Mitarbeitende

Was Raiffeisen als Arbeitgeberin ausmacht

Raiffeisen ist eine attraktive Arbeitgeberin, bietet den Mitarbeitenden auf allen Ebenen hervorragende Anstellungsbedingungen, spannende Aufgabengebiete und moderne Arbeitsplätze. Die Bankengruppe investiert gezielt in die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchs- und Führungskräften, unterstützt die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens und fördert Talente. Die konsequente Stärkung der Chancengleichheit auf allen Ebenen spielt dabei eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit.

Die im Jahr 2016 überarbeitete und lancierte Personalpolitik hat sich bewährt. Die Employer-Branding-Strategie fördert unternehmerisches Denken, unterschiedliche Lebensentwürfe, das Gemeinschaftsgefühl sowie ein breites Aufgabenspektrum für Mitarbeitende. Bei Raiffeisen kann der einzelne Mitarbeitende viel bewegen. Raiffeisen fördert und schätzt eigenverantwortliches Handeln auf allen Unternehmensstufen.

Im Berichtsjahr beschäftigte die Bankengruppe 11‘158 Mitarbeitende, was im Jahresdurchschnitt 9‘411 Vollzeitstellen entspricht.

Attraktive Anstellungsbedingungen

Die Marke Raiffeisen ist im Arbeitsmarkt stark vertreten. Dank ausgezeichneter Anstellungsbedingungen gelingt es Raiffeisen nach wie vor, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und bestehende Mitarbeitende zu halten. Dies zeigt sich in langfristigen Beziehungen zu Mitarbeitenden, die zu den elementaren Erfolgsfaktoren der Organisation gehören. Durch die gezielte Übergabe von Verantwortung fördert Raiffeisen das unternehmerische Denken ihrer Mitarbeitenden und bietet ihnen somit einen grossen Gestaltungsspielraum.

Sämtliche Mitarbeitende auf allen Hierarchiestufen haben die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel auszugestalten. 33 Prozent der Mitarbeitenden bei Raiffeisen arbeiten Teilzeit, im Kader sind es 26 Prozent. Mitarbeitende erhalten zwischen 25 und 30 Tage Ferien, je nach Alter und Funktionsstufe.

Auch im vergangenen Jahr wurde wiederum viel investiert in die Weiterentwicklung der Anstellungsbedingungen. Neue Angebote wie «Ferienkauf» und das «Ferien-Ansparmodell mit Beteiligung durch die Arbeitgeberin» wurden detailliert ausgearbeitet und stehen ab 2018 zur Verfügung.

Familienpolitik

Mütter erhalten bei Raiffeisen abhängig von der Zugehörigkeit 16 bis 24 Wochen Mutterschaftsurlaub. Vätern werden 15 zusätzliche, bezahlte Ferientage gewährt, die sie ab einem Monat vor und bis sechs Monate nach der Geburt des Kindes beziehen können. Zudem gibt es für Mütter die Zusicherung einer Weiterbeschäftigung in adäquater Funktion nach dem Mutterschaftsurlaub zu einem Beschäftigungsgrad von mindestens 60 Prozent. Bei Krankheit eines Kindes erhalten die Eltern bis zu fünf bezahlte Freitage zusätzlich.

Ausbildung des Nachwuchses

Die Bankengruppe bietet vielfältige Ausbildungsplätze für junge Menschen auf verschiedenen Bildungsstufen für einen fundierten Einstieg ins Berufsleben an:

  • Lehre als Kaufmann/Kauffrau
  • Informatiker/-in
  • Mediamatiker/-in
  • Interactive Media Designer
  • Betriebsunterhalt und Betreuung
  • Handelsmittelschulpraktika
  • Bankeinstieg für Mittelschulabsolventen
  • Trainee-Programm für Hochschulabsolventen

Mit ihrem gezielten Engagement in die Ausbildung des Nachwuchses übernimmt Raiffeisen für viele junge Menschen schweizweit gesellschaftliche Verantwortung. Per Ende 2017 befanden sich über 770 Personen in einem der oben genannten Nachwuchsprogramme – 49 Prozent davon waren Frauen. Ein grosser Teil der Nachwuchskräfte verbleibt nach der Ausbildung im Unternehmen.

Personal- und Führungsentwicklung

Die Weiterentwicklung und somit der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden spielen eine wichtige Rolle. Im Sinne der persönlichen Förderung sowie einer optimalen Aufgabenerfüllung unterstützt Raiffeisen die Bemühungen der Mitarbeitenden zur beruflichen Weiterbildung. Es können diverse interne wie auch externe Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt werden.

Im Berichtsjahr führte Raiffeisen die Beraterzertifizierung ein. Damit entstand ein Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot, das sowohl die branchenweite Arbeitsmarktfähigkeit jedes Beratenden unterstützt als auch einen Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung im Bankberuf leistet.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 430 interne Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Raiffeisen investierte während dieser Periode rund 17 Millionen Franken in interne und externe Aus- und Weiterbildungsmassnahmen. Der Entwicklung der Führungs- und Sozialkompetenz innerhalb der Gruppe sowie der Ausrichtung auf gemeinsame Werte kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen der HR-Strategie 2022 wurde ein neues Führungsverständnis entwickelt – das «7×7 der Führung». Durch die Etablierung eines gemeinsamen Führungsverständnisses will Raiffeisen die Führungsqualität erhöhen, die kulturelle Basis stärken und die Veränderungsfähigkeit der Gruppe sichern. Mit dem 7×7-Modell wurde ein Handlungsrahmen für Führungskräfte geschaffen, der als Diskussions- und Reflexionsgrundlage für sämtliche Führungsfragen und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Führungspersönlichkeit dient. Das Führungsverständnis ist für alle Mitarbeitenden per Webapplikation zugänglich. Die Webapplikation enthält die gesamten Modellinhalte und hat zum Zweck, dass Führungskräfte das Führungsverständnis kennenlernen und sich mit ihrem individuellen Führungsverständnis auseinandersetzen.

Parallel dazu setzt sich Raiffeisen aktiv mit dem digitalen Wandel und dessen Auswirkungen auf Organisation und Mitarbeitende auseinander. Sicherheit im Umgang mit neuen Technologien, Dienstleistungen oder Arbeitsweisen sind die wichtigsten Voraussetzungen, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. In diesem Zusammenhang schafft Raiffeisen Rahmenbedingungen, die den Mitarbeitenden den Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen ermöglichen.

Einzigartig ist nach wie vor das Raiffeisen Mentoring-Programm. Führungskräfte sowie die gesamte Geschäftsleitung als Mentoren unterstützen zahlreiche Mitarbeitende in ihrer Weiterentwicklung. Im Mentoring-Programm entsteht eine Förderbeziehung zwischen zwei Personen, die sich auf unterschiedlichen Erfahrungs- und Hierarchieebenen bewegen. Am Programm nehmen jeweils etwa 20 Tandems teil. Der Frauenanteil liegt bei den Teilnehmenden bei über 60 Prozent.

Chancengleichheit

Bei der Sicherstellung der Chancengleichheit für alle Mitarbeitenden wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt: Raiffeisen begreift das Diversity & Inclusion-Management (D&I) als Führungskompetenz. D&I ist ein wichtiger Hebel für die nachhaltige und zielgruppenspezifische Entwicklung sowie die Gewinnung von Mitarbeitenden und Führungskräften. Raiffeisen ist Aufbaupartnerin des Competence Centre for Diversity and Inclusion (CCDI) an der Forschungsstelle für Internationales Management der Universität St.Gallen. Durch die Partnerschaft wird ein aktiver Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis gepflegt. Mit der Anlassreihe «Vive la Différence – Führung der Zukunft» werden Führungskräfte für das Thema gelebte Chancengleichheit und unbewusste Vorurteile in Entscheidungsprozessen im Führungsalltag sensibilisiert. Unsere HR-Spezialisten sind geschulte D&I-Experten, die unsere Führungskräfte mit ihrer Expertise bei Rekrutierungen und der Weiterentwicklung von Mitarbeitenden unterstützen. Mit regelmässigen Analysen und einem D&I-Dashboard wird sichergestellt, dass zum Beispiel im Thema Frauenförderung an den richtigen Stellhebeln gearbeitet wird.

Die Erhöhung des Frauenanteils in Kader- und Managementpositionen ist eine strategische Priorität von Raiffeisen. Die Bankengruppe strebt einen Frauenanteil von 30 Prozent in Kader- und Managementpositionen an. In Ergänzung zum bestehenden Aus- und Weiterbildungsangebot von Raiffeisen steht talentierten Frauen mit dem Women 3.0-Programm ein breites internes und externes Angebot für eine zielgerichtete Weiterentwicklung und unternehmensübergreifende Vernetzung offen. Raiffeisen ist Partnerin der Netzwerke Advance Women in Swiss Business und Business Professional Woman (BPW).

Für Mitarbeitende über 50 Jahre werden seit Jahren Standortbestimmungsseminare und Seminare zur Vorbereitung der 3. Lebensphase angeboten.

Beratung bei privaten Herausforderungen

Die Raiffeisen Sozialberatung mit dem externen Partner Reha Suisse ist seit mehreren Jahren ein wichtiges Angebot für die Raiffeisen-Mitarbeitenden der ganzen Schweiz. Sie bietet anonyme Unterstützung im Berufs- oder Privatleben sowie bei Gesundheitsfragen. Reha Suisse setzt sich hoch professionell und effizient mit betroffenen Mitarbeitenden auseinander und erbringt tragfähige Lösungen. Die klaren Prozesse, das psychologische Know-how sowie die grosse Erfahrung im Sozialversicherungsbereich helfen in schwierigen Themen wesentlich. Somit kann Raiffeisen als Arbeitgeber auch in herausfordernden Ausnahmesituationen angemessen und zielsicher reagieren.

Kennzahlen Raiffeisen Gruppe

 

2017

2016

Anzahl Mitarbeitende

11’158

11’026

Anzahl Frauen

5’526

5’561

in %

49,5

50,4

davon im Kader

1’288

1’259

in %

26,7

26,5

Anzahl Männer

5’632

5’465

in %

50,5

49,6

davon im Kader

3’529

3’496

in %

73,3

73,5

Anzahl Teilzeitstellen

3’658

3’575

in %

32,8

32,4

Anzahl Lernende

698

732

in %

6,3

6,6

davon Frauen

354

399

in %

50,7

54,5

davon Männer

344

333

in %

49,3

45,5

Anzahl VR-Mitglieder

1’305

1’387

davon Frauen

278

284

in %

21,3

20,5

Durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit in Jahren

7,7

7,7

Durchschnittsalter der Mitarbeitenden in Jahren

40,6

40,5

Fluktuationsrate (inklusive Mutationen innerhalb der Gruppe) in %*

12,5

11,2

Ausgaben für Weiterbildung in Franken

16’631’827

20’124’735

Ausgaben für Kinderbetreuung in Franken

364’760

335’437

Rückkehr nach Mutterschaftsurlaub in %

76

75

* Anzahl Austritte des gesamten Jahres gegenüber der durchschnittlichen Mitarbeitendenzahl