Corporate Governance

Vergütungsbericht​

Brief des Präsidenten des Nominations- und
Vergütungsausschusses

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Jahr 2020 war für uns alle intensiv, herausfordernd und von Wandel geprägt. Gleichwohl bot es Anlass, sich auf das Wesentliche zu besinnen, und hat verdeutlicht, dass jede Veränderung auch Chancen birgt. Entsprechend konzentrierte sich Raiffeisen Schweiz im Geschäftsjahr 2020 darauf, diese Chancen zu nutzen, um den Ansprüchen an eine moderne und innovative Bankengruppe auch zukünftig gerecht zu werden. Im Zentrum standen dabei die Mitarbeitenden, das Stärken einer bekräftigenden und wandlungsfähigen Wir-Kultur sowie die Überprüfung und Anpassung von bestehenden Vergütungssystemen.

Im Zentrum standen dabei die Mitarbeitenden, das Stärken einer bekräftigenden und wandlungsfähigen Wir-Kultur sowie die Überprüfung und Anpassung von beste­henden Vergütungs­systemen.

Mitarbeitende

Mit der Ernennung von Kathrin Wehrli, Roger Reist und Helen Fricker als Mitglieder der Geschäftsleitung konnte Raiffeisen Schweiz im Berichtsjahr das Gremium mit wertvollen Kompetenzen ergänzen. Die Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz hat sich im letzten Jahr zu einem eingespielten, vielfältigen und starken Führungsgremium entwickelt, das sich voller Elan und Motivation für die Raiffeisen Gruppe und ihre Mitarbeitenden einsetzt.
Auf strategischer Ebene hat sich der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz durch einen Rücktritt auf neun Mitglieder reduziert. Die konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit im Gremium und in den Ausschüssen wurde fortgeführt und gestärkt. Der intensive Austausch mit internen und externen Anspruchsgruppen wurde aktiv gepflegt und die strategischen Themen uneingeschränkt vorangetrieben.

Kulturentwicklung

Die im Berichtsjahr verabschiedete Gruppenstrategie hat unter anderem zum Ziel, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die das «Wir» stärker in den Vordergrund rücken lässt sowie auf Flexibilität und Vertrauen setzt. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitenden und somit auch Raiffeisen Schweiz, auf Veränderungen und Unsicherheiten noch schneller und besser zu reagieren. So haben Mitarbeitende von Raiffeisen Schweiz mit der Einführung von «FlexWork» seit August 2020 die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit und den Arbeitsort auf ihre individuellen Bedürfnisse auszurichten. Zudem wurden durch eine vielfältige und ausgewogene Gestaltung von Teams und Projektgruppen über alle Ebenen hinweg wichtige Voraussetzungen für eine lernende, agile und wandlungsfähige Organisation geschaffen, die Raum für die Entwicklung von dynamischen und gemeinsamen Lösungen im Sinne der gesamten Gruppe gewährt.

Vergütungssysteme

Raiffeisen Schweiz hat im Geschäftsjahr 2020 einen strategischen Veränderungsprozess angestossen. Dieser umfasst unter anderem die Schaffung eines strategiekonformen und im Einklang mit den genossenschaftlichen Werten stehenden Vergütungssystems. Das in Aussicht gestellte neue Vergütungsmodell für alle Mitarbeitenden sowie auch für die Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz wurde im Berichtsjahr konkretisiert und final ausgearbeitet. Dabei hat Raiffeisen Schweiz entschieden, zukünftig keine individuellen Bonuszahlungen mehr zu leisten, sondern eine kollektive Erfolgsbeteiligung einzuführen, welche die gemeinsamen Leistungen in den Vordergrund stellt und die Stärkung der Wir-Kultur unterstreicht.
Auch der Verwaltungsrat hat die im Vergütungsreglement vorgesehene, zweijährliche Überprüfung seiner Vergütung im Geschäftsjahr 2020 vorgenommen. Im Wesentlichen wurden die Grundzüge der VR-Vergütung unverändert bestätigt. Die Verwaltungsratsvergütungen werden dem Anspruch einer marktkonformen und attraktiven Honorierung gerecht. Gleichzeitig entsprechen diese der genossenschaftlichen Idee, einer angemessenen, fairen und nachhaltigen Entlohnung. Zwei minimale Anpassungen wurden zur Umsetzung per 1. Januar 2021 beschlossen. Diese kennzeichnen sich durch eine Angleichung der Ausschussvergütungen und eine moderate Anpassung der Pauschalspesen. Die moderate Pauschalspesenanpassung geht mit der Präzisierung einher, dass Raiffeisen Schweiz zukünftig keine IT-Geräte für die Ausübung des Mandats zur Verfügung stellt. Der Gesamtbruttovergütungsrahmen bleibt im Geschäftsjahr 2021 gegenüber 2020 unverändert.

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist überzeugt, dass unsere Genossenschaft die Chancen genutzt hat, um einen strategischen Veränderungs­prozess zu lancieren.

Ausblick

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist überzeugt, dass unsere Genossenschaft die Chancen im herausfordernden Jahr 2020 genutzt hat, um einen strategischen Veränderungsprozess zu lancieren, der zu einer Stärkung der Arbeitgeberattraktivität beiträgt. Zudem wurden die Rahmenbedingungen für eine wandlungsfähige Unternehmenskultur geschaffen, welche auf die kollektive Erbringung von gruppenübergreifenden Lösungen und Leistungen fokussiert. Die per 1. Januar 2021 und über alle Hierarchiestufen hinweg neu geltende Vergütungspolitik bei Raiffeisen Schweiz hält dem Marktvergleich stand und trägt den vielschichtigen, genossenschaftlichen Ansprüchen Rechnung. Neben vielen anderen Themen leistet Raiffeisen Schweiz damit einen wesentlichen Beitrag für die genossenschaftliche Ausrichtung und den langfristigen Unternehmenserfolg unserer Gruppe.
Im Namen des Nominations- und Vergütungsausschusses danke ich allen Beteiligten herzlich, die in den Gremien und Arbeitsgruppen zur erfolgreichen Bewältigung der Arbeiten im Geschäftsjahr 2020 beigetragen haben. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit, neue spannende Themenstellungen und den konstruktiven fachlichen Austausch.
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Thomas Rauber

Präsident des Nominations- und Vergütungsausschusses
des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz
16. April 2021

Vergütungsbericht Raiffeisen Gruppe

Im Berichtsjahr hat die Raiffeisen Gruppe (Raiffeisen Schweiz inkl. Raiffeisenbanken und vollkonsolidierte Gesellschaften) Gesamtvergütungen im Umfang von 1’059’025’368 Franken ausgerichtet. Der Anteil der variablen Vergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betrug 97’344’617 Franken. Die Vergütungen erfolgten vollumfänglich als Barauszahlung und zu keinen Anteilen in aufgeschobener Form.

Gesamtvergütungen

in CHF20192020
Summe der Gesamtvergütungen der Raiffeisen Gruppe1'058'170'4441'059'025'368
davon Summe des Gesamtpools der variablen Vergütungen der Raiffeisen Gruppe101'608'80897'344'617
Ein wettbewerbsfähiges Vergütungsmodell spielt für Raiffeisen Schweiz bei der Positionierung als attraktive Arbeitgeberin eine zentrale Rolle. Das Vergütungssystem ist unter anderem darauf ausgerichtet, qualifizierte Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen und zu binden. Hervorragende und ausserordentliche Leistungen werden anerkannt und honoriert.
Das Vergütungssystem von Raiffeisen Schweiz orientiert sich an den Vorgaben aus Gesetzen, Regeln und Vorschriften, insbesondere am Rundschreiben 10/1 «Vergütungssysteme» der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).

Vergütungsbericht Raiffeisen Schweiz

Vergütungsgovernance

Der Nominations- und Vergütungsausschuss von Raiffeisen Schweiz ist für die Ausführung des vom Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz erlassenen Reglements verantwortlich. Er besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Der Nominations- und Vergütungsausschuss prüft Vorschläge bezüglich der Vergütungen der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz sowie des Verwaltungsrats und unterbreitet dem Verwaltungsrat Empfehlungen zur Genehmigung. Zudem beurteilt der Nominations- und Vergütungsausschuss gemeinsam mit dem Verwaltungsrat die Leistung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz und prüft gemeinsam mit ihm die Leistungsbeurteilungen der übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung.
Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist verantwortlich für die nachfolgenden Punkte:
  • Er erlässt die Vergütungspolitik in Form eines Reglements für Raiffeisen Schweiz und in Form von Empfehlungen für die Raiffeisenbanken.
  • Er genehmigt den ihm jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss vorgelegten Bericht zu den Vergütungen.
  • Er überprüft seine Vergütungspolitik in regelmässigen Abständen sowie auch bei Vorliegen von Hinweisen, die eine Überprüfung beziehungsweise Überarbeitung notwendig erscheinen lassen.
  • Er lässt regelmässig durch die externe und bei Bedarf die Interne Revision die Ausgestaltung und Umsetzung seiner Vergütungspolitik überprüfen.
  • Er entscheidet regelmässig über die Höhe des Gesamtpools der variablen Vergütungen.
  • Er legt für die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter Interne Revision den festen und variablen Teil der Vergütung fest, inklusive Zuwendungen an die berufliche Vorsorge.
Der Nominations- und Vergütungsausschuss behandelt jährlich Vergütungsthemen anlässlich der mindestens vier vorgegebenen Sitzungen. Im Jahr 2020 hielt der Nominations- und Vergütungsausschuss acht Sitzungen (einschliesslich Telefonkonferenzen) mit einer allgemeinen Anwesenheitsquote von 100 Prozent ab. Die Schwerpunktbereiche des Nominations- und Vergütungsausschusses im Jahr 2020 waren folgende:
  • Die Anpassung des Vergütungssystems für die Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz

  • die finale Besetzung der Geschäftsleitung,

  • die Überprüfung und Anpassung der Vergütungssystematik der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz,

  • die Überprüfung und Anpassung der Verwaltungsratsvergütungssystematik von Raiffeisen Schwei und,

  • ein intensiver Austausch mit internen und externen Anspruchsgruppen.

Der Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses entscheidet nach Bedarf über die Teilnahme weiterer Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung, weiterer Fachspezialisten, Vergütungsberater und externer Rechtsberater. An Gesprächen, die sich mit ihrer eigenen Vergütung befassen, nehmen betroffene Personen nicht teil.

Die Genehmigungsstruktur der Vergütung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Genehmigungsstruktur der Vergütung | Raiffeisen Schweiz
ThemaNominations- und VergütungsausschussVerwaltungsrat
Erarbeitung oder Änderung der VergütungspolitikEmpfehlungGenehmigung
VergütungsberichtEmpfehlungGenehmigung
Vergütung für
Vorsitzenden der GeschäftsleitungEmpfehlungGenehmigung
übrige Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen RevisionEmpfehlung1Genehmigung
VerwaltungsratEmpfehlungGenehmigung
Gesamtsumme der variablen Vergütung der Raiffeisen SchweizEmpfehlungGenehmigung
1 Zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, mit Ausnahme für den Leiter Interne Revision
An der Generalversammlung von Raiffeisen Schweiz 2020 hat der Verwaltungsrat beantragt, dem Vergütungsbericht 2019 in einer Konsultativabstimmung zuzustimmen. Diesen Antrag hat die Generalversammlung mit 94 Prozent der Stimmen genehmigt. Des Weiteren beurteilt die Interne Revision regelmässig die operative Umsetzung des Vergütungsreglements bei Raiffeisen Schweiz, um sicherzustellen, dass die Vergütungssystematik von Raiffeisen Schweiz befolgt wird.

Vergütungspolitik

Die Vergütungspolitik ist darauf ausgerichtet, die Interessen unserer Mitarbeitenden mit jenen der Kundinnen und Kunden in Einklang zu bringen. Raiffeisen Schweiz hat ein eigenständiges Vergütungssystem, welches die Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder und der Geschäftsleitung im Detail sowie die Grundsätze der Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz regelt. Raiffeisen Schweiz gibt zudem Vergütungsempfehlungen für die Raiffeisenbanken ab.
Für alle Gruppen von Risikoträgern sind nach oben limitierte Maximalvergütungen («Caps») definiert. Der Anteil der variablen Vergütungen ist eingeschränkt und die gesamte Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet. Das Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.
Als Genossenschaft strebt Raiffeisen Schweiz nach stabilen Ertragsverhältnissen sowie nachhaltigem Erfolg, was sich massgebend auf das Vergütungssystem auswirkt. Die Vergütungspolitik strebt nach Kontinuität. Die Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiger Risikoappetit vermieden werden.
Das Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden Ziele, Werte, Genossenschaftskultur und eine langfristige sowie auch nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.
Raiffeisen Schweiz legt zudem grossen Wert auf gesellschaftliche Verantwortung und ein einfaches und transparent gestaltetes Vergütungssystem. Das Vergütungssystem soll dabei attraktiv genug sein, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden. Dabei folgt Raiffeisen Schweiz dem Grundsatz «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit». Die Resultate zweier Lohngleichheitsanalysen, welche Raiffeisen Schweiz vom gleichen unabhängigen Partner 2014 wie auch 2017 durchführen liess, zeigten klar auf, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bei Raiffeisen Schweiz eingehalten wird. Im Rahmen der Chancengleichheit und Gleichberechtigung begrüsst Raiffeisen Schweiz die mit Wirkung per 1. Juli 2020 revidierte Fassung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) und begann im Berichtsjahr mit der Datenerhebung für die Durchführung einer erneuten Lohngleichheitsanalyse nach einer wissenschaftlichen und rechtskonformen Methode. Das Ergebnis der Lohngleichheitsanalyse wird durch eine externe Revisionsstelle bis zum 30. Juni 2022 überprüft. Anschliessend werden die Mitarbeitenden über die Resultate der Revision informiert. Mit diesem Vorgehen stellt Raiffeisen Schweiz sicher, dass die Einhaltung der Lohngleichheit gewährleistet ist.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung unserer Grundsätze der Vergütungspolitik.
Grundsätze der Vergütungspolitik | Raiffeisen Schweiz
TransparenzDas Vergütungssystem von Raiffeisen Schweiz ist einfach und transparent gestaltet, wobei das Prinzip «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» als absolute Selbstverständlichkeit gilt.
Strategische AusrichtungDas Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden sowohl die Ziele, Werte, Genossenschaftskultur als auch die langfristige und nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.
RisikoberücksichtigungDie Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiges Risikoverhalten vermieden werden.
LeistungsorientierungDas Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.
MarktpositionierungDas Vergütungssystem ist attraktiv genug, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden. Die Angemessenheit der Vergütung wird auf Basis regelmässiger Marktvergleiche überprüft.

Vergütungssystem

Die Vergütung aller Mitarbeitenden (inkl. der Mitglieder der Geschäftsleitung, des Senior Managements, weiterer Risikonehmer und Kontrollfunktionen) setzt sich aus den nachfolgenden Komponenten zusammen:
  • Marktgerechte feste Vergütung: Die feste Vergütung wird individuell vereinbart. Sie orientiert sich an einer klar definierten Funktion und den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden. Zudem muss sie im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig sein. Die gesamte feste Vergütung wird als Barzahlung ausgerichtet.
  • Massvolle variable Vergütung: Die variable Vergütung basiert auf dem nachhaltigen Erfolg der Gruppe und der Leistungsbeurteilung sowie der Einschätzung bezüglich Unternehmenskulturbeitrag der einzelnen Mitarbeitenden. Sie kann allen Funktionen, einschliesslich Kontrollfunktionen, ausgerichtet werden. Bei Kontrollfunktionen wird insbesondere darauf geachtet, dass das Vergütungssystem keine Anreize setzt, die zu Interessenkonflikten mit ihren Aufgaben führen könnten. Es besteht im Allgemeinen kein vertraglich garantierter Anspruch auf die Auszahlung einer variablen Vergütung. Ausnahmen sind im Abschnitt «Weitere Entschädigungen» aufgeführt. Die gesamte variable Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet.
  • Die Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütungen orientiert sich zu gleichen Teilen an der langfristigen Entwicklung der folgenden Kriterien:
    • Relative Gewinnentwicklung im Vergleich zum Markt
    • Entwicklung der Eigenmittel
    • Entwicklung strategischer Initiativen und Projekte
    • Entwicklung des ökonomischen Kapitalbedarfs im Verhältnis zum Kernkapital
  • Lohnnebenleistungen werden im Rahmen der gültigen Reglemente und Weisungen im branchenüblichen Masse ausgerichtet.

Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats

Die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz werden entsprechend ihrer Verantwortung und ihrem Zeitaufwand vergütet. In diesem Rahmen werden jene Mitglieder höher entschädigt, die einem Ausschuss angehören, einen Ausschuss leiten oder den Verwaltungsrat präsidieren. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine variable Vergütung. Somit bestehen für die Mitglieder des Verwaltungsrates keine Anreize, die zu unnötigem risikoaffinem Verhalten führen.
In Einklang mit dem gültigen Vergütungsreglement erhielt der Präsident des Verwaltungsrats eine feste Vergütung von 750’000 Franken und hatte keinen Anspruch auf eine Ausschussvergütung. Die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats bezogen eine feste Vergütung von 90’000 Franken. Der Verwaltungsratspräsident bezog eine Spesenpauschale von 9’000 Franken für seine Repräsentationspflichten. Für die übrigen Verwaltungsratsmitglieder beträgt die jährliche Spesenpauschale 3’000 Franken.

Des Weiteren erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats:

  • 25’000 Franken als Mitglied des Nominations- und Vergütungsausschusses oder Strategie- und Finanzausschusses pro Ausschuss,

  • 30’000 Franken als Mitglied des Prüfausschusses oder Risikoausschusses pro Ausschuss,

  • 40’000 Franken als Präsident des Nominations- und Vergütungsausschusses oder Strategie- und Finanzausschusses pro Ausschuss,

  • 50’000 Franken als Präsident des Prüfausschusses oder Risikoausschusses pro Ausschuss.

Die Gesamtvergütungen an die einzelnen Verwaltungsratsmitglieder sind der weiter unten aufgeführten Vergütungstabelle zu entnehmen. Die Organkredite an die Verwaltungsratsmitglieder sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 offengelegt. Bei Krediten an die Mitglieder des Nominations- und Vergütungsausschusses ist der Verwaltungsrat, bei Krediten an alle weiteren Verwaltungsratsmitglieder der Nominations- und Vergütungssauschuss die Bewilligungsinstanz.

Festlegung der Vergütung der Geschäftsleitung

Auch im Berichtsjahr 2020 sind die an der Delegiertenversammlung vom 15. Juni 2019 kommunizierten Bruttoobergrenzen, maximal 1’500’000 Franken für den Vorsitzenden der Geschäftsleitung und in der Regel je unter 1’000’000 Franken für die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung, eingehalten worden. Die Jahresvergütung der Geschäftsleitung setzt sich aus den Elementen der festen Vergütung, der variablen Vergütung sowie Nebenleistungen zusammen. Die Organkredite an Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 dargestellt. Bei Krediten an die Geschäftsleitungsmitglieder ist der Nominations- und Vergütungsausschuss die Bewilligungsinstanz. Zudem gelten für die Geschäftsleitung wie für die übrigen Mitarbeitenden branchenübliche Vorzugskonditionen.
Feste Vergütung
Die feste Vergütung für die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision wird nach dem Arbeitsmarktwert, den Anforderungen des zugeteilten Departements, der Führungsverantwortung und der Seniorität vereinbart. Jedes Mitglied der Geschäftsleitung und der Leiter der Internen Revision erhalten ein festes Grundgehalt, das jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss überprüft wird. Die Vorsorge- und Nebenleistungen für Geschäftsleitungsmitglieder und den Leiter der Internen Revision entsprechen den marktüblichen Bedingungen.
Variable Vergütung
Der Prozess der Festlegung der leistungsabhängigen Zuteilung umfasst die Festlegung der gesamthaft zur Verfügung stehenden variablen Vergütung. Die individuelle Zuteilung an die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie den Leiter Interne Revision gestaltet sich wie folgt:
Die individuelle Zuteilung der variablen Vergütung erfolgt ebenfalls durch den Verwaltungsrat und kann im Einzelfall (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) für das Berichtsjahr höchstens zwei Drittel der festen Vergütung erreichen.
Die Zuteilung erfolgt entlang der Zielerreichung auf Stufe Raiffeisen Schweiz, Bereich, Team und Mitarbeitende, wobei sowohl qualitative als auch quantitative Ziele berücksichtigt werden. Die Gewichtung der jeweiligen Ziele hängt dabei von der jeweiligen Funktion und Rolle ab.

Gesonderte Behandlung von Risikoträgern ausserhalb der Geschäftsleitung

Neben den acht Mitgliedern der Geschäftsleitung und dem Leiter der Internen Revision von Raiffeisen Schweiz hat der Verwaltungsrat noch eine weitere Gruppe von Risikoträgern definiert: Mitarbeitende mit Marktzugang und Handelsmöglichkeiten. Trotz der moderaten Handelstätigkeiten und des umfassenden Limitensystems, dessen Einhaltung laufend durch unabhängige Kontrollfunktionen überprüft wird, ist eine gesonderte Behandlung der variablen Vergütung dieser Risikoträger angezeigt. Jährlich vor Beginn des Vergütungsprozesses werden die Risikoträger neu bestimmt und an den Bereichsleiter Human Resources gemeldet sowie bereits im Antrag zur Festlegung des Gesamtpools der variablen Vergütung namentlich von der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz genehmigt. Im Jahr 2020 umfasste diese Gruppe (ohne Mitglieder der Geschäftsleitung und Leiter der Internen Revision) 54 Personen.
Die Zuteilung der variablen Vergütung der Risikoträger wird einzeln durch die Geschäftsleitung bestimmt. Als Grundlage dient die erreichte Performance unter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos. Über die Zuteilung der variablen Vergütung an die weiteren Mitarbeitenden entscheiden die Geschäftsleitung oder die nach Kompetenzordnung zuständigen Vorgesetzten. Für die individuelle Zuteilung wird insbesondere auf die Funktion, die Leistungsbeurteilung und die Beurteilung des Unternehmenskulturbeitrags durch den Vorgesetzten abgestellt. Dadurch bestehen keine Anreize für den Einzelnen, kurzfristige Erfolge durch das Eingehen von unverhältnismässig hohen Risiken erzielen zu wollen.
Die Vergütungsstruktur ist so ausgestaltet, dass die variablen Vergütungen der Kontrollfunktionen in keiner Art und Weise von den von ihnen überwachten Risiken abhängen.

Vergütungen an den Verwaltungsrat

Für das Berichtsjahr 2020 galten für die Verwaltungsratsvergütung weiterhin die seit dem 1. Januar 2019 gültigen und an der Delegiertenversammlung vom Juni 2019 präsentierten Vergütungsgrundsätze. Damit ergibt sich für die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz eine Gesamtentschädigung (ohne Beiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) von insgesamt 2’066’250 Franken für 2020. Die Gesamtentschädigung liegt innerhalb der an der Generalversammlung 2020 in einer Konsultativabstimmung zugestimmten Gesamtvergütung. Zusätzlich beträgt die Gesamtheit der Sozialleistungen zulasten des Arbeitgebers für die Mitglieder des Verwaltungsrats 390’051 Franken für 2020. Die Details zu den Vergütungen der einzelnen Verwaltungsratsmitglieder und ihren Funktionen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Vergütungen an den Verwaltungsrat | Raiffeisen Schweiz
in CHF


Name
Funktion1GrundvergütungAusschussvergütung Bruttogesamt-
vergütung
PauschalspesenArbeitgeberbeiträge
Personalvorsorge und
Sozialversicherungen2
Lachappelle, GuyVerwaltungsratspräsident,
Mitglied SFA und Mitglied NVA
750'000-750'0009'000134'619
Gantenbein, PascalVize-Verwaltungsratspräsident,
Präsident SFA und Mitglied RA
140'00070'000210'0003'00039'698
Bobillier, Anne
(Austritt 30.9.2020)
Verwaltungsrat und Mitglied SFA67'50018'75086'2502'25016'617
Golob, AndrejVerwaltungsrat und Mitglied SFA90'00025'000115'0003'00022'627
Müller, Thomas A.Verwaltungsrat, Mitglied PA und Präsident RA90'00080'000170'0003'00032'539
Rauber, Thomas Verwaltungsrat und Präsident NVA90'00040'000130'0003'00025'465
Roussy, OlivierVerwaltungsrat, Mitglied SFA und Mitglied PA90'00055'000145'0003'00028'673
Schwab, BeatVerwaltungsrat, Mitglied PA und Mitglied NVA90'00055'000145'0003'00028'371
Valenzano Rossi, KarinVerwaltungsrat, Mitglied RA und Mitglied NVA90'00055'000145'0003'00027'853
Walker, RolfVerwaltungsrat, Präsident PA und Mitglied RA90'00080'000170'0003'00033'589
Total 2020  1'587'500478'7502'066'25035'250390'051
Total 20191'531'250463'1251'994'37533'375368'410
1 SFA = Strategie- und Finanzausschuss
PA = Prüfausschuss
RA = Risikoausschuss
NVA = Nominations- und Vergütungsausschuss
2 Die Arbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozialversicherungen umfassen Beiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen.

Vergütungen an die Geschäftsleitung

Die an die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision von Raiffeisen Schweiz für das Berichtsjahr geleisteten Gesamtentschädigungen (ohne Beiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betragen 8’210’000 Franken, was innerhalb der an der Generalversammlung 2020 in einer Konsultativabstimmung zugestimmten Gesamtvergütung liegt. Davon fällt ein Betrag von 1’475’000 Franken für das Grundgehalt und den variablen Anteil auf Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, als höchster auf ein Geschäftsleitungsmitglied entfallender Betrag. Die Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 2’511’678 Franken*; davon entfallen 406’416 Franken auf Heinz Huber. Geschäftsbezogene Verwaltungsratsmandate von Geschäftsleitungsmitgliedern werden nicht zusätzlich honoriert und sind mit der Grundvergütung abgegolten. Die Informationen zu den Vergütungen auf Geschäftsleitungsebene sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

* Hochrechnung, da die variable Vergütung im April 2021 ausbezahlt wird.
Vergütungen an die Geschäftsleitung | Raiffeisen Schweiz
in CHF


Person/Instanz
GrundvergütungVariable VergütungTotal Brutto-
gesamtvergütung
PauschalspesenArbeitgeberbeiträge
Personalvorsorge und
Sozialversicherungen1
Huber, Heinz (Vorsitzender der Geschäftsleitung)
20201'100'000375'0001'475'00024'000406'416
20191'082'258648'80821'731'06623'226443'361
Geschäftsleitung sowie Leiter Interne Revision (Total)3
20206'005'0002'205'0008'210'000177'3642'511'678
201944'965'8132'383'8087'349'621161'3042'120'000
Frühere Mitglieder der Geschäftsleitung
2020795'833-795'833-273'267
20193'983'000-3'983'000-1'449'525
1 Die Arbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozialversicherungen umfassen Beiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen.
2 Inklusive im Vergütungsbericht 2019 offengelegter Ausgleichszahlung.
3 Inklusive im Berichtsjahr ausgeschiedener Mitglieder der Geschäftsleitung.
4 Inklusive Mitglieder der Geschäftleitung a.i.
Im Berichtsjahr wurden zudem an frühere Mitglieder der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz Gesamtentschädigungen als Lohnfortzahlung im Rahmen der Kündigungsfristen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) von 795’833 Franken ausbezahlt. Die Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 273’267 Franken. Die Lohnfortzahlungen an die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung wurden in der Erfolgsrechnung von 2019 berücksichtigt und abgegrenzt.

Weitere Entschädigungen 2020

Unter weiteren Entschädigungen versteht Raiffeisen Schweiz Antrittsentschädigungen sowie auch Entschädigungen im Rahmen von Verzichten auf Ansprüche oder zur Kompensation von entstandenen Nachteilen. Raiffeisen Schweiz vereinbart solche Entschädigungen nur in engen Grenzen und in begründeten Ausnahmefällen. Dahingehend sind Antrittsentschädigungen als Ausgleichszahlungen im Sinne eines Nachteilsausgleichs zu verstehen. Bei Raiffeisen Schweiz müssen Antrittsentschädigungen sowie auch Entschädigungen im Rahmen von Verzichten auf Ansprüche oder zur Kompensation von entstandenen Nachteilen unter Einhaltung klarer und nachvollziehbarer Entscheidungsprozesse genehmigt werden. Raiffeisen Schweiz zahlt keine Abgangsentschädigungen, da Raiffeisen Schweiz Abgangsentschädigungen als nicht geschuldete Vergütungen bei Beendigungen eines Arbeitsverhältnisses versteht.
Im Berichtsjahr wurden weder Abgangs- noch Antrittsentschädigungen entrichtet.

Gesamtvergütung Raiffeisen Schweiz

Raiffeisen Schweiz hat im Berichtsjahr Gesamtvergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) in der Höhe von 308’574’056 Franken ausgerichtet. Die für das Berichtsjahr geschuldeten Vergütungen (fester und variabler Teil) sind vollumfänglich im Personalaufwand erfasst. Es bestehen keine erfolgswirksamen Buchungen aus Vergütungen für frühere Berichtsjahre. Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr einen Gesamtpool für variable Vergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) für Raiffeisen Schweiz in Höhe von 47’057’214 Franken bewilligt und abgegrenzt. Davon entfallen 6’170’000 Franken auf Risikoträger ausserhalb der Geschäftsleitung und 2’205’000 Franken auf die Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision.
Die definitive Berechnung der variablen Vergütung erfolgte per 31. Dezember 2020 und wurde dem Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz im Februar 2021 zum Entscheid vorgelegt. Das Auszahlungsdatum für die variable Vergütung ist auf den Monat April festgelegt.
Der Anteil der Fixvergütung wurde als Barauszahlung ausgerichtet. Der variable Anteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2020 wird im April 2021 ebenfalls als Barauszahlung ausbezahlt. Es wurden keine Anteile der fixen sowie auch variablen Vergütung aufgeschoben.
Vom Gesamtpool der variablen Vergütungen begünstigt ist wiederum derselbe Personenkreis wie in den vergangenen Jahren. Die finale Zahl der begünstigten Personen steht erst Ende April 2021 fest. Im Vorjahr wurden bei Raiffeisen Schweiz variable Vergütungen an 2’289 Personen ausgerichtet.
Vergütungen | Raiffeisen Schweiz
Vergütung
in CHFGesamtvergütungfestvariabel
Summe der Vergütungen Raiffeisen Schweiz1308'574'056261'516'84247'057'214
Erfolgswirksame Belastungen und ­Gutschriften im Berichtsjahr aus Vergütungen für frühere Berichtsjahre000
Summe der Vergütungen an Risikoträger (exkl. Mitglieder der Geschäftsleitung sowie dem Leiter Interne Revision)15'028'7588'858'7586'170'000
1 Ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen

Vergütungen und Vergütungsempfehlungen
Raiffeisenbanken

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz empfiehlt den Raiffeisenbanken, das lokale Vergütungssystem der Raiffeisenbanken an den Empfehlungen von Raiffeisen Schweiz auszurichten.

Raiffeisen Schweiz berät die Raiffeisenbanken und unterstützt sie in der Ausgestaltung und Umsetzung des lokalen Vergütungssystems unter Wahrung ihrer Autonomie. Die wesentlichen Merkmale der Empfehlungen sind folgende:
  • Die Vergütung an Mitarbeitende der Raiffeisenbanken kann aus einem festen und variablen Teil bestehen. Ausgenommen von den variablen Vergütungen sind die Mitglieder des Verwaltungsrats.

  • Die feste Vergütung orientiert sich dabei analog dem Modell von Raiffeisen Schweiz an einer klar definierten Funktion sowie an den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden.

  • Gemäss dem Risikoprofil sowie dem ausgewogenen Geschäftsmodell der Raiffeisenbanken wird die gesamte Vergütung (fester und variabler Teil) als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet.

  • Variable Vergütungen, die 3’000 Franken übersteigen, sind in der Raiffeisen Pensionskasse versichert.

  • Der Verwaltungsrat entscheidet über die Gesamtsumme der variablen Vergütungen sowie über die individuelle Zuteilung der variablen Vergütung an die Mitglieder und den Vorsitzenden der Bankleitung.

  • Der empfohlene Zuteilungsmechanismus setzt keine Anreize, übermässig hohe Risiken einzugehen, da er nicht zu einer signifikant höheren variablen Vergütung führt.

Raiffeisen Schweiz nimmt in diesem Prozess eine Überwachungsfunktion wahr, indem sie regelmässig die Ausgestaltung und Umsetzung der lokalen Vergütungssysteme prüft und Abweichungen davon in einem definierten Prozess mit den Raiffeisenbanken behandelt.