Dienstleistungen

Bezahlen

Raiffeisen E-Banking

Mit bis zu 402’000 E-Banking-Logins an einem Tag verzeichneten die digitalen Kundenkanäle der Raiffeisenbanken ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr. Das Raiffeisen E-Banking ist erneut der meistgenutzte Interaktionskanal zwischen Raiffeisenkunde und Raiffeisenbank.

  • Verträge: 1’302’000 (+7 %) 
  • Logins: 77’900'000 (+17 %)
  • Zahlungsaufträge: 119’300’000 (+8 %) 

Im Herbst 2018 wurde die bisherige E-Rechnungs-Funktion durch die neue Portal-Lösung abgelöst. Mit diesem Plattformwechsel wurde auch der Name der elektronischen Rechnung von «E-Rechnung» in «eBill» umgewandelt. Die Anzahl Nutzer sowie das Volumen von eBill wachsen kontinuierlich. Im Jahr 2018 haben Raiffeisen-E-Banking-Nutzer über 6 Millionen Rechnungen per eBill bezahlt.

Für das Jahr 2019 sind weitere Verbesserungen und Erweiterungen im E-Banking geplant. Insbesondere soll die Kommunikation zwischen Bank und Kunde über einen digitalen Safe vereinfacht werden. So können Raiffeisenbanken für ihre Kunden bestimmte Dokumente direkt im persönlichen E-Safe des Kunden ablegen und vom Kunden Dokumente empfangen. Raiffeisenkunden können den E-Safe auch für die Ablage wichtiger persönlicher Dokumente verwenden.

Karten

Das Bezahlen mit der Debitkarte (V PAY und Maestro) nahm erneut stark zu. Mit 137 Millionen Transaktionen ist die Anzahl im Jahr 2018 um 15 Prozent gestiegen. Zwei Jahre nach Lancierung beträgt der Anteil an kontaktlosen Zahlungen bei der V PAY-Karte bereits 45 Prozent. Der Erfolg bestätigt die Akzeptanz durch die Kunden dank dem Komfort dieser praktischen Zahlungsmethode (bis 40 Franken ohne PIN-Code). Im zweiten Halbjahr 2019 wird auch die Maestro-Karte mit der Kontaktlosfunktion ausgerüstet.

Im 2019 werden unsere Kunden mit dem neuen Card-Self-Service ihre Karten selbst verwalten können. Funktionen wie zum Beispiel die Kartensperrung, die Limitenmutation oder der PIN-Code-Ersatz werden im neuen Online-Service zur Verfügung gestellt. Der Zugang erfolgt via E-Banking-Login.

Mobiles Bezahlen

Im Mai 2017 hat Raiffeisen die Bezahl-App TWINT lanciert. Das neue mobile Zahlungsmittel im Raiffeisen-Portfolio erfreut sich mit bereits über 200’000 aktiven TWINT-Konten einer zunehmenden Beliebtheit. Geld senden unter Freunden und Bekannten (Person-to-Person) ist mit 57 Prozent aller Transaktionen aktuell die meist genutzte Funktion. Darüber hinaus überzeugt TWINT dank dem schnellen und einfachen Zahlprozess sowohl im E-Commerce als auch mit Nischenanwendungen, die bisher nur mit Bargeld abgedeckt wurden. Dazu gehören zum Beispiel das Bezahlen an Parkuhren, das bereits in einigen Schweizer Städten verfügbar ist, als auch die geplante Erschliessung der stark verbreiteten Hofläden in der Schweiz.

Zahlungsverkehr

Die Firmenkunden profitieren von Innovationen im geschäftlichen Zahlungsverkehr. Die im 2017 lancierte Plattform E-Connect erfreut sich grosser Beliebtheit bei den Raiffeisen-Firmenkunden. So nutzen bereits mehrere Hundert Unternehmen E-Connect für den modernen Datenaustausch über EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) und für die Automatisierung ihrer Debitorenprozesse über die neuen ISO-20022-Formate.

Raiffeisen legt Wert darauf, Bewegungen im Geschäft für Firmenkunden frühzeitig zu antizipieren und Lösungen anzubieten. So war Raiffeisen die erste Bank, welche die ISO-20022-Norm vollständig umgesetzt hat und damit zeitnah auf die Markttendenzen zugunsten der Kunden reagiert hat. Mit EBICS-Mobile stellt Raiffeisen ihren Firmenkunden als eine der wenigen Banken in der Schweiz eine Lösung zur Verfügung, welche die Sicherheit bei der Ausführung von elektronischen Zahlungsaufträgen massgeblich erhöht.

Raiffeisen trägt der steigenden Bedeutung des E-Commerce-Rechnung. Seit Anfang Juni 2018 unterstützt Raiffeisen ihre Firmenkunden bei der Entgegennahme und Abwicklung von elektronischen Zahlungen in deren Online-Shop.

Die Vereinfachung der Administration für KMU ist eine weitere Zielsetzung im Firmenkundengeschäft, welche im Bereich der Lohnadministration sowie der Angebotserstellung und Fakturierung über digitale Services im Zusammenspiel mit dem Raiffeisen E-Banking ermöglicht wird.

Finanzieren

2018 hat sich das Wachstum des Hypothekenvolumens bei Raiffeisen mit 4 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent) leicht verlangsamt. Das schweizerische Hypothekenvolumen ist mit 3,6 Prozent ebenfalls etwas tiefer gewachsen, was für Raiffeisen eine leichte Ausdehnung des Marktanteils bedeutet. Das anhaltend tiefe Zinsniveau führte dazu, dass nebst LiborFlex-Hypotheken vor allem Festhypotheken stark nachgefragt wurden.

Die energetische Immobilienbewertung im Rahmen der Wohneigentumsberatung hat sich im Jahr 2018 weiter etabliert. Als Resultat dieser Bewertung erhält die Kundschaft auf Wunsch eine energetische Einschätzung ihrer Immobilie anhand der Energieeffizienzklasse analog des Gebäudeenergieausweises der Kantone (GEAK). Ergänzend sind die geschätzten Investitionsbeträge von sinnvollen energetischen Sanierungen, deren Auswirkung auf die Energieeinsparung wie auch mögliche Förderbeiträge von Bund und Kantonen aufgeführt.

Marktanteil Hypothekarvolumen pro Kanton*

* Die Auswertungen der SNB für das Jahr 2018 stehen erst nach Redaktionsschluss zur Verfügung. Daher wird der Marktanteil per Ende 2017 ausgewiesen.

Volumenentwicklung verschiedener Hypothekarmodelle 2014–2018

Exportfinanzierungen

Im Bereich Export-Finance bietet Raiffeisen seit Beginn 2018 Lösungen an. Diese Produkte unterstützen Schweizer Unternehmen bei der Finanzierung ihrer Aussenhandelsgeschäfte, indem der Exporteur eine Vorfinanzierung in der Produktionsphase erhält oder dem Abnehmer im Ausland eine Finanzierung angeboten werden kann. Durch die Zusammenarbeit mit der Schweizer Exportrisikoversicherung (SERV) und weiteren Export Credit Agencies (ECA) sind sowohl Raiffeisen als auch der Kunde optimal abgesichert. Dabei finden Abwicklung und Prozesse in der Schweiz statt, und auch alle Ansprechpartner für die Unternehmen befinden sich in der Schweiz. Raiffeisenbanken, Raiffeisen Schweiz sowie die Unternehmerzentren (RUZ) unterstützen Firmenkunden dadurch vielseitig bei der Erschliessung von neuen Märkten.

Sparen

Das Kontovolumen bei Raiffeisen ist 2018 leicht stärker als der Markt um insgesamt 4,7 Prozent gewachsen (+6 Milliarden Franken), was erneut eine Ausdehnung des Marktanteils in diesem Produktbereich zur Folge hatte. Im Berichtsjahr konnte die Anzahl Kundenkonten um 3,2 Prozent auf 5‘487‘598 Konten erhöht werden. Während sich die klassischen Spargelder (Sparkonto) aufgrund der tiefen Sparzinsen kaum veränderten, fand das Wachstum primär in den Transaktionskonten (Privat- und Kontokorrentkonten) statt. So stieg dort das Einlagevolumen um 5,597 Milliarden Franken (+9,9 Prozent). Gleichzeitig wurden 178‘890 neue Transaktionskonten geführt (+7,1 Prozent). Bei den festverzinslichen Sparanlagen (Fest- und Termingeldanlagen) war aufgrund der tiefen Marktzinsen wiederum eine Verlagerung zu den Sichtguthaben (Transaktionskonten) festzustellen. So reduzierte sich das Einlagevolumen an festverzinslichen Sparanlagen um 870 Millionen Franken (-7,2 Prozent).

Anlegen

Raiffeisen verzeichnete im Berichtsjahr eine positive Nettoneugeldentwicklung von 1,8 Milliarden Franken. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei den Raiffeisen Anlagefonds, welche ein Plus von 1,1 Milliarden Franken erzielten. Bei den übrigen Anlagefonds betrug der Nettoneugeldzuwachs 0,3 Milliarden Franken.

Auch die Direktanlagen entwickelten sich mit einem Zufluss von rund 0,3 Milliarden Franken positiv. Bei den strukturierten Produkten war – unter anderem bedingt durch Fälligkeiten – nur eine leicht positive Nettoneugeldentwicklung von 80 Millionen Franken zu verzeichnen.

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben beim Depotvolumen Spuren hinterlassen, welche nicht vollständig mit den positiven Zuflüssen kompensiert werden konnten. Das Depotvolumen der Raiffeisenbanken und Niederlassungen betrug Ende 2018 noch 30 Milliarden Franken, was einem Minus von 4,6 Prozent entspricht. Der Anteil der nachhaltigen Produkte am Depotvolumen beträgt erfreuliche 15 Prozent.

Anfang 2018 wurden bei den Raiffeisenbanken sukzessive die neuen Raiffeisen Vermögensverwaltungsmandate erfolgreich eingeführt. Diese Mandatslösungen werden komplett von eigenen Experten verwaltet und betreut. Die Mandate zeichnen sich durch verschiedene Individualisierungsmöglichkeiten aus. So kann der Kunde die für ihn passende Ausrichtung und Strategie auswählen. Zur Auswahl stehen:

  • Swissness, mit Fokus auf den Schweizer Heimmarkt
  • Futura, mit Fokus auf nachhaltige Anlagen
  • Global in Schweizer Franken oder Euro, mit Fokus auf die weltweiten Finanzmärkte

Mit den Optionen Direktanlagen in der Anlageklasse «Aktien Schweiz» und regelmässigen Auszahlungen kann das Mandat zudem weiter auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Die neuen Mandate stossen bei den Kunden auf reges Interesse.

Mit dem Raiffeisen Fonds Focus Interest & Dividend hat Raiffeisen ein Fondsprodukt lanciert, das bestrebt ist, regelmässig die Einnahmen aus Obligationencoupons und Aktiendividenden an die Anleger auszuschütten und gleichzeitig das investierte Kapital langfristig möglichst zu wahren. Bei Aktien sind Qualität und attraktive Dividendenrenditen die massgebenden Auswahlkriterien. Währungsrisiken sichert der Fonds grösstenteils ab. Der Richtwert für die jährliche Ausschüttung liegt bei attraktiven 2,5 Prozent. Der Fonds erreichte per Ende 2018 bereits ein Volumen von 290 Millionen Franken.

Der Fondssparplan erfreut sich einer nach wie vor sehr hohen Beliebtheit. 2018 konnte die Anzahl der Fondssparpläne um 23 Prozent gesteigert und ein Nettoneugeldzufluss von 170 Millionen Franken verzeichnet werden. Der Fondssparplan ermöglicht einen einfachen und systematischen Vermögensaufbau – und das bereits ab 100 Franken. Der Kunde behält jedoch jederzeit die volle Flexibilität über das Vermögen.

Entwicklung Wertschriftenvolumen

Vorsorgen

Die Anzahl der Säule 3a-Konten ist um 19’035 auf 579’301 gewachsen (+3,4 Prozent). Die Einlagen (Konto- und Fondssparen) stiegen dabei um 6,6 Prozent (+1 Milliarde Franken) und betragen neu 16,5 Milliarden Franken. Die Einlagen auf Freizügigkeitskonten inklusive Fondssparen belaufen sich auf 5,7 Milliarden Franken. Das allgemein tiefe Zinsniveau hat die Nutzung der Vorsorgeprodukte auch im Berichtsjahr 2018 wiederum stark geprägt. Dies zeigte sich in der Steigerung der Anzahl Vorsorgedepots um rund 29,4 Prozent (Säule 3a-Konten) und 28,4 Prozent (Freizügigkeitskonten). Im Berichtsjahr hat Raiffeisen wiederum einen innovativen Vorsorgefonds entwickelt – dieser kann seit dem 15. Januar 2019 gezeichnet werden und investiert bis zu 100 Prozent in Aktien. Dieses neue Produkt entspricht dem Trend zum Fondssparen im langfristig angelegten Vorsorgegeschäft – nicht zuletzt aufgrund der rekordtiefen Zinsen.

Absichern

Das Prämienvolumen Einzelleben konnte um 21 Prozent gesteigert werden und hat zum viertbesten Ergebnis innerhalb der Kooperation mit Helvetia beigetragen. Die starke Steigerung ist auf das Einmaleinlagengeschäft zurückzuführen, in welchem Helvetia attraktive Tranchenprodukte lanciert hat. Bei den Lebensversicherungen mit periodischer Prämie ist das Marktumfeld weiterhin schwierig. Aber auch dort konnte ein Wachstum von 6 Prozent verzeichnet werden, was wiederum auf den ganzheitlichen Beratungsansatz bei der Wohnfinanzierung zurückzuführen ist.

Prämienvolumen Einzelleben 

Zusätzliche Firmenkunden-Dienstleistung

Corporate Finance

Der Geschäftsbereich Corporate Finance fokussiert auf Beratungsdienstleistungen für Unternehmen und Unternehmer in den Bereichen Evaluation strategischer Optionen, Mergers & Acquisitions (M&A), Bewertungen und Finanzierungsberatung. Seit 2016 ist der Bereich zudem Partner der MidCap Alliance, eines primär auf Europa und die USA fokussierten internationalen M&A-Netzwerks. Neben Mandaten für Drittkunden hat das M&A-Team im Berichtsjahr auch Transaktionen von Raiffeisen Schweiz begleitet, unter anderem den Verkauf der Tochtergesellschaft Notenstein La Roche Privatbank AG sowie die Wahl eines neuen Investment Managers für die Beteiligungen der KMU Capital AG.