Geschäftsverlauf von Raiffeisen Schweiz

2018 war für Raiffeisen Schweiz das Jahr der Aufarbeitung und des Neustarts. Raiffeisen Schweiz hat mit einer unabhängigen Untersuchung sowie der personellen Erneuerung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung den Grundstein für die Weiterentwicklung gelegt. Mit der Einführung des neuen Kernbankensystems konnte die IT-Landschaft der Gruppe wesentlich vereinfacht und eine wichtige Grundlage für Effizienzgewinne sowie zukünftige Digitalisierungsvorhaben gelegt werden. Mit dem Verkauf von Notenstein La Roche Privatbank an Vontobel hat Raiffeisen Schweiz die Entflechtung der Unternehmensstrukturen fast abgeschlossen. Aus dem Verkauf resultierte ein Gewinn von 35,2 Millionen Franken. Für Aufmerksamkeit sorgten 2018 aber vor allem das Strafverfahren gegen den früheren Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, Dr. Pierin Vincenz, und das FINMA-Enforcement-Verfahren gegen Raiffeisen Schweiz.

Raiffeisen Schweiz weist im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Jahresgewinn von 42,5 Millionen Franken aus. Der Gewinn bewegt sich auf der Höhe des Vorjahres. Allerdings mussten Reserven für allgemeine Bankrisiken im Umfang von 250,2 Millionen Franken aufgelöst werden. Im Zusammenhang mit einer Neubeurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligungen sowie dem vereinbarten Kauf der ARIZON Sourcing AG wurden umfangreiche Wertberichtigungen und Rückstellungen gebildet. Diese Sondereffekte im Umfang von insgesamt 292 Millionen Franken schlagen sich in verschiedenen Positionen der Erfolgsrechnung nieder. Die Umstellung auf einen vorsichtigeren Bewertungsansatz bei der KMU Capital Gruppe führte zu Wertberichtigungen und Rückstellungen im Umfang von rund 149 Millionen Franken. Davon sind 117,8 Millionen Franken in den Wertberichtigungen für Kreditrisiken, 6 Millionen Franken in Wertberichtigungen auf Beteiligungen und 25 Millionen Franken in den übrigen Rückstellungen enthalten. Eine Wertanpassung von 54,1 Millionen Franken wurde im Zusammenhang mit der Beteiligungsposition an der Leonteq AG verbucht. Bei dieser Beteiligung erfolgte eine Buchwert-Korrektur, da der Marktwert im Verhältnis zum Vorjahr per Bewertungsstichtag tiefer lag. Weitere Wertberichtigungen und Rückstellungen von rund 27,1 Millionen Franken entfallen auf Bewertungskorrekturen auf diversen Beteiligungen, insbesondere weil konsequent auf eine Substanzwertmethode umgestellt wurde. Die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Kauf der ARIZON Sourcing AG belaufen sich auf rund 69 Millionen Franken.

Die Bilanzsumme verringerte sich um 6 Milliarden auf 47,6 Milliarden Franken. Die Gründe für die Bilanzverkürzung liegen hauptsächlich in der Migration auf das neue Bankensystem. Im Hinblick auf die Umstellung wurden die Interbankpositionen so weit wie möglich über das Jahresende geschlossen, um damit die Migration zu vereinfachen. Innerhalb der Bilanz erfolgten im Übrigen wiederum wesentliche, vor allem liquiditätsbedingte Umschichtungen.

Erfolgsrechnung

Erträge aus dem ordentlichen Bankgeschäft

Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft ist um 29,3 Millionen (+23,2 Prozent) auf 155,4 Millionen Franken angestiegen. Das Zinsergebnis konnte sowohl im Retailgeschäft wie auch im Firmenkunden- und Leasinggeschäft gesteigert werden. Der Ergebnisbeitrag der Tresorerie fiel infolge geringerer Kosten der Liquiditätshaltung mit 43,2 Millionen Franken etwas höher aus als im Vorjahr. Die Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft erhöhten sich um 124,7 Millionen auf 126,5 Millionen Franken (Anhang 14). Die Wertberichtigungen sind hauptsächlich auf die oben beschriebenen Sondereffekte im Zusammenhang mit Beteiligungen zurückzuführen. Insbesondere Wertberichtigungen schlagen im Zusammenhang mit der KMU Capital Gruppe in der Höhe von 117,8 Millionen zu Buche. Zudem wurde ein grösserer Wertberichtigungsbedarf beim Investitionsgüterleasing verbucht. Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft betrug 28,9 Millionen Franken, was einem Rückgang von 95,4 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (Anhang 23) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8 Millionen auf 110,5 Millionen Franken. Insbesondere der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft (+3,9 Millionen Franken), der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr (+4,2 Millionen Franken) sowie der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft (+2,9 Millionen Franken) haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Gründe für die Mehrerträge sind ein höheres Volumen in den Kollektivanlagen sowie neue Tarifvereinbarungen mit Vertragspartnern. Demgegenüber nahm der Kommissionsaufwand aufgrund der höheren Volumen um 2,1 Millionen auf 46,4 Millionen Franken zu.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft ist mit 78,1 Millionen um 1,4 Millionen Franken tiefer ausgefallen als im vergangenen Jahr (Anhang 24). Das Handelsgeschäft wurde 2018 weiterhin durch die Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbanken (EZB, BoE, SNB) geprägt. Das Börsenjahr 2018 geht als ein Paradebeispiel für «emotionales Anlegerverhalten» in die Geschichtsbücher ein – aber auch als Ausnahmejahr, da mehr oder weniger alle liquiden Anlageklassen an Wert eingebüsst haben. Zu Beginn waren die Wachstumsaussichten und die weltpolitische Lage intakt. Entsprechend deutlich legten die globalen Aktienmärkte zu. Im vierten Quartal hat die Stimmung an den Märkten komplett gedreht. Der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China bremst die Realwirtschaft und hat negative Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne.

Der übrige ordentliche Erfolg ging im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Millionen (-2,1 Prozent) auf 436,3 Millionen Franken leicht zurück. Wesentliche Veränderungen waren der Rückgang der Erträge mit der ARIZON Sourcing AG um 9,9 Millionen auf 62,7 Millionen Franken. Infolge des Verkaufes der Notenstein La Roche AG reduzierten sich die Dienstleistungserträge um 9,3 Millionen auf 17,7 Millionen Franken. Die Erträge für kollektive und strategische Leistungen von Raiffeisen Schweiz an die Raiffeisenbanken sind im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent auf 41,7 Millionen Franken gesunken. Die Fokussierung auf das Programm RAINBOW führte zu einem Rückgang der von Raiffeisen Schweiz an die Raiffeisenbanken verrechenbaren Projektaktivitäten. Demgegenüber konnten die sonstigen Erträge um 31,3 Millionen Franken auf 87 Millionen gesteigert werden.

Im anderen ordentlichen Aufwand von 42,9 Millionen Franken sind nebst den Aufwendungen für den Einkauf von IT-Infrastruktur für die Raiffeisenbanken insbesondere auch die Kosten für die Herstellung von Drucksachen für die Raiffeisenbanken ausgewiesen. Die Zunahme von 8,7 Millionen Franken (+25,3 Prozent) ist vor allem auf die Entwicklung des Kernbankensystems zurückzuführen.

Geschäftsaufwand

Der Personalaufwand (Anhang 26) blieb mit 383,8 Millionen Franken (Zunahme von 0,7 Prozent) im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr nahezu konstant. Der Personalbestand von Raiffeisen Schweiz lag am Ende des Berichtsjahres bei 2‘123 Vollzeitstellen, dies entspricht einer Zunahme von elf Stellen gegenüber dem Vorjahr.

Der Sachaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 39,6 Millionen (+15,6 Prozent) auf 294,3 Millionen Franken. Insbesondere die Zunahme der EDV-Kosten um 37,2 Millionen auf 124,5 Millionen Franken hat zu diesem Kostenanstieg beigetragen. Dieser steht in direktem Zusammenhang mit der Migration auf das neue Kernbankensystem. Der Werbeaufwand bewegte sich auf der Höhe des Vorjahres, während die Rechts- und Beratungskosten mit 48,6 Millionen um 3,1 Millionen Franken tiefer ausfielen. Der Beratungsaufwand im Zusammenhang mit Projekten war rückläufig, während der Anteil für juristische Beratung gestiegen ist. Der übrige Sachaufwand bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Wertberichtigungen auf dem Anlagevermögen

Die ordentlichen Abschreibungen auf den Sachanlagen haben sich um 4,2 Millionen auf 23,3 Millionen Franken reduziert. Im Berichtsjahr wurden nur geringe ausserordentliche Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,3 Millionen Franken vorgenommen.

Veränderungen von Rückstellungen und übrige Wertberichtigungen sowie Verluste

Diese Position war besonders stark von Sonderfaktoren betroffen. Nachdem im Vorjahr noch eine Aufwandsminderung von 0,1 Millionen Franken ausgewiesen werden konnte, erreichten die Netto-Neubildungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste 2018 ein Volumen von 112 Millionen Franken. Der enorme Anstieg ist auf drei Gründe zurückzuführen. Zur Deckung von Restrukturierungsaufwänden im Zusammenhang mit dem Verkauf der Notenstein La Roche Privatbank AG wurden Rückstellungen von über 21 Millionen Franken gebildet. Bei den übrigen Rückstellungen wirkten sich insbesondere die Unwägbarkeiten in den rechtlichen Auseinandersetzungen im Kontext «Investnet» in einem erfolgswirksamen Anstieg von 25 Millionen Franken aus. Zudem wurden aufgrund des beschlossenen Kaufs der ARIZON Sourcing AG im Geschäftsjahr 2018 Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken von 69 Millionen Franken sowie 3,7 Millionen Franken für Restrukturierungsrückstellungen gebildet.

Ausserordentlicher Erfolg, Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken und Steuern

Der ausserordentliche Ertrag in der Höhe von 46,2 Millionen Franken (Anhang 28) ergab sich insbesondere aus dem Verkauf der Notenstein La Roche Privatbank AG. Zudem kam es zu einem Realisationsgewinn aus der Veräusserung von Sachanlagen in Höhe von 11 Millionen Franken. Den Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden 250,2 Millionen Franken entnommen. Der Steueraufwand betrug im Berichtsjahr 2,5 Millionen Franken.

Jahresgewinn

Der Jahresgewinn wird mit 42,5 Millionen Franken ausgewiesen und bewegt sich, wie oben erwähnt, trotz Sonderfaktoren auf der Höhe des Vorjahres. Dies ist auf die Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen.

Bilanz

Die Bilanzsumme von Raiffeisen Schweiz hat um 6 Milliarden Franken abgenommen. Neben den aktiv gesteuerten Bilanzverkürzungen aufgrund der Migration auf das neue Kernbankensystem hat auch die Buchsaldobetrachtung gemäss Rechnungslegungsvorschriften bei den Forderungen und Verpflichtungen gegenüber anderen Banken dazu beigetragen. Bankenforderungen und -verpflichtungen im eigentlichen Sinne (nach der Valutabetrachtung) haben sich hingegen kaum verändert.

Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Raiffeisenbanken

Für die Erfüllung der gesetzlichen Liquiditätserfordernisse halten die Raiffeisenbanken Anlagen bei Raiffeisen Schweiz. Raiffeisen Schweiz weist per Ende 2018 eine Nettoverpflichtung gegenüber den Raiffeisenbanken von 12,3 Milliarden Franken aus (Vorjahr 12,9 Milliarden Franken). Die Abnahme ist auf einen höheren Refinanzierungsbedarf der Raiffeisenbanken für ihr Hypothekargeschäft zurückzuführen.

Forderungen/Verpflichtungen gegenüber anderen Banken

Die Forderungen gegenüber anderen Banken haben im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Milliarden auf 1,8 Milliarden Franken abgenommen. Die Verpflichtungen gegenüber anderen Banken gingen um 7,3 Milliarden auf 6,4 Milliarden Franken zurück. Die Abnahme ist auf die Buchsaldobetrachtung zurückzuführen. Bei einer Valutabetrachtung haben sich die Forderungen und Verpflichtungen gegenüber anderen Banken im Jahresvergleich kaum verändert.

Forderungen/Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften

Die Verpflichtungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften sind um 1,2 Milliarden auf 2,9 Milliarden Franken angestiegen. Dabei handelt es sich um Repo-Transaktionen, bei welchen Geld gegen Sicherheiten aufgenommen wird. Diese Transaktionen dienen dazu, den SNB-Girobestand zu bewirtschaften. Die Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften betrugen 5 Millionen Franken.

Kundenausleihungen

Die Kundenausleihungen sind im Berichtsjahr insgesamt um 1,9 Milliarden Franken (+15,4 Prozent) auf 14,2 Milliarden Franken angestiegen. Die Niederlassungen von Raiffeisen Schweiz steigerten ihr Ausleihungsvolumen um 505,6 Millionen Franken (+4,9 Prozent) auf 10,8 Milliarden Franken. In den Ausleihungen sind ferner kurzfristige Kredite der Zentralbank an institutionelle Kunden, Ausleihungen an grössere Firmenkunden und das Investitionsgüterleasing-Geschäft enthalten.

Handelsgeschäft

Der Nettobestand des Handelsgeschäfts reduzierte sich um 234 Millionen Franken auf 1 Milliarde Franken (Anhang 3).

Finanzanlagen

Der Wertschriftenbestand in den Finanzanlagen, vorwiegend erstklassige Obligationen, wird entsprechend den gesetzlichen Liquiditätserfordernissen sowie nach internen Liquiditätszielen verwaltet. Der Buchwert hat sich um 252 Millionen auf 6,6 Milliarden Franken erhöht.

Beteiligungen

Der Wert der Beteiligungen (Anhang 6) reduzierte sich im Berichtsjahr um 632 Millionen auf 423,8 Millionen Franken. Die grösste Veränderung von 622,5 Millionen Franken stammt aus dem Verkauf der Notenstein La Roche Privatbank an die Vontobel. Eine Wertanpassung von rund 54,1 Millionen Franken wurde im Zusammenhang mit der Beteiligungsposition an der Leonteq AG verbucht. Es handelt sich dabei um eine Buchwert-Korrektur infolge eines tieferen Marktwertes gegenüber dem Vorjahr. Weitere Wertberichtigungen von rund 27,1 Millionen Franken entfallen auf Bewertungskorrekturen auf übrigen Beteiligungen. Bei allen übrigen Beteiligungen, welche direkt von Raiffeisen Schweiz gehalten werden, wurde bei der Bewertung auf die Substanzwertmethode umgestellt, beziehungsweise die Substanzwertmethode weiterhin konsequent angewendet. Eine Erhöhung im Beteiligungsbestand ergab sich dadurch, weil Raiffeisen Schweiz an der Kapitalerhöhung der Leonteq AG teilgenommen und ein bisher von Notenstein La Roche Privatbank gehaltenes Aktienpaket an der Leonteq AG übernommen hat. Die bisher vom Raiffeisen Unternehmerzentrum (RUZ) gehaltene 100-Prozent-Beteiligung an der Business Broker AG wurde zur Vereinfachung der Beteiligungsstrukturen an Raiffeisen Schweiz übertragen.

Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anhang 7.1 dargestellt. Der Buchwert erhöhte sich um 37,5 Millionen auf 232,8 Millionen Franken. Die Zunahme ist auf das neu renovierte Bankgebäude in St.Gallen und die Aktivierung der Lizenz der Avaloq Group AG zurückzuführen.

Immaterielle Werte

Die Entwicklung der immateriellen Werte ist im Anhang 8 dargestellt.

Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen erhöhten sich um gesamthaft 379 Millionen auf 11,4 Milliarden Franken, wovon die Niederlassungen ein Wachstum von 37,2 Millionen Franken und das Firmenkundengeschäft ein Wachstum von 317,7 Millionen Franken verzeichnen konnten.

Anleihen und Pfandbriefdarlehen

Der Bestand an Anleihen und Pfandbriefdarlehen ist im Berichtsjahr um 0,2 Milliarden auf 7 Milliarden Franken angestiegen. Die Anleihen von Raiffeisen Schweiz stehen unverändert bei 3,3 Milliarden Franken. Der Anteil der nachrangigen Anleihen von Raiffeisen Schweiz beträgt 1,5 Milliarden Franken. Die Bondkomponenten aus emittierten strukturierten Produkten betragen 1,7 Milliarden Franken. Der Bestand an Pfandbriefdarlehen ist um 0,1 Milliarden auf 2 Milliarden Franken angestiegen.

Rückstellungen

Die Entflechtungsstrategie und die damit verbundenen Sonderfaktoren wirkten sich in hohem Masse auf die Rückstellungen (Anhang 14) aus. Die Restrukturierungsrückstellungen nahmen insbesondere aufgrund des Verkaufs der Notenstein La Roche Privatbank AG um 21,2 Millionen Franken zu. Bei den übrigen Rückstellungen wirkten sich insbesondere die Unwägbarkeiten in den rechtlichen Auseinandersetzungen im Kontext «Investnet» in einem Anstieg von 25 Millionen Franken aus. Zudem wurden aufgrund des im 2018 vereinbarten Kaufs der ARIZON Sourcing AG Rückstellungen für andere Geschäftsrisiken in der Höhe von 69 Millionen Franken gebildet. 

Reserven für allgemeine Bankrisiken

Im Berichtsjahr wurden Reserven für allgemeine Bankrisiken von 250,2 Millionen Franken aufgelöst. Die Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken steht im Zusammenhang mit den vorher erwähnten Sonderfaktoren. Der verbleibende Bestand von 9,3 Millionen Franken ist versteuert (Anhang 14).

Eigenkapital

Das Genossenschaftskapital beträgt per Ende Dezember 2018 unverändert 1,7 Milliarden Franken. Das Eigenkapital verringerte sich infolge Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken von 2,2 Milliarden auf 1,9 Milliarden Franken.

Ausserbilanzgeschäft

Die Summe der Eventualverpflichtungen (Anhang 20) ist im Berichtsjahr um 182 Millionen auf 3 Milliarden Franken gesunken. Das Kontraktvolumen an derivativen Finanzinstrumenten (Anhang 4) hat sich um 34,8 Milliarden auf 113,5 Milliarden Franken verringert. Die Absicherungsgeschäfte für das Bankenbuch reduzierten sich um 0,9 Milliarden auf 38,2 Milliarden Franken. Die positiven Wiederbeschaffungswerte belaufen sich auf 1,3 Milliarden Franken (Vorjahr 1,6 Milliarden Franken), die negativen Wiederbeschaffungswerte auf 1,5 Milliarden Franken (Vorjahr 1,6 Milliarden Franken).

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Geschäftsbericht der Raiffeisen Gruppe enthalten.