wie ökologische Nachhaltigkeit entlang der ganzen Wertschöpfungskette.

Raiffeisen leistet einen Beitrag zur Finanzierung des Schweizer Gemeinwesens. Wie aus der Wertschöpfungsrechnung deutlich wird, geschieht dies einerseits unmittelbar durch Steuern und Abgaben, andererseits mittelbar durch die Verzinsung der Anteilscheine von Mitgliedern sowie – in weit grösserem Ausmass – durch die Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen.

Wertschöpfungsrechnung

 

Berichtsjahr in Mio. CHF

Vorjahr in Mio. CHF

Berichtsjahr in %

Vorjahr in %

Entstehung der Wertschöpfung

 

 

 

 

Unternehmensleistung (= Geschäftsertrag)

3’108

3’016

100,0

100,0

Sachaufwand

-606

-558

19,5

18,5

Ausserordentlicher Ertrag

75

67

2,4

2,2

Ausserordentlicher Aufwand

-4

-3

-0,1

-0,1

Bruttowertschöpfung

2’573

2’522

82,8

83,6

Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

-260

-181

8,4

6,0

Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste

-6

-4

0,2

0,1

Nettowertschöpfung

2’307

2’337

74,2

77,5

Verteilung der Wertschöpfung

 

 

 

 

Mitarbeitende (Personalaufwand)

1’380

1’329

59,8

56,9

Genossenschafter (Anteilscheinverzinsung: Vorschlag an GV)

44

34

1,9

1,5

Öffentliche Hand

174

201

7,5

8,6

davon bezahlte Ertragssteuern

153

164

6,6

7,0

davon Bildung/Auflösung Rückstellung für latente Steuern

21

37

0,9

1,6

Stärkung der Reserven (Selbstfinanzierung)

709

773

30,7

33,1

Total

2’307

2’337

100,0

100,0

Kennzahlen zur Wertschöpfung

 

 

 

 

Bruttowertschöpfung pro Vollzeitstelle in 1000 CHF*

277

275

 

 

Nettowertschöpfung pro Vollzeitstelle in 1000 CHF*

249

255

 

 

Anzahl Vollzeitstellen (Durchschnitt)

9’281

9’157

 

 

* Auf dem durchschnittlichen Personalbestand berechnet.

Beschaffung und Recycling

Raiffeisen setzt bei der Beschaffung auf lokale Anbieter. Der grösste Teil des Einkaufsvolumens wird an Lieferanten in der Schweiz vergeben.

Die Kontrolle der Nachhaltigkeit in der Lieferkette wird stetig ausgebaut. Dazu werden für die über 40 Warengruppen spezielle Einkaufsgrundsätze mit entsprechenden Kriterien formuliert. Die Prüfung möglicher Outsourcing-Partner beinhaltet rund ein Dutzend Kriterien zur Nachhaltigkeit. Auch Lieferanten müssen neben ökonomischen auch Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Ziel ist es, bis 2020 in 50 Prozent aller zentral verwalteten Lieferantenverträge die Einkaufsgrundsätze zu verankern. Die Umsetzung findet im Rahmen der regulären Vertragserneuerungen statt.

Die Antikorruptionsrichtlinien gelten für die gesamte Raiffeisen Gruppe und haben insbesondere in den Bereichen Bau und Einkauf eine hohe Bedeutung. Die Ausschreibungsverfahren sind standardisiert.

Die Raiffeisen Gruppe verbraucht pro Jahr rund 1'010 Tonnen Papier, die erstmalig in der CO2-Bilanz Berücksichtigung finden. Raiffeisen will bis 2018 nur noch nachhaltig produziertes Papier verwenden und die Mehrheit der Druckprodukte klimaneutral produzieren. Die Rückführung von Papier wird zentral durch einen externen Partner für alle Raiffeisen Schweiz-Einheiten, die Mehrheit der Standorte von Gruppengesellschaften und rund zwei Drittel der Raiffeisenbanken sichergestellt.

Energie- und Ressourceneffizienz bei Gebäudepark und Verkehr

Raiffeisen bezieht zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien aus der Schweiz. Der Verbrauch von Gebäudeenergie für Wärme und Strom lag im Vorjahr bei 70 Gigawattstunden und beträgt heute 72 Gigawattstunden. Pro Mitarbeitenden und Jahr betrug der Gebäudeenergieverbrauch 7'480 Kilowattstunden. 

Die Raiffeisen Gruppe verursacht Treibhausgasemissionen in erster Linie durch Gebäudeenergie (Strom und Heizenergie) und Geschäftsverkehr (Auto, öffentlicher Verkehr und Flugverkehr). Diese Energie- und Ressourcenverbräuche machen zusammen rund zwei Drittel des ökologischen Fussabdrucks der Bankengruppe aus. Raiffeisen setzt sich zum Ziel, bis 2020 die Emissionen gegenüber dem Stand von 2012 um 30 Prozent zu reduzieren. Die wichtigsten Massnahmen hierfür sind der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz in der IT sowie der vermehrte Einsatz von Fernwärme.

Die Treibhausgas-Bilanz hat sich 2016 verbessert, auch wenn sich die ausgewiesenen Emissionen um 2'607 Tonnen auf 17'036 Tonnen CO2-Äquivalente erhöhten. Dieser Anstieg ist auf neu erfasste Verbräuche zurückzuführen. Bereinigt um diese erstmals erfassten Kategorien sanken die Emissionen um 1,3 Prozent auf 14'206 Tonnen.

Raiffeisen orientiert sich beim Bau von Bankgebäuden am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS). So entsprechen die 2017 beginnende Sanierung der Vadianstrasse 17 am Hauptsitz in St.Gallen sowie der Neubezug des Forums in Bern diesem Standard.

Umweltkennzahlen

Kategorie

Einheit

Raiffeisen Schweiz und Gruppen- gesellschaften

Raiffeisenbanken (erfasste Banken)

Hochrechnung (nicht erfasste Banken)

Raiffeisen Gruppe (Total)

Raiffeisen Gruppe Veränderung in %

Raiffeisen Gruppe (Total) pro Personal- einheit

Gebäudeenergie (Gesamt)

kWh

17’235’000

23’236’000

31’761’000

72’231’000

4

7’481

Strom

kWh

13’854’000

12’235’000

11’907’000

37’995’000

-3

3’935

davon Strom aus erneuerbaren Energien

kWh

13’854’000

12’235’000

11’907’000

37’995’000

-3

3’935

Heizenergie

kWh

3’381’000

11’001’000

19’854’000

34’236’000

12

3’546

davon Heizenergie aus erneuerbaren Energien

kWh

646’000

646’000

12

67

davon fossile Energieträger

kWh

2’945’000

9’057’000

19’854’000

31’856’000

10

3’299

davon Fernwärme

kWh

435’865

1’298’000

1’734’000

98

180

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschäftsverkehr (Gesamt)

km

13’072’000

2’055’000

2’531’000

20’166’000

2

2’088

davon öffentlicher Verkehr (Bahn, Bus, Tram)

km

3’529’000

998’000

1’739’000

7’262’000

52

752

davon Strassenverkehr Personenwagen (private Fahrzeuge)

km

2’046’000

1’057’000

792’000

3’949’000

12

409

davon Strassenverkehr Personenwagen (Firmenfahrzeuge)

km

4’204’000

 

4’204’000

-37

435

davon Strassenverkehr Kurierfahrten

km

2’991’000

2’991’000

-27

310

davon Passagierflugverkehr

km

246’000

430’000

367

45

davon Frachtflugverkehr

tkm

746’000

746’000

16

77

 

 

 

 

 

 

 

 

Treibhausgasemissionen aus Energie und Verkehr *

Tonnen CO 2 eq

8’092

3’273

5’672

17’036

18

1,76

davon Scope 1

Tonnen CO 2 eq

1’424

2’100

4’030

7’554

-3

0,78

davon Scope 2

Tonnen CO 2 eq

36

107

0

143

99

0,02

davon Scope 3

Tonnen CO 2 eq

6’632

1’066

1’641

9’339

42

0,97

* Erfasst werden relevante Emissionsquellen aus dem Energieverbrauch und dem Geschäftsverkehr von Raiffeisen. Die drei Kategorien der Systemgrenzen sind: – Scope 1: Direkte Treibhausgasemissionen aus stationären Quellen im Unternehmen selbst, wie z.B. Heizung oder eigene Fahrzeuge – Scope 2: Indirekte Treibhausgasemissionen durch Energieerzeugung ausserhalb des Unternehmens, wie z.B. Strom und Fernwärme – Scope 3: Andere indirekte Treibhausgasemissionen ausserhalb des Unternehmens aus vor- und nachgelagerten Prozessen, wie z.B. Geschäftsreisen mit der Bahn oder Vorstufen der Energiebereitstellung Die Berechnung der Treibhausgasemissionen basiert auf den Emissionsfaktoren der VfU-Kennzahlen 2010 beziehungsweise der Eco-Invent-Datenbank 2.1.

Der Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen für Geschäfts- und Dienstreisen sind geringer im Vergleich zur Gebäudeenergie, sollen aber noch weiter gesenkt werden. Zentral sind Sensibilisierungsmassnahmen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Der Vorrang der Nutzung des öffentlichen Verkehrs vor dem Individualverkehr ist im Personalreglement festgeschrieben. Innerhalb der eigenen Fahrzeugflotte von Raiffeisen Schweiz sind Personenwagen mit Emissionsklassen unter 130 g CO2/km als Referenzfahrzeuge vorgegeben, um den Flottendurchschnitt langfristig zu senken.