15’156

15’156 Franken für den E-Treff

Der E-Treff in Rheineck will gegen den zunehmenden Food-Waste ein Zeichen setzen und verteilt jeden Freitag überschüssige Lebensmittel der Grossverteiler an armutsbetroffene Menschen. Das Angebot wird rege genutzt.

Etwa 50 Personen aus dem ganzen Unterrheintal kommen jeden Freitag zum E-Treff nach Rheineck. Sie leben unter dem Existenzminimum. Mit der Bescheinigung des Sozialamts bekommen sie hier Esswaren. Zudem können sie sich alle zwei Wochen die Haare schneiden lassen, Deutschkurse besuchen, Kleider tauschen oder einfach einen Kaffee trinken.

Jenny Bühler hat den E-Treff zusammen mit weiteren Frauen ins Leben gerufen. «In der Schweiz werden jährlich tonnenweise Lebensmittel weggeworfen, während die von Armut betroffenen Menschen kaum über die Runden kommen», sagt sie. «Wir wollen Essen verteilen, nicht wegwerfen.» Die Lebensmittel erhält der Verein von der Schweizer Tafel. Die Stiftung sammelt diese bei Grossverteilern, Detaillisten oder Produzenten ein.

Das Angebot wird derart gut genutzt, dass ein grösserer Raum gemietet werden musste. Mit dem Geld aus dem Crowdfunding wurde eine Küche eingebaut sowie Tische, Stühle und Geschirr angeschafft. «Wir sind froh, das Geld zusammen bekommen zu haben», sagt Jenny Bühler. Einfach sei es nicht gewesen. «Viele sind skeptisch, wenn es um die Unterstützung von sozialen Projekten, die zum Teil auch Ausländer betreffen, geht.»

Die ganze Geschichte finden Sie auf lokalhelden.ch/etreff.

 Fotos: Anna-Tina Eberhard