Brief des Präsidenten des Nominations- und Vergütungsausschusses

Sehr geehrte Damen und Herren

Als neuer Präsident des Nominations- und Vergütungsausschusses des Verwaltungsrats freue ich mich, Ihnen den Vergütungsbericht 2018 vorzulegen. Mit Blick auf eine bessere Transparenz haben wir die Struktur und Darstellung des Berichts in diesem Jahr klarer und leserfreundlicher gestaltet. Neu sind neben den erweiterten Ausführungen zur Vergütungsgovernance vor allem die deutlich umfangreicheren Informationen zu den Vergütungen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Damit möchten wir sowohl dem gestiegenen Informationsbedürfnis unserer Genossenschaftsbanken als auch unserer Verantwortung als systemrelevante Bank Rechnung tragen. Gleichzeitig gleichen wir uns mit der neuen Offenlegungspolitik als Genossenschaftsbank den Marktgepflogenheiten der börsenkotierten Unternehmen an. Der Verwaltungsrat wird zudem an der Delegiertenversammlung 2019 beantragen, eine Konsultativabstimmung über den Vergütungsbericht 2018 vorzunehmen.

Der Verwaltungsrat hat im Jahr 2018 eine umfassende Überprüfung des gesamten Vergütungskonzepts angestossen. In Bezug auf die Vergütung 2018 hat der Verwaltungsrat entschieden, freiwillig seine Vergütung rückwirkend per 17. Juni 2018 auf Basis des bis Ende 2016 geltenden Vergütungsreglements zurückzunehmen.

Gestützt auf den Antrag einiger Regionalverbände an der ordentlichen Delegiertenversammlung vom 16. Juni 2018 im Zusammenhang mit der Vergütung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung beantragte der Verwaltungsrat gegenüber der Delegiertenversammlung die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines neuen Vergütungssystems für den Verwaltungsrat ab 1. Januar 2019, inklusive der Prozesse, der Offenlegung (Vergütungsbericht) und den Höhen. Im Rahmen eines regelmässigen Prozesses wird der Verwaltungsrat die übrigen Vergütungsmodelle der Raiffeisen Schweiz sondieren.

Die wesentlichen Ziele des neuen Vergütungssystems für den Verwaltungsrat sind eine Vereinfachung des Systems sowie die Gewährleistung der Marktüblichkeit der Vergütungen im Kontext des Genossenschaftsverbunds. Das neue Vergütungssystem sieht daher je nach Rolle des Verwaltungsratsmitglieds Pauschalen für die Grund- und Ausschussvergütung vor und verzichtet auf die bisher bestehenden Sitzungsgelder und Sitzungsspesen. Das neue Vergütungssystem soll alle zwei Jahre überprüft werden (statt wie bisher alle vier Jahre) und zielt bezüglich Offenlegung auf mehr Transparenz und Einbezug der Delegierten ab. Das Vergütungssystem ist ab dem 1. Januar 2019 in Kraft getreten, wobei das Jahr 2018 ein Übergangsjahr vom alten zum neuen Vergütungssystem darstellt und von der Erneuerung des Verwaltungsrats geprägt war. Treiber der Gesamtverwaltungsratsvergütung 2018 war vor allem eine sehr hohe Kadenz an Sitzungen und Präsenzzeiten. Grund dafür waren vor allem Themen wie die Suche nach sieben neuen Verwaltungsratsmitgliedern, einem neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung und einer sehr starken Präsenz und Kommunikation gegenüber den Raiffeisenbanken.

Der Verwaltungsrat ist davon überzeugt, dass mit diesen Anpassungen nicht nur die Transparenz erhöht wird, sondern vor allem die Kommunikation mit den Vertretern der Raiffeisenbanken in einen offenen Dialog über Vergütungsfragen münden wird. Mit der konsultativen Abstimmung über den Vergütungsbericht 2018 durch die Delegiertenversammlung entsteht bereits 2019 eine gute Gelegenheit, sich umfassend über Vergütungsangelegenheiten auszutauschen.

Im Namen des Nominations- und Vergütungsausschusses danke ich allen Beteiligten in den Gremien und Arbeitsgruppen, die zum erfolgreichen Bewältigen der umfassenden Arbeiten im Jahr 2018 beigetragen haben. Ich freue mich auf weiteres gemeinsames Wirken.

Thomas Rauber
Präsident des Nominations- und Vergütungsausschusses des Verwaltungsrats
März 2019