Ausblick

Ab dem 1. Januar 2019 gilt für den Verwaltungsrat ein neues Vergütungsreglement. In diesem sind sowohl Änderungen bezüglich Systematik, Governance als auch Offenlegung vollzogen worden. Im Rahmen eines regelmässigen Prozesses werden im Geschäftsjahr 2019 die übrigen Vergütungsmodelle Raiffeisen Schweiz und die damit verbundenen Reglemente sondiert.

Das neue Vergütungssystem für den Verwaltungsrat weist zusammengefasst die folgenden Neuerungen auf:

Vergütung

  • Basierend auf einem Marktvergleich wurde die Vergütung des Verwaltungsrats ab 1. Januar 2019 festgelegt. Dabei verfolgte der Verwaltungsrat das Ziel, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer wettbewerbsfähigen und attraktiven Vergütung einerseits und angemessenen Kosten für Raiffeisen Schweiz andererseits zu schaffen.
  • Das neue Vergütungssystem sieht je nach Rolle des jeweiligen Verwaltungsratsmitglieds Pauschalen für die Grund- und Ausschussvergütung vor und schafft damit die bisher bestehenden Sitzungsgelder und Sitzungsspesen ab. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, den Bezug zwischen der Umsetzung der vom Verwaltungsrat genehmigten Strategie und unserem Vergütungssystem zu stärken. Die Konsistenz des Ansatzes stärkt weiterhin unsere Kultur nachhaltiger Leistung, persönlicher Verantwortung und angemessener Risikobereitschaft.
  • Im Vergleich zu den letzten Jahren führt das neue Vergütungsmodell des Verwaltungsrats zu einer deutlichen Reduktion der Gesamtvergütungen des Verwaltungsrats ab 2019.

Governance

  • Neu wird der Verwaltungsrat seine Vergütung in einem 2-Jahres-Rhythmus überprüfen und festlegen, was eine Verkürzung der Periode gegenüber den bislang geltenden vier Jahren bedeutet.
  • Die bisher bestehende Rolle des Vize-Verwaltungsratspräsidenten wird geschärft. Künftig umfasst diese Rolle einen intensiven Austausch mit dem Verwaltungsratspräsidenten über alle Verwaltungsratsthemen (Dossier-Sicherheit), um in Krisensituationen ohne lange Einarbeitung/Wissensverlust direkt eine Nachfolge- bzw. Ad-interims-Rolle zu erfüllen, was aus Good-Governance-Gründen für eine systemrelevante Bank wichtig ist.
  • Zukünftig werden die Vergütungen der Geschäftsleitungsmitglieder mit Arbeitnehmerbeiträgen an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen als Gesamtvergütung dargestellt.
  • An der Delegiertenversammlung 2019 wird der Verwaltungsrat eine Änderung der Statuten von Raiffeisen Schweiz beantragen, in welcher der Genehmigungsprozess bezüglich der Verwaltungsratsvergütung und des Vergütungsberichts festgelegt wird.