Lagebericht

Nachhaltigkeit

Raiffeisen lebt Nachhaltigkeit. Wir wollen Mehrwert durch unsere nachhaltig gelebten genossenschaftlichen Werte generieren. Eine Priorität der neuen Strategie «Raiffeisen 2025» ist es, uns als nachhaltige Genossenschaft zu differenzieren und unsere Nachhaltigkeitsleistung weiter zu stärken.
Heinz Huber
Vorsitzender der Geschäftsleitung, Raiffeisen Schweiz

Strategischer Rahmen Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit war schon immer Teil des Raiffeisen-Selbstverständnisses und ein wesentlicher Aspekt der Marke Raiffeisen. Um die Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit weiter zu stärken, wurde in der im Juni 2020 verabschiedeten Strategie «Raiffeisen 2025» explizit die Differenzierung als nachhaltige Genossenschaft als Ziel definiert. Die Stärkung der Nachhaltigkeitsleistung gilt entsprechend als zentrale strategische Stossrichtung der Raiffeisen Gruppe. Raiffeisen möchte damit auch das entsprechende Marktpotenzial nutzen und Risiken minimieren, die sich aus einem unangemessenen Umgang mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) ergeben könnten.
Für die Umsetzung dieser strategischen Stossrichtung wurde im Berichtsjahr in Konsultation mit internen und externen Stakeholdern ein strategischer Rahmen für Nachhaltigkeit auf Gruppenebene erarbeitet. Dieser wurde von der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz abgenommen und dem Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz vorgelegt. Damit wird das übergeordnete Ziel verfolgt, dass Raiffeisen weiterhin als verantwortungsbewusstes und nachhaltiges, schweizweit führendes Finanzinstitut anerkannt wird. Der strategische Rahmen definiert zehn Leitprinzipien, welche die für Raiffeisen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen widerspiegeln. Diese Themen wurden bereits im Jahr 2018 basierend auf einer Wesentlichkeitsanalyse identifiziert (siehe Grafik unten). Im Weiteren sind die Principles for Responsible Banking der United Nations Environment Programme Finance Initiative (UNEP-FI) sowie Überlegungen zu für Raiffeisen relevanten UNO-Entwicklungszielen in den strategischen Rahmen eingeflossen. Die Nachhaltigkeitsziele der UNO (Sustainable Development Goals, SDG) richten sich primär an Staaten, fordern aber gleichzeitig alle Akteure weltweit auf, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Raiffeisen ist eine der grössten Immobilienfinanzierin in der Schweiz. Der von Raiffeisen finanzierte Gebäudepark verursacht rund einen Viertel der diesbezüglichen Schweizer CO2-Emissionen. Eine erste Analyse hat deshalb ergeben, dass bei Raiffeisen insbesondere Berührungspunkte zu den SDG 7 (saubere und bezahlbare Energie) und SDG 13 (Massnahmen zum Klimaschutz) bestehen. Eine weitere Vertiefung dieser Zusammenhänge ist geplant. Eine im Berichtsjahr extern durchgeführte Analyse des Raiffeisen Firmenkundenkreditportfolios hat diese Berührungspunkte ebenfalls identifiziert. Klimaschutz ist für Raiffeisen deshalb ein besonders wichtiges Thema.
Mit dem strategischen Rahmen, den Leitprinzipien und den dazugehörigen strategischen Zielen schafft Raiffeisen die nötigen Grundvoraussetzungen für die Stärkung ihrer Nachhaltigkeitsleistung und die Erzeugung positiver Wirkungen in für Raiffeisen relevanten Themen. Der strategische Rahmen soll jährlich mit internen und externen Stakeholdern diskutiert und bei Bedarf angepasst werden.

10 strategische Leitprinzipien für Nachhaltigkeit

Strategische Ziele setzen

Raiffeisen identifiziert die Themen, welche für ihren langfristigen Erfolg und die Stärkung positiver und die Reduktion negativer Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung wesentlich sind, setzt sich bei diesen Themen klare Ziele und definiert Massnahmen.

Governance stärken

Führungsstrukturen und Prozesse sollen die Umsetzung von unternehmerischer Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Raiffeisen Gruppe sicherstellen.

Externe Stakeholder einbeziehen

Raiffeisen tauscht sich systematisch mit Anspruchsgruppen aus, zieht diese bei der Identifikation relevanter Themen bei und engagiert sich mit ihnen für eine nachhaltige Schweiz.

Transparenz gewährleisten

Raiffeisen legt offen, wie unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit umgesetzt werden auf Ebene Unternehmen und Produkte.

Rechtsrahmen achten

Raiffeisen achtet das anwendbare Recht und die Schweizer Wertehaltung einschliesslich der Menschenrechte.

Langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein

Raiffeisen schafft als unabhängige und verlässliche Partnerin für ihre Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden, Investoren und sonstigen Partnern langfristig Mehrwert.

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen schaffen

Raiffeisen-Produkte und -Dienstleistungen sollen mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar sein.

Offenen und fairen Umgang mit Kundinnen und Kunden pflegen

Raiffeisen-Produkte sind einfach und verständlich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair. Preise werden transparent kommuniziert. Kundinnen und Kunden sollen gut informierte Entscheide treffen können. Kundendaten werden bestmöglich geschützt.

Klimawandel eindämmen

Die Energiewende, eine klimaneutrale Schweiz und die Ziele des Pariser Klimaabkommens werden von Raiffeisen unterstützt.

Kompetenzen und Vielfalt bei Mitarbeitenden fördern

Raiffeisen schafft umfassende und kontinuierliche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Vielfalt in der Gesellschaft wird bei Raiffeisen auch im Unternehmen abgebildet. Diskriminierungen jeglicher Art werden nicht toleriert.

Wesentlichkeitsanalyse

Die Wesentlichkeitsanalyse geht aus einer Befragung interner und externer Stakeholder sowie externer Nachhaltigkeitsexperten hervor, die erstmals 2018 durchgeführt wurde. Die Auswahl der Stakeholder und Experten wurde mit einem Beratungsunternehmen validiert. Seither wird die Wesentlichkeitsanalyse jährlich im Rahmen eines Austauschs mit Stakeholdern überprüft, so auch 2020. Die untenstehende Grafik legt die Resultate der Analyse in Form einer Matrix dar. Die Achse zur Stakeholderbefragung zeigt, wie stark ein Thema die internen und externen Stakeholder in ihrer Meinung über Raiffeisen beeinflusst. Die Achse zu den Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung legt dar, wie bedeutend die befragten Experten beim jeweiligen Thema die tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen von Raiffeisen auf eine nachhaltige Entwicklung einschätzen.
Folgende Themen sind basierend auf der Analyse besonders wesentlich für Raiffeisen (in Klammern aufgeführt sind die Leitprinzipien des strategischen Rahmens, welche diese Themen aufnehmen):
  • Aktive Eigentümerschaft (Leitprinzip: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen schaffen)
  • Aus- und Weiterbildung (Leitprinzip: Kompetenzen und Vielfalt bei Mitarbeitenden fördern)
  • CO2-Emissionen (Leitprinzip: Klimawandel eindämmen)
  • Korruptionsbekämpfung (Leitprinzip: Rechtsrahmen achten)
  • Marketing und Kennzeichnung (Leitprinzip: Offener und fairer Umgang mit Kundinnen und Kunden)
  • Produktportfolio (Leitprinzip: Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen schaffen)
  • Schutz der Kundendaten (Leitprinzip: Offener und fairer Umgang mit Kundinnen und Kunden)
  • Sozioökonomische Compliance (das heisst die Achtung von Finanzregulierung und Regulierung in den Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft) (Leitprinzip: Rechtsrahmen achten)
  • Vielfalt und Chancengleichheit (Leitprinzip: Kompetenzen und Vielfalt bei Mitarbeitenden fördern)
  • Wirtschaftliche Leistung (Leitprinzip: Langfristig wirtschaftlich erfolgreich)

Berichterstattung zu den Nachhaltigkeitsleitprinzipien

Im Folgenden wird offengelegt, inwieweit Raiffeisen den strategischen Rahmen im Berichtsjahr eingeführt hat, welche Ziele Raiffeisen in diesem Zusammenhang verfolgt, welche Massnahmen umgesetzt werden und wer dafür zuständig ist. Anhand verschiedener, tabellarisch dargestellter Kennzahlen kann einfach beurteilt werden, welche Wirkung Raiffeisen in aus Nachhaltigkeitsperspektive relevanten Themen erzeugt.

Nachhaltigkeitsziele

Um die Nachhaltigkeitsleistung zu stärken, wurden erste strategische Ziele und Leistungsindikatoren festgelegt. Diese basieren auf der «Strategie 2025», dem strategischen Rahmen Nachhaltigkeit und seinen Leitprinzipien. Die gegenwärtigen strategischen Nachhaltigkeitsziele sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
LeitprinzipStrategische Ziele
Strategische Ziele setzenDie aus Nachhaltigkeitsoptik wesentlichen Themen, Ziele und Massnahmen werden jährlich unter Einbezug der Stakeholder überprüft.
Governance stärkenNachhaltigkeitsmanagement nach ISO 26000 ist auf Ebene Gruppe bis 2021 etabliert.
Externe Stakeholder einbeziehenRaiffeisen engagiert sich in den für sie relevanten Nachhaltigkeitsinitiativen und -organisationen.
Transparenz gewährleistenJährliche Nachhaltigkeitsoffenlegung im Einklang mit anerkannten Standards. Ab 2020 Global Reporting Initiative (GRI) Standard «comprehensive», Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD), United Nations Environment Program Principles for Responsible Banking (UNEP-FI).
Rechtsrahmen achtenKeine Verstösse gegen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln im Zusammenhang mit Produkt- und Dienstleistungsinformationen, Geldwäscherei, Korruption, Steuervergehen, Liquiditätsvorschriften, Kundendatenschutz, Diskriminierung.
Langfristig wirtschaftlich erfolgreich seinDas Raiffeisen-Genossenschaftskapital wird fair verzinst.
Raiffeisen erreicht ein sehr gutes Kreditrating.
Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen schaffenSystematische ESG-Prüfung aller Raiffeisen-Produkte und -Dienstleistungen und Offenlegung der relevanten ESG-Informationen ab 2022.
Kontinuierliche Stärkung der Palette an ausgewiesen nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen.
Offenen und fairen Umgang mit Kundinnen und Kunden pflegenJährliche Kundenbefragung ergibt hohe Zufriedenheit bezüglich Fairness und Transparenz.
Klimawandel eindämmenRaiffeisen setzt sich bis 2021 wissenschaftsbasierte Klimaziele.
Raiffeisen erreicht bis spätestens 2050 «Netto-Null»-CO2-Emissionen; im Betrieb wird «Netto-Null» bis 2030 erreicht.
Kompetenzen und Vielfalt der Mitarbeitenden fördernEinschätzung des persönlichen Entwicklungsbedarfs bei allen Raiffeisen-Mitarbeitenden und auf Stufe Unternehmen.
Raiffeisen misst und stärkt die Diversität ihrer Mitarbeitenden auf allen Kaderstufen.

Nachhaltigkeitsgovernance

Für ein effektives Management von Nachhaltigkeit sind adäquate organisatorische Strukturen, Prozesse und Zuständigkeiten wichtig. Die Zuständigkeiten für Nachhaltigkeit sind in der Raiffeisen Gruppe verteilt.
Raiffeisen Schweiz ist auf Gruppenebene zuständig für die strategische Ausrichtung im Bereich Nachhaltigkeit, die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfaktoren im Risikomanagement, die Weiterentwicklung der Palette nachhaltiger Finanzprodukte, die Vertretung von Nachhaltigkeitsthemen gegenüber externen Stakeholdern und der Öffentlichkeit sowie für die Beratung und Unterstützung der Raiffeisenbanken in Nachhaltigkeitsthemen.
Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz und alle Ausschüsse des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz können sich mit Nachhaltigkeitsthemen der Gruppe befassen. Die Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz setzt die Vorgaben des Verwaltungsrats im Rahmen ihrer Geschäftsführung um, wobei verschiedene Departemente an der Umsetzung beteiligt sind. Die Abteilung Corporate Responsibility & Nachhaltigkeit ist beim Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz angesiedelt und wurde Ende 2020 personell ausgebaut. Sie ist insbesondere für strategische Fragen sowie das Nachhaltigkeitsmanagement auf Gruppenebene zuständig und verantwortet die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie agiert als interne und externe Anlaufstelle und setzt über strategische Projekte Impulse zur Stärkung der Nachhaltigkeitsleistung. Corporate Responsibility & Nachhaltigkeit rapportiert mindestens zweimal jährlich an die Geschäftsleitung und erstattet Bericht an den Strategieausschuss des Verwaltungsrats und den Verwaltungsrat. Die 225 Raiffeisenbanken setzen Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene um. 2021 will Raiffeisen die Governance des Nachhaltigkeitsmanagements auf Ebene Gruppe basierend auf dem nicht zertifizierbaren ISO-26000-Standard überprüfen und gegebenenfalls weiter stärken.

Zusammenarbeit mit Stakeholdern

Raiffeisen misst dem regelmässigen und offenen Austausch mit ihren Stakeholdern grosse Bedeutung zu. Raiffeisenbanken sind dank ihrer genossenschaftlichen Struktur sehr nahe am Kunden und eng verbunden mit lokalen Akteuren. Auf Ebene Raiffeisen Schweiz werden die für die Stärkung der Nachhaltigkeitsleistung relevantesten Stakeholder jährlich mindestens einmal zu einem Austausch eingeladen.

Nationale und internationale Organisationen und Initiativen

Raiffeisen Schweiz hat den Austausch mit verschiedenen Stakeholdern unter anderem über Mitgliedschaften bei nationalen und internationalen Organisationen und Initiativen institutionalisiert. Raiffeisen Schweiz ist Mitglied von Swiss Sustainable Finance, des Verbands für nachhaltiges Wirtschaften (öbu), der Klimastiftung Schweiz, des Green and Sustainable Finance Komitees der European Association of Co-operative Banks und der Swiss Better Gold Association. Um die Nachhaltigkeitsleistung weiter stärken und die strategischen Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können, hat die Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz im Jahr 2020 den Beitritt zur UNEP-FI und zu dessen Principles on Responsible Banking beschlossen. Zudem berücksichtigt Raiffeisen Empfehlungen der Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TCFD) und schliesst sich 2021 der Partnership on Carbon Accounting Financials (PCAF) an.

Lokales Engagement

Die lokale Verankerung und damit der Austausch mit und die Unterstützung von lokalen Stakeholdern in Wirtschaft, Kultur und Sport sind ein Grundgedanke der Raiffeisen Gruppe und prägen das dezentrale Geschäftsmodell der Raiffeisen Gruppe. Gemeinsames Engagement unterstützt das Ziel einer nachhaltigen Schweiz und hat positive Auswirkungen auf den Alltag von Kunden und externen Stakeholdern. Dieser Ansatz kommt insbesondere beim Sponsoring-Engagement und bei der Vergabe von Spenden zum Tragen und stärkt die Marke Raiffeisen in der ganzen Schweiz. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Förderung von rund 20’000 Nachwuchssportlern im Skisport. Zudem ist Raiffeisen beim Schweizer Museumspass mit über 500 Partnermuseen stark engagiert. Das Sponsoring-Engagement der Raiffeisen Gruppe beträgt rund 30 Millionen Franken pro Jahr. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Beiträge und Spenden machen zusätzlich rund 6,5 Millionen Franken aus. Mit der Projekt- und Spendenfinanzierungsplattform lokalhelden.ch stellt Raiffeisen zudem seit 2017 eine kostenlose Plattform für die Finanzierung von lokalen Projekten zur Verfügung, über welche bis Ende 2020 bereits mehr als 20 Millionen Franken an Spendengeldern für über 1’100 Projekte gesammelt werden konnten. Raiffeisen möchte auch das eigenverantwortliche Engagement ihrer Mitarbeitenden für Kultur, Sport und Gesellschaft ermöglichen. Raiffeisen stellt deshalb ihren Mitarbeitenden explizit Zeit für die Wahrnehmung von öffentlichen Aufgaben auch während der Arbeitszeit zur Verfügung.

Transparente Parteienfinanzierung

Wie bereits in den Vorjahren hat Raiffeisen auch im Berichtsjahr mit ihrer Parteienfinanzierung einen Beitrag zum Funktionieren des politischen Systems der Schweiz geleistet. Das Unterstützungsmodell ist transparent: Jährlich zahlt Raiffeisen insgesamt 246’000 Franken an alle in der Schweizerischen Bundesversammlung vertretenen Parteien. Das Geld wird je hälftig auf National- und Ständerat und nachfolgend gemäss Sitzzahl auf die Parteien aufgeteilt. Damit wird der Gleichwertigkeit der beiden Kammern sowie der föderal-dezentralen politischen Staatsordnung der Schweiz Rechnung getragen. Die Parteien haben keine Rechenschaftspflicht über die Verwendung des Geldes. Die Zahlung ist nicht an politisches Wohlwollen oder Abstimmungsverhalten geknüpft.

Transparente Berichterstattung

Transparenz ist für die genossenschaftlich organisierte Raiffeisen Gruppe zentral. Bei der Offenlegung der Nachhaltigkeitsleistung will Raiffeisen hohe Standards erfüllen. Neben den Standards der Global Reporting Initiative «comprehensive», welche Raiffeisen seit 2018 beachtet, orientiert sich Raiffeisen ab 2020 auch an den UNEP-FI Principles for Responsible Banking und den TCFD-Empfehlungen. Der GRI-Inhaltsindex mit punktuell ergänzenden Informationen sowie die Offenlegung nach TCFD und eine Auslegung zu den Principles for Responsible Banking sind unter report.raiffeisen.ch/downloads ersichtlich. Zudem bekennt sich Raiffeisen zum AA-plus-Qualitätslabel für E-Banking der Stiftung «Zugang für alle» sowie zum Europäischen Transparenzkodex für Nachhaltigkeitsfonds als spezifische Standards und Transparenzrichtlinien im Bereich Nachhaltigkeit.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Raiffeisen wurde 2019 im Rahmen eines Vergleichs eines spezialisierten Unternehmens von über 120 Schweizer Unternehmen bewertet. Raiffeisen hat im vordersten Fünftel abgeschnitten und lag unter den teilnehmenden Finanzinstituten an der Spitze. Raiffeisen wird auch künftig transparent über ihre Nachhaltigkeitsleistung informieren.

Rechtsrahmen achten

Raiffeisen ist ein auf den Schweizer Markt ausgerichtetes Genossenschaftsunternehmen und achtet die Schweizer Rechtsordnung und die Menschenrechte, grundlegende Umweltstandards und marktwirtschaftliche Prinzipien.

Compliance

Das Bankengeschäft in der Schweiz ist stark reguliert. Die Raiffeisen Gruppe orientiert sich bei der Umsetzung von regulatorischen Vorgaben an den Gesetzen, Standards und Prozessen des Finanzplatzes. Alle Mitarbeitenden sorgen im Rahmen der für sie geltenden Richtlinien und Prozesse in Eigenverantwortung dafür, dass sie in ihrem Arbeitsgebiet die Compliance gewährleisten und Compliancerisiken vermeiden. Sie informieren den zuständigen Bereich Legal & Compliance von Raiffeisen Schweiz oder den in ihrer Raiffeisenbank beziehungsweise in ihrem Fachbereich zuständigen Compliancebeauftragten über allfällige Missstände. Risiken werden identifiziert, bewertet und dokumentiert und notwendige Steuerungsmechanismen definiert. Der Bereich Legal & Compliance von Raiffeisen Schweiz überwacht die Entwicklung der rechtlichen Risiken gruppenweit und rapportiert die wesentlichen Rechtsrisiken halbjährlich der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz und dem Risikoausschuss sowie jährlich dem gesamten Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz. Für nähere Informationen zum Umgang mit Rechts- und Compliancerisiken siehe auch das Kapitel «Risikobericht».

Korruptionsbekämpfung

Eine besonders hohe Bedeutung misst der Regulator der Bekämpfung von Korruption, Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung bei. Korruption gefährdet den Rechtsstaat und begünstigt Ineffizienz und Wettbewerbsverzerrung. Die Raiffeisen Gruppe will Korruptionsfällen mit präventiven Massnahmen vorbeugen. Die Verantwortlichkeiten für Korruptionsprävention sind über alle Instanzen definiert, in internen Richtlinien verankert und werden von den einzelnen Raiffeisenbanken in ihrem Geschäftskreis wahrgenommen. Es gelten strenge interne Richtlinien für Geschäftsbeziehungen mit politisch exponierten Personen, zur Bekämppfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie zur Einhaltung geltender Gesetze im Bereich der Wirtschafts- und Handelssanktionen. Für die Umsetzung der Geldwäschereiprävention verantwortlich sind neben Raiffeisen Schweiz auch die Raiffeisenbanken. Jede Raiffeisenbank hat einen Compliance- sowie einen Geldwäschereibeauftragten. Diese werden jährlich durch Raiffeisen Schweiz geschult und in ihrer Arbeit fachlich unterstützt. Bei Verdacht auf Geldwäscherei und/oder Terrorismusfinanzierung erstatten die Raiffeisenbanken in Abstimmung mit Raiffeisen Schweiz Verdachtsmeldungen an die Meldestelle für Geldwäscherei. Raiffeisen Schweiz koordiniert die weiteren Massnahmen und unterstützt die Raiffeisenbanken in der Umsetzung der erforderlichen Massnahmen. Alle Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz, der Tochtergesellschaften und der Raiffeisen Pensionskasse sowie alle Mitglieder von Kontrollorganen erhalten interne Richtlinien zu Interessenkonflikten und zu aktiver und passiver Bestechung als Teil des Personalreglements. Neue Mitarbeitende werden entsprechend geschult. Die Raiffeisenbanken übernehmen entweder den Ansatz von Raiffeisen Schweiz oder erarbeiten selbst einen gleichwertigen alternativen Ansatz. Geschäftspartner, von denen Raiffeisen Güter und Dienstleistungen bezieht, werden zudem über Strategien und Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung informiert. Die Vorsitzenden der Bankleitung der Raiffeisenbanken erstellen periodisch und gemäss den Vorgaben von Raiffeisen Schweiz Analysen der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsrisiken und stellen diese Raiffeisen Schweiz zu. Der Bereich Legal & Compliance von Raiffeisen Schweiz überwacht die Entwicklung gruppenweit und rapportiert die wesentlichen Risiken vierteljährlich dem Risikoausschuss und dem Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz.

Beschaffung

Im Berichtsjahr stand das Thema Lieferkette wegen der Diskussion um die Konzernverantwortungsinitiative sowie der Covid-19-Pandemie stark im Fokus. Die Lieferkette von Raiffeisen konzentriert sich, wo möglich, vorwiegend auf die Schweiz – sowohl hinsichtlich Finanzprodukten von Dritten wie auch hinsichtlich der Beschaffungen für den Bankbetrieb. Deshalb war Raiffeisen vergleichsweise gering betroffen.
Raiffeisen vertreibt neben eigenen Finanzprodukten auch solche von Drittanbietern. Diese umfassen Anlagefonds, strukturierte Produkte, Direktanlagen, Konsumkredite, Kreditkarten oder Versicherungen mit Anlagecharakter. Ein weiteres Beispiel ist der physische Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber. Im Weiteren arbeitet Raiffeisen bei der Erstellung von eigenen Produkten auch mit externen Partnern zusammen. So werden zum Beispiel alle Raiffeisen Anlagefonds von unserem Partner Vontobel Asset Management verwaltet.
Die wichtigsten Beschaffungsposten für den Betrieb des Bankstellennetzes sind Immobilien, IT-Hard- und -Software, Dienstleistungen, Mobiliar und der Fuhrpark. Nachhaltigkeit in der Lieferkette und beim Outsourcing an Partnerorganisationen wird durch spezifische, laufend aktualisierte Grundsätze und Kriterien sichergestellt. Lieferanten und Partnerorganisationen müssen neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Kriterien erfüllen.
Raiffeisen überprüft die Einhaltung des rechtlichen Rahmens mittels ausgewählter Kennzahlen. Die entsprechenden Ergebnisse für das Berichtsjahr wertet Raiffeisen als positiv und sieht deshalb keinen akuten Handlungsbedarf.

Social Compliance und Korruptionsbekämpfung

GRI-Indikator2020
Social Compliance
Erhebliche Bussgelder und nichtmonetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen BereichGRI 419-10
Korruptionsbekämpfung
Gesamtzahl und Prozentsatz der Raiffeisenbanken und Niederlassungen, die Mechanismen zur Erkennung von Korruption implementiert habenGRI 205-1100%
Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurdenGRI 205-10
Gesamtzahl und Art der bestätigten KorruptionsvorfälleGRI 205-30

Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg

Als drittgrösste Bankengruppe der Schweiz beschäftigt die Raiffeisen Gruppe über 11’000 Mitarbeitende, zahlt Gehälter, Pensionskassenbeiträge sowie Steuern und unterstützt gemeinnützige Organisationen und Initiativen. Auch über ihre Finanzprodukte und -dienstleistungen und über die Beschaffung trägt die Gruppe lokal, regional und national zur Wertschöpfung bei. Davon profitieren Genossenschafterinnen und Genossenschafter, Kundinnen und Kunden und die Gesellschaft. Genossenschafterinnen und Genossenschafter erhalten bei gewissen Bankgeschäften besonders vorteilhaften Konditionen und von sonstigen Mitgliedervorteilen. Raiffeisen-Mitarbeitende werden fair und marktgerecht entlohnt. Die Pensionskasse will einen 100-prozentigen Deckungsgrad nicht unterschreiten und legt die technischen Grundlagen so fest, dass auch für künftige Generationen angemessene und sichere Renten garantiert werden können. Die Raiffeisen Gruppe zahlt in der ganzen Schweiz Steuern auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene. Raiffeisen erhält keine öffentlichen Mittel und profitiert nicht von Staatsgarantien. Raiffeisen will durch ihre Ausrichtung auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg für ihre Stakeholder eine verlässliche, langfristige Partnerin sein. Die mit der wirtschaftlichen Leistung von Raiffeisen zusammenhängenden Themen sind sehr vielfältig und werden in der Raiffeisen Gruppe entsprechend von verschiedenen Stellen betreut.
Für die genossenschaftliche Raiffeisen Gruppe gilt der Grundsatz, dass Gewinn und Wachstum nicht um jeden Preis maximiert werden, sondern ein langfristiger und nachhaltiger Erfolg angestrebt wird. Die dezentrale Erbringung der wirtschaftlichen Leistung durch die Raiffeisenbanken und Raiffeisen Schweiz sowie die Ausrichtung am langfristigen, nachhaltigen Erfolg sind direkt verbunden mit dem auf der Autonomie der Raiffeisenbanken basierenden Modell der Raiffeisen Gruppe. Wie die Wertschöpfungsrechnung zeigt, ist die wirtschaftliche Leistung der Raiffeisen Gruppe im Berichtsjahr positiv zu werten.

Wertschöpfungsrechnung

Mio. CHFProzent
2019202020192020
Entstehung der Wertschöpfung
Unternehmensleistung (= Geschäftsertrag)3'0523'058100,0100,0
Sachaufwand-538-48017,615,7
Ausserordentlicher Ertrag1060,30,2
Ausserordentlicher Aufwand-3-2-0,1-0,1
Bruttowertschöpfung2'5212'58282,684,4
Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten-227-2747,49,0
Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste-24-20,80,1
Nettowertschöpfung2'2702'30674,475,4
Verteilung der Wertschöpfung
Mitarbeitende (Personalaufwand)1'3321'33758,758,0
Genossenschafter (Anteilscheinverzinsung: Vorschlag an GV)63652,82,8
Öffentliche Hand 1131205,05,2
davon Kapital- und Ertragssteuern1531306,75,6
davon Bildung/Auflösung Rückstellung für latente Steuern-40-10-1,8-0,4
Stärkung der Reserven (Selbstfinanzierung)76278433,634,0
Verteilte Nettowertschöpfung2'2702'306100,0100,0
Kennzahlen zur Wertschöpfungsrechnung
Einheit20192020
Bruttowertschöpfung pro Vollzeitstelle11'000 CHF272275
Nettowertschöpfung pro Vollzeitstelle11'000 CHF245246
Vollzeitstellen (Durchschnitt)Anzahl9'2559'393
1 Auf dem durchschnittlichen Personalbestand berechnet

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen schaffen

Ökologische und gesellschaftliche Faktoren beeinflussen Risiken und bedeuten gleichzeitig Chancen. Die Raiffeisen Gruppe will diese Faktoren bei der Ausgestaltung ihrer Finanzprodukte und -dienstleistungen berücksichtigen und gleichzeitig dem steigenden Kundenbedürfnis nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen Rechnung tragen.

Kundensensibilisierung im Hypothekargeschäft

Raiffeisen sieht ihre Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit im Hypothekargeschäft vor allem in der Sensibilisierung ihrer Kundinnen und Kunden für das Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion der CO2-Emissionen sowie beim Aufzeigen von entsprechenden Finanzierungslösungen. Raiffeisen war die erste Bank, welche die energetische Immobilienbewertung systematisch in die Hypothekarberatung integriert hat. Kundinnen und Kunden können sich basierend darauf einen Überblick über den energetischen Zustand ihrer Immobilien verschaffen, einen allfälligen Investitionsstau bestimmen und Sanierungsszenarien simulieren. 2020 hat Raiffeisen zudem das Programm «erneuerbar heizen» von Energie Schweiz unterstützt. Dieses verfolgt das Ziel, private Eigenheimbesitzer bei der Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme mit neutralen und professionellen Beratungen zu unterstützen. Raiffeisen ist dabei strategische Partnerin und bringt relevantes Finanzwissen ein. Darüber hinaus offerierten Raiffeisenbanken und Niederlassungen ihren Kundinnen und Kunden kostengünstig die Erstellung von Wärmebildern und einer entsprechenden Auswertung, welche das Energieeinsparungspotenzial aufzeigen. Weiter unterstützt Raiffeisen Kundinnen und Kunden bei der Erstellung eines Gebäudeausweises der Kantone (GEAK® Plus) mit einem finanziellen Beitrag von 200 Franken.

Sensibilisierungsinstrumente und -initiativen

Anzahl201820192020
Energetisches Sanieren & Klimaverträglichkeit
GEAK® Plus, die im Berichtsjahr vergünstigt wurden-146463
Wärmebilder im Rahmen von im Berichtsjahr abgeschlossenen Kampagnen8'50011'3007'800
e-Valo-Beratungen hinsichtlich Energieeffizienz von Immobilien11'2591'7951'123
1 2020 keine Schulungen und keine expliziten Marketingmassnahmen durchgeführt wegen Pandemie; gleichzeitig neues Programm erneuerbarheizen.ch eingeführt

Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Firmenkunden

Auch im Firmenkundengeschäft sensibilisiert Raiffeisen für das Thema Nachhaltigkeit. Seit drei Jahren vergibt Raiffeisen regionale Unternehmerpreise, für die sich bis anhin über 160 KMU bewarben. Aus den ausgewählten Finalisten wird pro Preisverleihung jeweils ein Sieger durch die Fachjury bestimmt. Prämiert werden Unternehmen, die mit ihrem umsichtigen und verantwortungsbewussten Geschäftsmodell überzeugen. Aufgrund der Pandemie wurden die geplanten Preisverleihungen im Jahr 2020 auf das nächste Jahr verschoben. KMU, die Mitglieder von Raiffeisen sind, erhalten im Weiteren eine kostenlose Erstanalyse zu möglichen wirtschaftlichen Energieeinsparpotenzialen von einem Berater der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW).
99,5 Prozent der Firmenkunden von Raiffeisen sind in der Schweiz domiziliert. Die 209’000 Firmenkunden – vorwiegend KMU – sind dementsprechend in ökologischen, sozialen und Governance-Fragen verhältnismässig effektiv und effizient reguliert. Damit ist Raiffeisen in eher geringem Mass dem Risiko ausgesetzt, dass Firmenkunden mit ihrer Geschäftstätigkeit schwerwiegende negative Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft verursachen.

Nachhaltiges Anlage- und Vorsorgeproduktportfolio

Raiffeisen bietet Kundinnen und Kunden seit der Lancierung der ersten Raiffeisen Futura Fonds 2001 und dem anschliessenden weiteren Ausbau der Fondspalette die Möglichkeit, Anlage- und Vorsorgegelder konsequent nachhaltig zu investieren. Seit 2013 werden sämtliche Vorsorge- und Anlagekundinnen und -kunden im Rahmen ihrer Depoteröffnung und bei der periodischen Überprüfung ihrer Situation zu ihrer Nachhaltigkeitsaffinität befragt und auf Wunsch entsprechend beraten.
Beim Management nachhaltiger Vorsorge- und Anlageprodukte sowie bei den nachhaltigen Vermögensverwaltungsmandaten (jeweils firmiert unter der Marke Futura) arbeitet Raiffeisen grösstenteils mit spezialisierten, unabhängigen Partnerunternehmen zusammen. Inrate ist als Nachhaltigkeitsratingagentur für die entsprechende Bewertung von Wertschriftenemittenten und Immobilien zuständig. Vontobel Asset Management verwaltet die Raiffeisen Futura-Anlagefonds mit Ausnahme des Raiffeisen Futura Immo Fonds, welcher durch VERIT Investment Management betreut wird. Die Futura-Vermögensverwaltungsmandate werden durch ein internes Team von Portfoliomanagern der Raiffeisen Schweiz gemanagt.
Der Futura-Nachhaltigkeitsansatz von Raiffeisen zeichnet sich dadurch aus, dass Vermögenswerte auf ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen geprüft werden. Entsprechend wird das Anlageuniversum basierend auf einem konsequenten Auswahlverfahren mit «Best in Service»-Ansatz nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien bestimmt. Beim Futura Immo Fonds werden Immobilien nach definierten Nachhaltigkeitskriterien einschliesslich ihrer Standortqualität, Wohnqualität und Ressourceneffizienz geprüft. Bereits heute sind 72 Prozent des Fonds-Volumens in nachhaltigen Futura-Fonds angelegt.
Des Weiteren wurde im Herbst 2020 bei sämtlichen Raiffeisen Anlagefonds mit einem Aktienanteil die vollumfängliche und aktive Ausübung der Stimmrechte eingeführt. Für Schweizer Aktien richten wir uns nach den Empfehlungen durch Ethos, die Schweizerische Stiftung für nachhaltige Entwicklung, für alle anderen Aktien orientieren wir uns an denjenigen von Institutional Shareholder Services (ISS).
Für Investoren hat Raiffeisen Schweiz im April 2019 den ersten Sustainability Bond im Schweizer Kapitalmarkt platziert. Investoren können damit in energieeffizienten, emissionsarmen und gemeinnützigen Wohnbau investieren.
Der stetige Zufluss von Kundengeldern in nachhaltige Anlageprodukte und das Interesse an einer nachhaltigen Gestaltung von Finanzflüssen widerspiegeln sich auch in den Kennzahlen für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Sie bestätigen Raiffeisen in ihrer Strategie, ihre Palette an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen auszubauen. Parallel dazu wird das Ziel verfolgt, bei Produkten und Dienstleistungen relevante Nachhaltigkeitsinformationen konsequent offenzulegen. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen externen Partnern bei der Prüfung von Vermögenswerten und der Stimmrechtsausübung im Anlage- und Vorsorgebereich wertet Raiffeisen als positiv und will daran festhalten.

Produkte mit spezifischen sozialen und ökologischen Nutzen

GRI FS 7, FS 8, FS 11Einheit31.12.201831.12.201931.12.2020
Anlageprodukte
Nachhaltigkeitsfonds (Futura-Fonds)Mio. CHF6'565,67'753,58'725,7
Anteil am Volumen aller Raiffeisen FondsProzent62,867,771,6
Anteil am DepotvolumenProzent16,520,521,9
Entwicklungsfonds1Mio. CHF272,2252,3194,5
Anteil am DepotvolumenProzent0,90,70,7
Strukturierte Produkte mit NachhaltigkeitsfokusMio. CHF9,912,315,4
Raiffeisen Vermögensverwaltung
Volumen nachhaltiger Futura-Vermögensverwaltungsmandate Mio. CHF38,0253,2535,5
Anteile an allen VermögensverwaltungsmandatenProzent13,519,222,3
Leasinggeschäft
Vergünstigtes Leasing bei Ersatzinvestitionen für LKW der Euro-6-Abgasnorm Mio. CHF14,910,75,8
Anteil am Gesamtleasingvolumen für LKWProzent23,08,67,5
Raiffeisen Anleihen
Raiffeisen Sustainability Bond2Mio. CHF-100,0100,0
1 Anlagefonds der responsAbility Investments AG werden hier aufgeführt, weil Raiffeisen Schweiz an responsAbility beteiligt ist. Bei den aufgeführten Werten handelt es sich um das Volumen, das sich in den Raiffeisen-Kundendepots befindet. Diese Bezugsgrösse bildet die Leistung und Verantwortung von Raiffeisen im Vertrieb von responsAbility-Fonds ab.
2 Per 31.12.2020 ausstehend
Die Raiffeisen Pensionskasse ist eine unabhängige, selbstständige Rechtseinheit, welche die Vorsorgegelder der über 10’000 Versicherten treuhänderisch nach dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge und unter Berücksichtigung von nachhaltigen Aspekten verwaltet.

Raiffeisen Pensionskassenvermögen

GRI FS 7, FS 8, FS 11Einheit31.12.201831.12.201931.12.2020
Raiffeisen Pensionskassenvermögen1Mio. CHF3'222,53'704,63'928,8
Wert des auf ökologische, gesellschaftliche und Governance-Faktoren überprüften PensionskassenvermögensMio. CHF2'587,72'985,93'202,0
Anteil überprüftes Raiffeisen Pensionskassenvermögen am PensionskassengesamtvermögenProzent80,380,681,5
1 Bei den von der Raiffeisen Pensionskasse direkt gehaltenen Immobilien Schweiz werden gemäss Anlagevorgaben ökologische/nachhaltige Aspekte berücksichtigt. Dementsprechend sind diese Investitionen im Umfang von rund 0,8 Milliarden Franken (21 Prozent) per 31. Dezember 2020 hier enthalten.

Offener und fairer Umgang mit Kundinnen und Kunden

Raiffeisen pflegt einen offenen und fairen Umgang mit ihren Kundinnen und Kunden. Dazu gehört, dass Raiffeisen-Produkte einfach und verständlich sind, das Preis-Leistungs-Verhältnis fair ist und die Preise transparent kommuniziert werden. Nur so können Kundinnen und Kunden gut informierte Entscheide treffen.

Kundenstruktur nach Domizil, Segment, Sektor

31.12.2020Anzahl in 1'000Anteil in %
Kundinnen und Kunden3'553100,0
Privat- und Anlagekunden3'34494,1
Domizil
Schweiz3'26097,5
Nachbarländer Schweiz672,0
Übrige170,5
Segment
Privatkunden3'00689,9
Anlagekunden33810,1
Firmenkunden2095,9
Domizil
Schweiz198,595,0
Nachbarländer Schweiz9,54,5
Übrige1,00,5
Segment
Selbständig Erwerbende65,531,4
KMU112,153,6
Mittelgrosse und grosse Unternehmen2,81,4
Immobiliengesellschaften19,79,5
Öffentlich-rechtliche Körperschaften8,94,1

Transparenz und Fairness

Das Finanzwesen ist von hoher Komplexität geprägt. Entsprechend ist das Produktmarketing bei Finanzdienstleistern in der Schweiz stark reguliert. Diese Vorgaben werden von Raiffeisen umgesetzt und fördern Fairness und Transparenz. Zusätzlich kommen bei Raiffeisen Selbstregulierungen zum Tragen. Innerhalb der Raiffeisen Gruppe sind primär die Bereiche Marketing des Departements Raffeisenbank Services und der Bereich Beratung und Vertrieb des Departements Produkte und Investment Services für dieses Thema zuständig. Wo erforderlich, werden auch ausländische Regulatorien berücksichtigt.
Die Kundinnen und Kunden von Raiffeisen sind zu 97,5 Prozent in der Schweiz beheimatet. Pro Kundensegment wird bei Raiffeisen grundsätzlich ein Zielproduktangebot festgelegt, wobei Produkte und Dienstleistungen, die darin nicht enthalten sind, Kundinnen und Kunden des entsprechenden Segments nur auf ausdrücklichen Wunsch angeboten werden sollen. Allgemein gilt bei Raiffeisen der Grundsatz «Sicherheit vor Rentabilität vor Wachstum». Kundenberaterinnen und Kundenberater werden regelmässig entsprechend diesen Grundsätzen geschult. Mit diesen Ansätzen schafft Raiffeisen ein verständliches Produktangebot mit einem fairen Pricing und hoher Transparenz. Dies fördert die Kundenorientierung, das gegenseitige Vertrauen und langfristige Kundenbeziehungen. Um zu prüfen, ob Fairness und Transparenz in genügendem Mass sichergestellt werden und von Kundinnen und Kunden so wahrgenommen werden, befragte Raiffeisen 2020 erstmals Kundinnen und Kunden in einer Pilotumfrage. Die Resultate zeigen, dass Raiffeisen als vergleichsweise überdurchschnittlich nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Finanzunternehmen wahrgenommen wird. Ziel ist es, weiterhin eine hohe Zufriedenheit zu erreichen.

Kundendatenschutz

Speziell zu erwähnen im Zusammenhang mit einem offenen und fairen Umgang mit Kundinnen und Kunden ist der Schutz der Kundendaten. Banken verfügen über sensible Kundendaten, deren Schutz bei Raiffeisen höchste Priorität geniesst. Kundinnen und Kunden vertrauen ihrer Bank, dass diese gesetzliche und regulatorische Vorgaben einhält, verantwortungsvoll mit Daten umgeht und diese bestmöglich schützt. Raiffeisen Schweiz ist aufgrund der Systemverantwortung im Bereich Compliance zentral für das Thema «Schutz der Kundendaten» in der Raiffeisen Gruppe zuständig und betreibt ein Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS), das sich am Standard ISO 27001 ausrichtet. Ziel ist, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen jederzeit zu gewährleisten. Die Informationssicherheit wird laufend überprüft und wo nötig verstärkt. Jährlich werden mehrere Projekte zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe durchgeführt. Raiffeisen Schweiz verfügt zudem über einen gruppenweit zuständigen Datenschutzbeauftragten. Dieser stellt sicher, dass die im schweizerischen Datenschutzgesetz vorgesehenen Kriterien erfüllt werden. Die Bestimmungen zu Datenschutz und Datensicherheit sind in internen Weisungen geregelt. Die Anforderungen bezüglich Kundendaten entsprechen dem Datenschutzgesetz sowie den FINMA-Vorgaben. Die Raiffeisen Gruppe passt ihre Massnahmen zum Schutz der Kundendaten in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess laufend der aktuellen Lage an.
Die per Befragung erhobene Kundenzufriedenheit, der Kundenreklamationsprozess sowie die Anzahl Verstösse gegen entsprechende Vorschriften sind Indizien für allfällige Mängel in den Prozessen. Die in der Tabelle aufgeführten Kennzahlen zeigen keinen akuten Handlungsbedarf im Thema Fairness und Transparenz in den Kundenbeziehungen.

Marketing und Kennzeichnung sowie Schutz der Kundendaten

GRI-Indikator2020
Marketing und Kennzeichnung
Gesamtzahl der Verstösse gegen Vorschriften und/oder freiwillige Verhaltensregeln im Zusammenhang mit den Produkt- und Dienstleistungsinformationen und der KennzeichnungGRI 417-20
Gesamtzahl der Verstösse im Zusammenhang mit MarketingGRI 417-30
Schutz der Kundendaten
Beschwerden von Dritten und AufsichtsbehördenGRI 418-10
Durch interne Data Leakage Prevention (DLP) registrierte schwere ZwischenfälleGRI 418-10
Durch internes Data-Leakage-Prevention-System registrierte AlarmeGRI 418-12'964'5711
1 Kriterien zur Auswertung der Alarme wurden im Vergleich zu 2019 angepasst. Es werden E-Mails, Web-Uploads und der Transfer an externe Devices detektiert. DLP-Alarme werden nach einem Scoring-System aufgrund von Regeln ausgelöst. Ein Alarm bedeutet nicht automatisch auch eine Verletzung von Vorschriften.

Klimawandel eindämmen

Ein ungeminderter Ausstoss von Treibhausgasen führt zu Klimaerwärmung mit gravierenden und unumkehrbaren Schäden für Mensch und Umwelt. Die Raiffeisen Gruppe selbst verursacht CO2-Emissionen durch Gebäudeenergie für den Betrieb der 824 Geschäftsstellen sowie durch den Geschäftsverkehr von Personen und Frachten.

Reduktion der direkten CO2-Emissionen

Raiffeisen unterstützt die Ziele des Pariser Klimaabkommens, die Energiewende und eine klimaneutrale Schweiz. Raiffeisen verfolgt das Ziel «Netto Null» bis 2050; bei den betrieblichen Emissionen will Raiffeisen bereits 2030 «Netto Null» erreichen. Das bisherige Klimaziel der Raiffeisen Gruppe wurde 2012 festgelegt und bestand darin, bis 2020 die CO2-Emissionen (Scope 1 bis Scope 3 zusammen) um 30 Prozent im Vergleich zu 2012 zu reduzieren. Im Berichtsjahr konnten die CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gesenkt werden. Das Ziel, die Emissionen gegenüber 2012 um 30 Prozent zu reduzieren, konnte damit erreicht werden. Ausschlaggebend dafür war über die Jahre vor allem die Einhaltung von Standards in den Bereichen Energie, Mobilität, Ressourcen und Beschaffung, wozu laufend relevante Prozesse des Bankbetriebs auf Energie- und Ressourceneffizienz überprüft und die Mitarbeitenden sensibilisiert wurden. Im Jahr 2020 führte die Corona-Pandemie insbesondere durch das veränderte Mobilitätsverhalten und das Homeoffice zu zusätzlichen Einsparungen.
Die verbleibenden, nicht reduzierbaren Emissionen, verursacht durch den Betrieb aller Geschäftsstellen der Gruppe und den Geschäftsverkehr, werden kompensiert. Dieser Ausgleich erfolgt über sogenannte Emissionsgutschriften (CO2-Zertifikate) aus Klimaschutzprojekten eines anerkannten externen Anbieters (South Pole), die den Ausstoss von CO2 verhindern oder reduzieren. Der Kauf von CO2-Zertifikaten ist eine Investition in Projekte, die ohne diese Finanzierung nicht realisiert werden könnten. Raiffeisen unterstützt mehrere Projekte, die den Wandel von fossilen Brennstoffen zur Nutzung erneuerbarer Energien fördern, und erhielt dadurch das Label «klimabewusster Betrieb».
Die Abteilung Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit ist gruppenweit verantwortlich für das Thema und die Massnahmen im Bereich Klimawandel und arbeitet dazu eng mit der Fachstelle Umweltmanagement im Departement IT & Services von Raiffeisen Schweiz zusammen. Diese ist für das Monitoring der betrieblichen Umweltkennzahlen der gesamten Gruppe zuständig und betreut auch das Anreizprogramm «Pro Futura». Mit diesem werden Raiffeisenbanken zu CO2-reduzierenden Massnahmen motiviert. Parallel dazu vergeben Raiffeisen-interne Klimafonds finanzielle Zuschüsse für Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion von CO2-Emissionen. Raiffeisen verfolgt das Ziel, nur erneuerbare Heizenergien im eigenen Gebäudepark zu installieren und Strom aus Kernkraft und fossilen Energieträgern zu vermeiden oder zu substituieren. Bei der Beschaffung von Fahrzeugen wird darauf geachtet, dass die gesetzliche Emissionsvorschrift (bei Personenwagen max. 95 Gramm CO2/km) eingehalten wird. Bei Neu- und Umbauten wird ein emissionsarmer Pendelverkehr begünstigt, zum Beispiel durch die Ausrichtung auf den öffentlichen Verkehr. Allgemein will Raiffeisen den ökologischen Fussabdruck kontinuierlich verringern.

Finanzierte Emissionen kennen und messen

Neben den Emissionen verursacht durch Gebäudeenergie und Geschäftsverkehr will Raiffeisen auch das Ausmass ihrer finanzierten Emissionen kennen. Bereits Anfang 2019 liess Raiffeisen durch den externen Partner TEP Energy abschätzen, wie klimaintensiv ihre Hypothekarfinanzierungen sind. Die Untersuchung ergab, dass der durch Raiffeisen finanzierte Gebäudepark 2,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verursacht. Ohne Industrie- und Landwirtschaftsgebäude sind es rund 2,1 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was leicht unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt liegt. Die Hauptgründe für den tiefen Wert sind vergleichsweise neuere Baujahre sowie der standortbedingt vergleichsweise weniger häufige Einsatz von fossilen Energieträgern. Auch im Rahmen des vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und vom Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen (SIF) lancierten Klimaverträglichkeitstests 2020 für den Schweizer Finanzplatz hat Raiffeisen ihre Emissionen, die durch Hypothekarfinanzierungen entstehen, prüfen lassen. Der Test zeigte darüber hinaus, dass bei Investitionen in Aktien und Unternehmensanleihen, bei denen Raiffeisen für den Investitionsentscheid verantwortlich ist, mit 6 beziehungsweise 2 Prozent in vergleichsweise geringem Mass in Unternehmen aus emissionsintensiven Sektoren investiert wird. Untersucht wurden alle Investitionen in Raiffeisen Anlage- und Vorsorgeprodukte, Vermögensverwaltung sowie eigene Anlagen.
Das Firmenkundenkreditportfolio hat Raiffeisen ebenfalls bereits 2019 ein erstes Mal auf dessen Klimaverträglichkeit überprüft. Die Basis dieser Pilotuntersuchung war die interne Zuordnung der einzelnen Kredite entsprechend der «Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige» des Bundesamts für Statistik (NOGA-Klassifizierung). Die entsprechende Prüfung wurde Ende 2020 wiederholt. Dabei hat sich herausgestellt, dass entsprechend der NOGA-Klassifizierung etwa 1,6 Prozent aller Firmenkredite an Unternehmen aus CO2-intensiven Sektoren vergeben werden. Untersucht wurden die Elektrizitätserzeugung, Güterbeförderung im Strassenverkehr, Lufttransport, Schifftransport, Herstellung von Zement, Kalk und gebranntem Gips sowie Metallerzeugung und -bearbeitung. Ohne die in der Schweiz vergleichsweise wenig CO2-intensive Elektrizitätserzeugung sind es mit 0,8 Prozent des gesamten Firmenkreditportfolios deutlich weniger als 1 Prozent. Kredite an Unternehmen, die Kohle, Erdöl oder Erdgas abbauen oder Kohlekraftwerke betreiben, wurden damals wie auch im Berichtsjahr keine vergeben.

Die Kennzahlen zeigen, dass Raiffeisen ihr bisheriges Klimaziel erreicht hat. 2021 wird sich Raiffeisen neue, übergreifende Klimaziele setzen und insbesondere die Messung der finanzierten Emissionen stärken. Weitere Informationen zu durch den Klimawandel verursachten Chancen und Risiken für Raiffeisen sind entsprechend den TCFD-Empfehlungen strukturiert unter report.raiffeisen.ch/downloads zu finden.

Verantwortungsvolle Betriebsführung

201820192020
KategorieEinheitgerundetgerundetTotalAbweichung zum
Vorjahr in %
pro Personaleinheit1
GebäudeenergiekWh70'027'00068'051'00067'551'000-16'949
StromkWh44'952'00044'162'00043'772'000-14'503
Heizenergie kWh25'075'00023'889'00023'779'00002'446
Geschäftsverkehrkm19'590'00016'634'00011'915'000-281'226
Öffentlicher Verkehr (Bahn, Bus, Tram)km7'269'0005'952'0002'681'000-55276
Strassenverkehr
Privatfahrzeuge (Pkw)km3'800'0002'941'0002'059'000-30212
Firmenfahrzeuge (Pkw)km4'167'0003'651'0002'648'000-27272
Kurierfahrtenkm3'557'0003'375'0004'246'00026437
Passagierflugverkehrpkm99'00060'00021'000-652
Frachtflugverkehrtkm698'000655'000260'000-6027
Papier- und Wasserverbrauch
Papierverbraucht1'090880751-150,08
Wasserverbrauchm3162'000147'000144'000-215
Treibhausgasemissionen aus
Energie, Verkehr, Papier und Wasser2
t CO2 eq13'67312'95811'357-121,17
Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)t CO2 eq7'8217'1326'325-110,65
Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2)t CO2 eq345344529540,05
Andere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)t CO2 eq5'5075'4824'503-180,46
1 Berechnung auf Basis Kennzahlen der Raiffeisen Gruppe im Lagebericht Mitarbeitende, exklusive Tochterunternehmen. Zur Berechnungsmethodik siehe auch Fussnote 1 in der Tabelle Kennzahlen der Raiffeisen Gruppe im Lagebericht Mitarbeitende.
2 Erfasst sind die wesentlichen Emissionsquellen. Die drei Systemgrenzen sind:
Scope 1: direkte Treibhausgasemissionen aus stationären Quellen im Unternehmen selbst, wie zum Beispiel Heizung oder eigene Fahrzeuge;
Scope 2: indirekte Treibhausgasemissionen durch Energieerzeugung ausserhalb des Unternehmens, wie zum Beispiel Strom und Fernwärme;
Scope 3: andere indirekte Treibhausgasemissionen ausserhalb des Unternehmens aus vor- und nachgelagerten Prozessen, wie zum Beispiel Geschäftsreisen mit der Bahn oder Vorstufen der Energiebereitstellung.
Jede erfasste Kennzahl wird auf Basis der letzten acht Quartale annualisiert und auf Basis der Vollzeitäquivalente den erfassten Organisationseinheiten zugeteilt. In einem nächsten Schritt erfolgt die Hochrechnung der annualisierten Kennzahlen pro Raiffeisenbank aggregiert. Dabei werden sie jeweils auf den schlechtesten Qualitäten wie zum Beispiel «Heizöl» für Wärmeproduktion erstellt. Die Berechnung der Treibhausgasemissionen basiert auf den Emissionsfaktoren der VfU-Kennzahlen 2015. Die Raiffeisen Unternehmerzentren (RUZ), die Immo AG, die Valyo AG sowie die ehemalige Gruppengesellschaft Notenstein La Roche Privatbank AG sind nicht berücksichtigt.
Rundungsdifferenzen sind vernachlässigbar.

Kompetenzen und Vielfalt bei Mitarbeitenden fördern

Transformation und Kultur ist eine wichtige Stossrichtung der Strategie «Raiffeisen 2025». Die Förderung der Kompetenzen und Vielfalt bei den Mitarbeitenden ist gleichzeitig auch ein wichtiges Ziel des strategischen Rahmens Nachhaltigkeit. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Massnahmen getroffen, um eine Unternehmenskultur zu fördern, in der Vielfalt bewusst gelebt und gefördert wird.

Detailliertere Informationen zum Thema Mitarbeitende finden sich im Kapitel «Mitarbeitende».

Weiterführende Informationen

Der GRI-Inhaltsindex, die Offenlegung nach Empfehlungen der Task Force on Climate Related Financial Disclosures – Umgang mit klimarelevanten Risiken und Chancen sowie die Berichterstattung nach den UNEP Principles for Responsible Banking sind als PDF unter folgendem Link als Download verfügbar: