Interne Revision

Die Interne Revision verantwortet die interne Revisionstätigkeit in der Raiffeisen Gruppe und unterstützt den Verwaltungsrat und seine Ausschüsse bei der Erfüllung ihrer Aufgaben durch objektive und unabhängige Beurteilung der Wirksamkeit von Kontroll- und Risikomanagementprozessen. Sie überprüft die Einhaltung gesetzlicher, statutarischer und reglementarischer Vorschriften und die Funktionsweise der betrieblichen Organisation, des Informationswesens, des Rechnungswesens und der Informatik. Die Interne Revision besitzt dazu ein unbeschränktes Prüfungs-, Informations- und Zugangsrecht innerhalb der Raiffeisen Gruppe. Die Interne Revision führt ihre Prüftätigkeit auf Basis eines jährlichen Prüfplans durch, der vom Verwaltungsrat genehmigt und mit den Prüftätigkeiten der obligationen- und aufsichtsrechtlichen Revisionsstelle koordiniert wird. Zudem kann die Interne Revision durch den Verwaltungsrat für Sonderaufgaben wie etwa Spezialprüfungen eingesetzt werden. Die Berichterstattung der Internen Revision erfolgt an den Prüfausschuss sowie den Risikoausschuss (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) sowie zusätzlich mittels eines jährlichen Tätigkeitsberichts an den Verwaltungsrat.

Seit 2015 ist Daniel Dal Santo Leiter der Internen Revision. Er untersteht fachlich direkt dem Prüfausschuss (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) des Verwaltungsrats und nimmt an Sitzungen des Verwaltungsrats, des Prüfausschusses sowie des Risikoausschusses (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) teil (sechs Sitzungen des Verwaltungsrats, zwei Sitzungen des Prüf- und Risikoausschusses sowie je drei Sitzungen des Prüfausschusses und des Risikoausschusses 2018). Die Interne Revision zählt per Ende 2018 69,8 Personaleinheiten und gestaltet ihre Revisionstätigkeit in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Schweizerischen Verbands für Interne Revision (SVIR).

Obligationen- und aufsichtsrechtliche Revisionsstelle

Raiffeisenbanken

Die Generalversammlung der Raiffeisenbank wählt die obligationenrechtliche Revisionsstelle jeweils für drei Jahre. Die PricewaterhouseCoopers AG ist seit Juni 2005 obligationenrechtliche Revisionsstelle und aufsichtsrechtliche Prüfgesellschaft für die einzelnen Raiffeisenbanken. Sie wird dabei in der Durchführung der von der FINMA geforderten bankengesetzlichen Prüfungen bei den Raiffeisenbanken durch die Interne Revision der Raiffeisen Gruppe unterstützt.

Raiffeisen Schweiz und Gruppengesellschaften

Seit dem Geschäftsjahr 2007 ist die PricewaterhouseCoopers AG die obligationenrechtliche Revisionsstelle und aufsichtsrechtliche Prüfgesellschaft für die gesamte Raiffeisen Gruppe. Dazu zählen neben den Raiffeisenbanken auch die Gruppengesellschaften gemäss Anhang 7. Die Revisionsstelle wird von den Delegierten jeweils für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Die PricewaterhouseCoopers AG wurde an der Delegiertenversammlung vom 16. Juni 2018 für eine Amtsdauer von drei Jahren (2018 bis 2020) als obligationenrechtliche Revisionsstelle und als wählbare Revisionsstelle für die Raiffeisenbanken gewählt. Die Rechte und Pflichten bestimmen sich nach den Vorschriften des Obligationenrechts.

Raiffeisen Gruppe

Auch für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung ist die PricewaterhouseCoopers AG, St.Gallen, zuständig. Beat Rütsche ist seit dem Geschäftsjahr 2012 leitender Prüfer für die Raiffeisen Schweiz Genossenschaft und für die konsolidierte Jahresrechnung der Raiffeisen Gruppe. Stefan Keller Wyss ist seit dem Geschäftsjahr 2017 leitender Prüfer für die Koordination der Prüfungen aller Raiffeisenbanken. Die leitenden Prüfer dürfen das Mandat während sieben Jahren ausführen.*

* Aufgrund der obligationenrechtlich vorgeschriebenen Rotationspflicht gibt Beat Rütsche das Mandat als leitender Prüfer per 31. Dezember 2018 ab. Rolf Birrer übernimmt das Mandat per 1. Januar 2019.

Revisionshonorar

Die Honorare der Prüfgesellschaften betragen 12,7 Millionen Franken für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der ordentlichen Prüfung der einzelnen Jahresrechnungen, der Gruppenrechnung sowie den bankengesetzlichen Prüfungen und 0,6 Millionen Franken für Steuerberatung und andere Beratungsdienstleistungen.

Informationsinstrumente der aufsichtsrechtlichen Prüfgesellschaft

Die Risikoeinschätzung und die daraus abgeleitete Prüfungsplanung sowie die Berichte der Revisionsstelle werden vom Prüfausschuss (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) behandelt und mit dem leitenden Prüfer besprochen. 2018 war der leitende Revisor zur Behandlung von Berichten der Prüfgesellschaft in allen fünf Sitzungen des Prüfausschusses (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) anwesend.

Aufsichts- und Kontrollinstrumente gegenüber der externen Revision

Die Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG erfüllt die Voraussetzungen des Bankengesetzes und ist von der FINMA zur Prüfung von Bankinstituten zugelassen. Der Prüfausschuss (bis 16. Juni 2018 Prüf- und Risikoausschuss) beurteilt jährlich die Leistung, die Honorierung und die Unabhängigkeit der externen Prüfgesellschaft und stellt deren Zusammenarbeit mit der Internen Revision sicher. Dabei prüft er auch die Vereinbarkeit der Revisionstätigkeit mit allfälligen Beratungsmandaten.