Vergütungsbericht Raiffeisen Schweiz

Vergütungsgovernance

Der Verwaltungsrat überprüft regelmässig die Vergütungspolitik und das Vergütungsreglement. Im Jahr 2018 hat der Verwaltungsrat die Vergütungsgovernance, das Vergütungssystem und die Vergütungshöhen des Verwaltungsrats einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Die Anpassungen sind am 1. Januar 2019 in Kraft getreten.

Der Nominations- und Vergütungsausschuss ist für die Ausführung des vom Verwaltungsrat erlassenen Reglements verantwortlich. Dieser besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Der Nominations- und Vergütungsausschuss prüft Vorschläge bezüglich der Vergütungen der Geschäftsleitung sowie des Verwaltungsrats und unterbreitet dem Verwaltungsrat Empfehlungen zur Genehmigung. Zudem beurteilt der Nominations- und Vergütungsausschuss gemeinsam mit dem Verwaltungsrat die Leistung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung und prüft gemeinsam mit diesem die Leistungsbeurteilungen der übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung.

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist verantwortlich für die nachfolgenden Punkte:

  • Er erlässt die Vergütungspolitik in Form eines Reglements für Raiffeisen Schweiz und in Form von Empfehlungen für die Raiffeisenbanken.
  • Er genehmigt den ihm jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss vorgelegten Bericht zu den Vergütungen.
  • Er überprüft seine Vergütungspolitik in regelmässigen Abständen als auch bei Vorliegen von Hinweisen, die eine Überprüfung beziehungsweise Überarbeitung notwendig erscheinen lassen.
  • Er lässt regelmässig durch die externe und bei Bedarf die interne Revision die Ausgestaltung und Umsetzung seiner Vergütungspolitik überprüfen.
  • Er entscheidet regelmässig über die Höhe des Gesamtpools der variablen Vergütungen.
  • Er legt für die Mitglieder der Geschäftsleitung den festen und variablen Teil der Vergütung fest, inklusive Zuwendungen an die berufliche Vorsorge.

Der Nominations- und Vergütungsausschuss behandelt jährlich Vergütungsthemen anlässlich der mindestens vier vorgegebenen Sitzungen. Im Jahr 2018 hielt der Nominations- und Vergütungsausschuss 21 Sitzungen ab (einschliesslich Telefonkonferenzen) mit einer allgemeinen Anwesenheitsquote von 99 Prozent. Die Schwerpunktbereiche des Nominations- und Vergütungsausschusses im Jahr 2018 waren folgende:

  • Die Suche nach sieben neuen Verwaltungsratsmitgliedern,
  • die Suche nach einem neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung Raiffeisen Schweiz,
  • die Überprüfung der Vergütungsgovernance,
  • die Überprüfung des Vergütungssystems für den Verwaltungsrat und
  • die intensive Kommunikation mit internen und externen Anspruchsgruppen.

Der Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses entscheidet nach Bedarf über die Teilnahme weiterer Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung, weiterer Fachspezialisten, Vergütungsberater und externer Rechtsberater. An Gesprächen, die sich mit ihrer eigenen Vergütung befassen, nehmen betroffene Personen nicht teil. Zudem fand im Jahr 2018 ein intensiver Austausch mit der Koordinationsgruppe der Regionalverbandspräsidenten sowie weiteren Vertretern der Raiffeisenbanken statt, die an der Delegiertenversammlung vom Juni 2018 in die Arbeitsgruppe «Vergütung» delegiert wurden.

Die Genehmigungsstruktur der Vergütung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

1 Zusammen mit dem VGL

An der Delegiertenversammlung 2019 wird der Verwaltungsrat zuhanden der Delegierten beantragen, dass konsultativ über den Vergütungsbericht abgestimmt wird.

Die interne Revision beurteilt regelmässig die operative Umsetzung des Vergütungsreglements bei Raiffeisen Schweiz, um sicherzustellen, dass die Vergütungssystematik der Raiffeisen Schweiz befolgt wird. Gestützt auf Risk- und Compliance-Reports aus dem Jahr 2018 nehmen die Bereichsleiter der Gruppenrisikosteuerung und von Legal & Compliance Stellung zur Risikosituation und zur Compliance Performance und geben ihre Einschätzung zur Lage ab. Diese Einschätzung, welche explizit die Risikoklassen Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationelle Risiken einbezieht, wird bei der Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütungen berücksichtigt. Die dabei verwendeten Risikomasse umfassen Value at Risk, Limitenauslastungsgrössen, aber auch Revisionspendenzen (Entwicklung und Erledigungsgrad). Alle einbezogenen Risikomasse werden durch eine qualitative Einschätzung der zuständigen Kontrollfunktionen ergänzt. Damit fliesst die Bewertung aller wesentlichen Risikoklassen in den Vergütungsprozess ein. Der Verwaltungsrat wird dem Risikoprofil von Raiffeisen Schweiz entsprechend hinsichtlich Risikoentwicklung regelmässig und umfassend informiert und nimmt die Risk- und Compliance-Reports ab.

Vergütungspolitik

Unsere Vergütungspolitik ist darauf ausgerichtet, die Interessen unserer Mitarbeitenden mit jenen unserer Kunden in Einklang zu bringen. Raiffeisen Schweiz hat ein eigenständiges Vergütungssystem. Das Vergütungssystem regelt die Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder und der Geschäftsleitung im Detail sowie die Grundsätze der Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden. Raiffeisen Schweiz gibt zudem Vergütungsempfehlungen für die Raiffeisenbanken ab.

Für alle Gruppen von Risikoträgern sind nach oben limitierte Maximalvergütungen («Caps») definiert. Der Anteil der variablen Vergütungen ist eingeschränkt und die gesamte Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet. Das Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.

Als Genossenschaft strebt Raiffeisen Schweiz nach stabilen Ertragsverhältnissen sowie nachhaltigem Erfolg, was sich massgebend auf das Vergütungssystem auswirkt. Die Vergütungspolitik strebt nach Konstanz. Die Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiger Risikoappetit vermieden werden.

Das Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden Ziele, Werte, Genossenschaftskultur und langfristige als auch nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.

Raiffeisen Schweiz legt zudem grossen Wert auf gesellschaftliche Verantwortung und ein einfach als auch transparent gestaltetes Vergütungssystem. Dabei folgt Raiffeisen Schweiz dem Grundsatz «gleicher Lohn für gleiche Arbeit». Das Resultat der zweiten Lohngleichheitsanalyse, welche Raiffeisen Schweiz vom gleichen unabhängigen Partner 2014 als auch 2017 durchführen liess, zeigt erneut klar auf, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bei Raiffeisen Schweiz eingehalten wird. Das Vergütungssystem soll dabei attraktiv genug sein, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden.

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung unserer Grundsätze der Vergütungspolitik.

Vergütungssystem

Die Vergütung aller Mitarbeitenden (inklusive der Mitglieder der Geschäftsleitung, des Senior Managements, weiterer Risikonehmer und anderer Kontrollfunktionen) setzt sich aus den nachfolgenden Komponenten zusammen:

  • Marktgerechte feste Vergütung: Die feste Vergütung wird individuell vereinbart. Sie orientiert sich an einer klar definierten Funktion und den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden. Zudem muss sie im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig sein. Die gesamte feste Vergütung wird als Barzahlung ausgerichtet.
  • Massvolle variable Vergütung: Die variable Vergütung basiert auf dem nachhaltigen Erfolg der Gruppe und der Leistungsbeurteilung sowie der Einschätzung bezüglich Unternehmenskulturbeitrag der einzelnen Mitarbeitenden. Sie kann allen Funktionen, einschliesslich Kontrollfunktionen, ausgerichtet werden. Bei Kontrollfunktionen wird insbesondere darauf geachtet, dass das Vergütungssystem keine Anreize setzt, die zu Interessenkonflikten mit ihren Aufgaben führen könnten. Es besteht im Allgemeinen kein vertraglich garantierter Anspruch auf die Auszahlung einer variablen Vergütung. Ausnahmen sind im Abschnitt «Weitere Entschädigungen» aufgeführt. Die gesamte variable Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet.
  • Lohnnebenleistungen werden im Rahmen der gültigen Reglemente und Weisungen im branchenüblichen Masse ausgerichtet.

Die Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütungen orientiert sich zu gleichen Teilen an der langfristigen Entwicklung der folgenden Kriterien:

  • Relative Gewinnentwicklung im Vergleich zum Markt
  • Entwicklung der Eigenmittel
  • Entwicklung strategischer Initiativen und Projekte
  • Entwicklung des ökonomischen Kapitalbedarfs im Verhältnis zum Kernkapital

Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats

Die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz werden entsprechend ihrer Verantwortung und ihrem Zeitaufwand vergütet. In diesem Rahmen werden jene Mitglieder höher entschädigt, die einem Ausschuss angehören, einen Ausschuss leiten oder den Verwaltungsrat präsidieren. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine variable Vergütung. Für den Verwaltungsrat existieren keine Leistungskennzahlen, die zu unnötigen risikoaffinen Handlungen führen würden.

Im Jahr 2018 behielt das bestehende Vergütungsreglement grundsätzlich seine Gültigkeit. Der damalige Präsident des Verwaltungsrats erhielt demnach eine jährliche, feste Vergütung von 450‘000 Franken und hatte keinen Anspruch auf eine Ausschussvergütung. Die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats bezogen eine feste Vergütung von 100‘000 Franken. Der Verwaltungsratspräsident bezog eine jährliche Spesenpauschale von 9‘000 Franken für seine Repräsentationspflichten.

Des Weiteren erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats:

  • 30‘000 Franken als Mitglieder eines Verwaltungsratsausschusses pro Ausschuss,
  • zusätzlich 30‘000 Franken als Präsident eines Verwaltungsratsausschusses pro Ausschuss.

Zusätzlich bezogen die Mitglieder des Verwaltungsrats pro Teilnahme an einer Sitzung ein Sitzungsgeld von 1‘500 Franken und eine pauschale Spesenentschädigung pro Sitzungstag von 200 Franken. Die Gesamtvergütungen an die einzelnen Verwaltungsratsmitglieder sind den weiter unten aufgeführten Vergütungstabellen zu entnehmen.

Für den Zeitraum nach der Delegiertenversammlung vom 17. Juni 2018 hat der Verwaltungsrat eine freiwillige Reduktion der Vergütung beschlossen, die für alle Mitglieder des Verwaltungsrats ab dem 17. Juni bis zum 31. Dezember gültig war. Die tatsächlich ausbezahlten Grund- und Ausschussvergütungen sowie Sitzungsgelder waren daher von Juni bis Dezember niedriger als die im Reglement ausgewiesenen Beträge (vergleiche Kapitel «Vergütung an den Verwaltungsrat 2018»).

Festlegung der Vergütung der Geschäftsleitung

Die Gesamtvergütung der Geschäftsleitung setzt sich aus vier Elementen zusammen. Diese sind gegliedert in Grundgehalt, variable Vergütung, Nebenleistungen sowie einer Altersvorsorge und Sozialleistungen. Die Organkredite an Mitglieder der Geschäftsleitung sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 dargestellt. Bei Krediten an die Geschäftsleitungsmitglieder ist der Nominations- und Vergütungsausschuss die Bewilligungsinstanz. Zudem gelten für die Geschäftsleitung wie für die übrigen Mitarbeitenden branchenübliche Vorzugskonditionen.

Feste Vergütung

Die feste Vergütung für die Mitglieder der Geschäftsleitung und der Leitung der internen Revision wird nach dem Arbeitsmarktwert, den Anforderungen des zugeteilten Departements, der Führungsverantwortung und der Seniorität vereinbart. Jedes Mitglied der Geschäftsleitung erhält ein festes Grundgehalt, das jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss überprüft wird. Die feste Vergütung (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen) beträgt reglementarisch maximal 1‘200‘000 Franken. Die Vorsorge- und Nebenleistungen für Geschäftsleitungsmitglieder entsprechen den marktüblichen Bedingungen.

Variable Vergütung

Der Prozess der Festlegung der leistungsabhängigen Zuteilung umfasst die Festlegung der gesamthaft zur Verfügung stehenden variablen Vergütung. Die individuelle Zuteilung an die Mitglieder der Geschäftsleitung gestaltet sich wie folgt:

Die individuelle Zuteilung der variablen Vergütung erfolgt ebenfalls durch den Verwaltungsrat und kann im Einzelfall (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen) höchstens zwei Drittel der festen Vergütung erreichen. Die Zuteilung erfolgt entlang der Zielerreichung auf Stufe Raiffeisen, Bereich, Team und Mitarbeitenden, wobei sowohl qualitative als auch quantitative Ziele berücksichtigt werden. Die Gewichtung der jeweiligen Ziele hängt dabei von der jeweiligen Funktion und Rolle ab.

Als Kriterien für die individuelle Zuteilung gelten:

  • die persönliche Zielerreichung
  • die Gewinnentwicklung der Raiffeisen Gruppe im Vergleich zum Markt
  • der Fortschritt von strategischen Initiativen und Projekten
  • die Entwicklung des eingegangenen Risikos

Gesonderte Behandlung von Risikoträgern ausserhalb der Geschäftsleitung

Neben den acht Mitgliedern der Geschäftsleitung und dem Leiter der Internen Revision von Raiffeisen Schweiz hat der Verwaltungsrat noch eine weitere Gruppe von Risikoträgern definiert: die Mitarbeitenden der Zentralbank mit Marktzugang und Handelsmöglichkeiten. Trotz der sehr moderaten Handelstätigkeiten und des umfassenden Limitensystems, dessen Einhaltung laufend durch unabhängige Kontrollfunktionen überprüft wird, ist eine gesonderte Behandlung der variablen Vergütung dieser Risikoträger angezeigt. Jährlich vor Beginn des Vergütungsprozesses werden die Risikoträger der Zentralbank neu bestimmt und vom Departementsleiter Zentralbank an den Bereichsleiter Human Resources Management gemeldet und bereits im Antrag zur Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütung namentlich von der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz abgenommen. Im Jahre 2018 umfasste diese Gruppe (ohne Mitglieder der Geschäftsleitung und Leiter der Internen Revision) 63 Personen.

Die Zuteilung der variablen Vergütung der Risikoträger wird einzeln durch die Geschäftsleitung bestimmt. Als Grundlagen dient die erreichte Performance der Zentralbank unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos. Über die Zuteilung der variablen Vergütung an die weiteren Mitarbeitenden entscheiden die Geschäftsleitung oder die nach Kompetenzordnung zuständigen Vorgesetzten. Für die individuelle Zuteilung wird insbesondere auf die Funktion, die Leistungsbeurteilung und die Beurteilung des Unternehmenskulturbeitrags durch den Vorgesetzten abgestellt. Dadurch bestehen keine Anreize für den Einzelnen, kurzfristige Erfolge durch das Eingehen von unverhältnismässig hohen Risiken erzielen zu wollen.

Die Vergütungsstruktur ist so ausgestaltet, dass die variablen Vergütungen der Kontrollfunktionen in keiner Art und Weise von den von ihnen überwachten Risiken abhängen. Sie müssen von ihrer Betragshöhe her (zivilrechtlich) grösstenteils als Gratifikationen qualifiziert werden.

Vergütungen an den Verwaltungsrat 2018

Im Berichtsjahr fand eine vertiefte Auseinandersetzung der Verwaltungsratsmitglieder mit regulatorischen Themenstellungen und Marktthemen statt. Diese bezog sich vor allem auf die Überprüfung des Vergütungsreglements, eine nachhaltige Neubesetzung des Verwaltungsrats mit sieben neuen Mitgliedern und die zunehmende inhaltliche Komplexität aufgrund der Systemrelevanz von Raiffeisen. Zudem wurde regulatorisch eine Splittung des Prüfungs- und Risikoausschusses in separate Ausschüsse auferlegt. Die vertiefte Auseinandersetzung mit diesen Themen spiegelte sich auch in der höheren Anzahl von Sitzungen wider.

Im Berichtsjahr wurde das Vergütungssystem des Verwaltungsrats überprüft und per 1. Januar 2019 angepasst. Für das Berichtsjahr 2018 gilt für die Gesamtvergütung des Verwaltungsrats das 2018 gültige System, wobei folgende Sätze für die einzelnen Vergütungselemente galten: Von 1. Januar bis 16. Juni 2018 wurden die gültigen Sätze für die jeweiligen Vergütungselemente gemäss Reglement angewendet. Für den Zeitraum vom 17. Juni bis 31. Dezember 2018 hat der Verwaltungsrat freiwillig eine Reduktion der Vergütungen beschlossen und die Sätze für die Vergütungselemente auf Basis des im Jahr 2016 geltenden Vergütungsreglements angewendet. Damit ergibt sich für die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz eine Entschädigung von insgesamt 2‘707‘748 Franken für 2018 (Vorjahr: 2‘561‘270 Franken*). Davon fallen 1‘449‘210 Franken für den Zeitraum von 1. Januar bis zur Delegiertenversammlung am 16. Juni an und 1‘258‘538 Franken für den Zeitraum ab dem 17. Juni bis zum 31. Dezember. Zusätzlich beträgt die Gesamtheit der Sozialleistungen zulasten des Arbeitgebers für die Mitglieder des Verwaltungsrats 423‘882 Franken für 2018 (Vorjahr: 328‘286 Franken*). Die Gesamtsumme 2018 ist vor allem bedingt durch regulatorische Vorgaben und strukturelle Veränderungen (ein zusätzlicher Ausschuss im Verwaltungsrat) sowie Neubesetzungen und der hohen Frequenz an Verwaltungsrats- als auch Ausschusssitzungen verbunden mit einem intensiven Gremienaustausch.
* Um die Vergleichbarkeit mit den Zahlen des Vorjahres zu gewährleisten, wurden Darstellung und Berechnung der Zahlen nach Anforderungen 2018 abgebildet.

Die Gesamtsummen verteilen sich gemäss der nachkommenden Tabelle wie folgt:

Name

 

Funktion

Grund- vergütung

Ausschuss- vergütung

Sitzungs- gelder

aufge- rechnete AN-Beiträge SozVers 6

Gesamt Direkt- vergütung brutto*

Pauschal- spesen

Total in CHF

Lachappelle, Guy

Eintritt 10.11.2018

VRP, Mitglied SFA 1 und Mitglied NVA 4

60’548

14’500

4’738

79’786

2’200

81’986

Gantenbein, Pascal

01.01. – 16.06.2018

VRP a.i. sowie Präsident SFA 1 (ab 09.03.2018) und Mitglied NVA 4

160’630

5’507

26’000

12’169

204’305

3’290

207’595

17.06. – 10.11.2018

VRP a.i., Präsident SFA 1

181’644

12’575

54’100

15’727

264’046

8’467

272’513

seit 11.11.2018

Vize-VRP, Präsident SFA 1 und Mitglied RA 3

 

 

 

 

 

 

 

 

480’108

Rüegg-Stürm, Johannes

Rücktritt 08.03.2018, Austritt 16.06.2018

VRP, Präsident SFA 1 und Mitglied NVA 4

209’366

30’100

14’815

254’280

5’650

259’930

De la Serna, Laurence

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

45’754

13’726

20’600

5’315

85’395

1’800

87’195

Fuhrer, Rita

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied NVA 4

45’754

13’726

46’200

5’071

110’751

5’000

115’751

Golob, Andrej

Eintritt 11.11.2018

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

10’685

2’849

11’600

1’739

26’873

1’800

28’673

Jelmini, Angelo

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied NVA 4

45’754

13’726

40’200

6’626

106’306

4’200

110’506

Moeschinger, Philippe

01.01. -16.06.2018

Verwaltungsrat, Präsident NVA 4 und Mitglied SFA 1

45’753

27’452

57’217

8’622

139’044

4’520

143’564

17.06. – 10.11.2018, Austritt 10.11.2018

Verwaltungsrat, Mitglied NVA 4 und Mitglied SFA 1

30’205

16’110

28’683

4’958

79’956

4’280

84’236

 

 

 

 

 

 

 

 

227’800

Müller, Thomas A.

Eintritt 11.11.18

Verwaltungsrat, Mitglied PA 2 und Präsident RA 3

10’685

15’671

12’800

2’575

41’731

1’800

43’531

Lüscher, Daniel

01.01. – 10.11.2018, Austritt 10.11.18

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

80’534

17’205

44’300

9’528

151’567

4’200

155’767

Rauber, Thomas

17.06. – 10.11.2018, Eintritt 17.06.2018

Verwaltungsrat, Mitglied RA 3 und Präsident NVA 3

40’685

43’644

60’800

9’590

154’718

7’200

161’918

seit 11.11.2018

Verwaltungsrat und Präsident NVA 4

Roussy, Olivier

01.01. – 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied PA 2

45’753

13’726

19’527

5’199

84’205

1’813

86’018

17.06. – 10.11.2018

Verwaltungsrat, Mitglied PA 2 und Präsident RA 3

40’685

52’713

39’073

8’717

141’188

4’387

145’575

seit 11.11.2018

Verwaltungsrat, Mitglied SFA 1 und Mitglied PA 2

 

 

 

 

 

 

 

 

231’594

Schneider, Urs

01.01. – 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied PA 2

45’753

13’726

18’027

5’146

82’652

1’613

84’265

17.06. – 10.11.2018, Austritt 10.11.18

Verwaltungsrat, Mitglied PA 2 und Mitglied SFA 1

30’205

24’246

31’473

5’705

91’630

3’387

95’016

 

 

 

 

 

 

 

 

179’282

Schwab, Beat

Eintritt 11.11.18

Verwaltungsrat, Mitglied PA 2 und Mitglied NVA 4

10’685

8’548

12’400

2’114

33’747

1’600

35’347

Taisch, Franco

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 5

45’754

13’726

3’948

63’428

63’428

Valenzano Rossi, Karin

Eintritt 11.11.18

Verwaltungsrat, Mitglied RA 3 und Mitglied NVA 4

10’685

8’548

13’600

2’198

35’031

1’800

36’831

Walker, Rolf

17.06. – 10.11.2018, Eintritt 17.06.18

Verwaltungsrat, Mitglied NVA 4 , Präsident PA 2 und Mitglied RA 3

40’685

68’272

69’500

11’731

190’188

9’800

199’988

seit 11.11.2018

Verwaltungsrat, Präsident PA 2 und Mitglied RA 3

Wohlhauser, Edgar

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Präsident PRA 5

45’754

27’452

36’400

7’110

116’716

2’400

119’116

Zollinger, Werner

Austritt 16.06.2018

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 5

45’754

13’726

22’100

5’416

86’996

2’000

88’996

Total

 

 

1’329’711

426’876

709’200

158’754

2’624’541

83’206

2’707’748

* In diesem Betrag sind die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherungs- und Pensionskassenbeiträge nicht berücksichtigt. Diese betragen 423‘882 Franken. Die obligatorischen Arbeitnehmerbeiträge an Sozialversicherungen sind, soweit erforderlich, in den ausgewiesenen Beträgen in der oben stehenden Tabelle enthalten. Die Sozialleistungen umfassen Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen. Für die Verwaltungsratspräsidenten betrugen die Vorsorgeleistungen 208‘848 Franken (Vorjahr 144‘249 Franken).

1 SFA = Strategie- und Finanzausschuss

2 PA = Prüfausschuss

3 RA = Risikoausschuss

4 NVA = Nominations- und Vergütungsausschuss

5 PRA = Prüf- und Risikoausschuss (per 1. Juli 2018 unterteilt in einen separaten Prüfausschuss und Risikoausschuss)

6 Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherungsleistungen wurden Netto/Brutto aufgerechnet.

Vergütungen an den Verwaltungsrat 2017

Name

 

Funktion

Grund- vergütung

Ausschuss- vergütung

Sitzungs- gelder

Aufge- rechnete AN-Beiträge SozVers 6

Gesamt Direkt- vergütung brutto*

Pauschal- spesen

Total in CHF

Rüegg-Stürm, Johannes

 

VRP, Mitglied NVA 3 und Mitglied SFA 1

450’000

79’500

33’622

563’122

18’800

581’922

Gantenbein, Pascal

Eintritt 17.06.2017

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 2

53’889

16’167

31’500

6’811

108’367

4’200

112’567

Moeschinger, Philippe

 

Vize-VRP und Mitglied NVA 3

100’000

60’000

62’700

14’668

237’368

7’600

244’968

De la Serna, Laurence

Eintritt 17.06.2017

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

53’889

16’167

22’500

6’203

98’759

3’000

101’759

Fuhrer, Rita

 

Verwaltungsrat und Mitglied NVA 3

100’000

30’000

53’700

11’161

194’861

6’600

201’461

Jelmini, Angelo

 

Verwaltungsrat und Mitglied NVA 3

100’000

30’000

50’700

12’070

192’770

6’000

198’770

Lüscher, Daniel

 

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

100’000

30’000

34’200

10’979

175’179

4’200

179’379

Roussy, Olivier

 

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 2

100’000

30’000

35’700

11’080

176’780

4’400

181’180

Schneider, Urs

 

Verwaltungsrat und Mitglied SFA 1

100’000

30’000

34’200

10’979

175’179

4’200

179’379

Wohlhauser, Edgar

 

Verwaltungsrat und Präsident PRA 2

100’000

60’000

45’200

13’530

218’730

6’000

224’730

Zollinger, Werner

 

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 2

100’000

30’000

34’200

10’979

175’179

4’200

179’379

Taisch, Franco

 

Verwaltungsrat und Mitglied PRA 2

100’000

30’000

31’200

10’776

171’976

3’800

175’776

Total

 

 

1’457’778

362’334

515’300

152’858

2’488’270

73’000

2’561’270

* In diesem Betrag sind die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberbeiträge an die Sozialversicherungs- und Pensionskassenbeiträge nicht berücksichtigt. Diese betragen 328‘286 Franken. Die obligatorischen Arbeitnehmerbeiträge an Sozialversicherungen sind, soweit erforderlich, in den ausgewiesenen Beträgen in der obenstehenden Tabelle enthalten. Die Sozialleistungen umfassen Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen. Für den Verwaltungsratspräsidenten betrug die Vorsorgeleistung 144‘249 Franken.

1 SFA = Strategie- und Finanzausschuss

2 PRA = Prüf- und Risikoausschuss

3 NVA = Nominations- und Vergütungsausschuss

4 Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherungsleistungen wurden Netto/Brutto aufgerechnet.

Vergütungen an die Geschäftsleitung 2018

Die an die Mitglieder der Geschäftsleitung (inklusive Leiter Interne Revision) von Raiffeisen Schweiz für das Berichtsjahr geleisteten Gesamtentschädigungen (ohne Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betragen 7‘323‘647 Franken. Davon fällt ein Betrag von 1‘537‘861 Franken auf Rolf Olmesdahl, Mitglied der Geschäftsleitung und Departementsleiter IT & Services von Raiffeisen Schweiz, als den höchsten auf ein Geschäftsleitungsmitglied entfallenden Betrag. Die Gesamtsumme für Rolf Olmesdahl setzt sich zusammen aus dem Grundgehalt, einer variablen Vergütung sowie einer Antrittsentschädigung in Höhe von 448‘178 Franken*. Die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 4‘020‘090 Franken; davon entfallen 649‘496 Franken auf Rolf Olmesdahl. In den festen Entschädigungen sind geschäftsbezogene Verwaltungsratshonorare von Geschäftsleitungsmitgliedern inbegriffen.
*Im Jahr 2015 vertraglich vereinbarte Verpflichtung.

Weitere Entschädigungen 2018

Unter weiteren Entschädigungen versteht Raiffeisen Schweiz garantierte Boni, Antrittsentschädigungen als auch Abgangsentschädigungen. Raiffeisen Schweiz vereinbart solche Entschädigungen nur in engen Grenzen und in begründeten Ausnahmefällen. Dahingehend sind Antrittsentschädigungen als Ausgleichszahlungen im Sinne eines Nachteilsausgleichs zu verstehen. Bei Raiffeisen Schweiz müssen Antritts- als auch Abgangsentschädigung unter Einhaltung klarer und nachvollziehbarer Entscheidungsprozesse genehmigt werden. Im Berichtsjahr wurden garantierte Boni in der Gesamthöhe von 200‘000 Franken an drei Mitarbeitende ausbezahlt. Diese zählen weder zur Geschäftsleitung noch zu den Risikoträgern. Die Gesamtbeträge der weiteren Entschädigungen werden in bar ausbezahlt. Mit Ausnahme der unter «Vergütungen an die Geschäftsleitung 2018» offengelegten Antrittsentschädigung für den Departementsleiter IT & Services wurden im Berichtsjahr weder Antritts- noch Abgangsentschädigungen entrichtet.