Mehrwert für die Umwelt

Wir unterstützen die Energiewende, leben Nachhaltigkeit im Unternehmen – und fördern das umweltbewusste Denken und Handeln unserer Kundinnen und Kunden.
Mehrwert für die Umwelt

Raiffeisen unterstützt die Energiewende

Die Raiffeisen Gruppe hat ihre CO2-Emissionen bereits deutlich gesenkt und gleicht die verbleibenden Emissionen durch CO2-Zertifikate aus. 2020 hat Raiffeisen am Klimaverträglichkeitstest teilgenommen und ihre Resultate veröffentlicht.

Den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, ist heute dringender denn je. Raiffeisen unterstützt die Energiewende, eine klimaneutrale Schweiz und die Ziele des Pariser Klimaabkommens aktiv. Als Gründungsmitglied der Klimastiftung leistet Raiffeisen zudem seit zehn Jahren einen Beitrag zu einer klimaverträglicheren Schweizer Wirtschaft.
CO2-Emissionen reduziert
Die Raiffeisen Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 2012 um 30 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel hat sie Ende 2020 übertroffen. Die verbleibenden, nicht reduzierbaren Emissionen werden auf Gruppenebene kompensiert. Der Ausgleich erfolgt über sogenannte Emissionsgutschriften (CO2-Zertifikate) aus Klimaschutzprojekten, die den Ausstoss von CO2 verhindern oder reduzieren. Mit den CO2-Zertifikaten unterstützt Raiffeisen verschiedene Projekte, die den Wandel von fossilen Brennstoffen zur Nutzung erneuerbarer Energien fördern.
Klimaverträglichkeit getestet
Mit dem Klimaverträglichkeitstest können Banken, Versicherungen und Pensionskassen die Vereinbarkeit ihrer Finanzflüsse mit dem Ziel des Pariser Klimaabkommens testen lassen, die Erderwärmung auf deutlich unter 2° C zu begrenzen. Als teilnehmende Bank veröffentlichte Raiffeisen ihre individuellen Ergebnisse. Diese zeigen, dass Raiffeisen in verhältnismässig geringem Mass in Aktien und Anleihen von Unternehmen investiert, die in der Untersuchung den kohlenstoffintensiven Sektoren zugerechnet wurden. Bei Aktien sind es sechs Prozent und bei Anleihen zwei Prozent. Die Auswertung der Investitionen zeigt im Weiteren, dass Raiffeisen zur Steigerung der Klimaverträglichkeit seiner Finanzflüsse in gewissen dieser Sektoren noch stärker in Unternehmen investieren könnte, die emissionsintensive Technologie ab- und emissionsarme Technologie aufbauen. Die Emissionen der Immobilienanlagen von Raiffeisen liegen mit 9,6 kg/m2 bereits heute unter dem Grenzwert von 20 kg/m2 der gemäss totalrevidiertem CO2-Gesetz ab 2023 bei einem Heizungsersatz gilt. Raiffeisen wird die Testresultate in die Umsetzung ihrer strategischen Klimaziele einfliessen lassen.
Emissionen standardisiert messen
2020 ist Raiffeisen der Initiative Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) beigetreten. Der globale Standard bietet Banken, Eigentümern und Vermögensverwaltern ein Instrument zur Messung von Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Krediten und Investitionen. Raiffeisen wird den Standard dazu nutzen, ihre durch Investitions- und Finanzierungstätigkeiten verursachten Emissionen auf anerkannte, vergleichbare Art zu messen, und erhofft sich dadurch eine fundierte Basis für neue Klimaziele.

30%

Das Ziel der Gruppe, ihre CO2-Emissionen des Jahres 2012 um 30 Prozent zu reduzieren, wurde 2020 weit übertroffen. Die jährlichen Emissionen sanken seit 2012 um über 7’000 Tonnen.
Acht von zehn Häusern in der Schweiz älteren Baujahrs weisen hinsichtlich Energieeffizienz kleinere oder grössere Schwachstellen auf. Ein Wärmebild gibt Aufschluss über mögliche Wärmeverluste.

Sanierungen fördern

Raiffeisen lebt Nachhaltigkeit nicht nur im Unternehmen selbst, sondern will umweltbewusstes Denken und Handeln auch bei ihren Kundinnen und Kunden fördern.
Raiffeisen ist die grösste Hypothekarbank der Schweiz und damit wichtige Geldgeberin zur Finanzierung des Schweizer Gebäudeparks. Raiffeisen will Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer deshalb mit verschiedenen Initiativen für energetisches Sanierungspotenzial sensibilisieren. Ein Beispiel dafür ist die Wärmebild-Aktion von Raiffeisen, die 2020 zum vierten Mal durchgeführt wurde.
Mit Wärmebildern ­Wärmeverluste ­aufdecken
Wärmebilder sind eine gute Option, sein Zuhause auf mögliche Wärmeverluste zu prüfen. Das ist der erste Schritt, um den Energieverbrauch einer Liegenschaft zu senken und Heizkosten zu sparen. Experten erstellen mindestens sechs Aufnahmen, welche die Kundinnen und Kunden in einem persönlichen Dossier, inklusive Analysen und Tipps für die Beseitigung allfälliger Schwachstellen, erhalten. Seit 2019 haben rund 15’000 Kundinnen und Kunden das Angebot genutzt.
eVALO: virtuell sanieren, real ­Kosten ­sparen
Raiffeisen-eVALO ist ein einfacher Gebäude­simulator für den Bankberater. Eine energetische Einstufung des Ist-Zustands des Altbaus auf der Skala des Gebäudeenergieausweises der Kantone (GEAK®) bildet die Basis für Simulationen von anstehenden Sanierungen. Die Beraterin oder der Berater kann den Kundinnen und Kunden eine grobe Einschätzung zu energetischen Fragen rund um das Gebäude abgeben. Das Analyse-Tool ermittelt verschiedene Sanierungsszenarien und liefert konkrete Vorschläge inklusive einer Kosten-Nutzen-Analyse.
Partnerschaften fördern ­klimafreundliches Verhalten
Heute werden noch immer rund 60 Prozent aller Heizungen in der Schweiz mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas betrieben. Zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens müssen bis 2050 rund 30’000 Heizungen pro Jahr ersetzt werden. Mit dem Programm «Erneuerbar heizen» des Bundesamtes für Energie (BFE) und EnergieSchweiz werden seit 2020 private Eigenheimbesitzer bei der Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme mit neutralen und professionellen Beratungen unterstützt. Raiffeisen tritt dabei als strategische Wirtschaftspartnerin auf und bringt relevantes Finanzwissen ein. Zusätzlich bietet die Klimastiftung, bei welcher Raiffeisen Gründungsmitglied ist, finanzielle Unterstützung (Betrag pro eingesparter MWh Strom) für KMU, die energiesparende Massnahmen im Betrieb umsetzen möchten.
Dominik Ebneter
Regapilot und Besitzer eines ­energieautarken Eigenheims
Kurzinterview
Kurzinterview

Energieeffizienz im Praxistest

Sie haben ein energieautarkes Haus gebaut. Wieso?
Ich interessiere mich für Umwelttechnik und erneuerbare Energien und die hochgradige Nutzung von Sonnenenergie fasziniert mich. Das wollte ich in meinem Eigenheim umsetzen.
Nun haben Sie für Ihr neu­gebautes Appenzeller Heidenhaus das Schweizer Solarpreis-Diplom gewonnen. Was bedeutet der Preis für Sie?
Der Solarpreis ist eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg und zeigt, dass Energieeffizienz in der Praxis funktioniert. Ich freue mich sehr darüber und möchte weitere Bauherren motivieren, ebenfalls auf Sonnenenergie und die Speicherung von solarer Wärme zu setzen.
Haben Sie bei der Erstellung der Photovoltaikanlagen von Fördergeldern profitiert?
Ja, wir haben die Einmalvergütung des Bundes (EIV) erhalten. Für unseren Minergie-A-ECO-Neubau erhielten wir zudem einen Förderbeitrag des Kantons Appenzell Innerrhoden. Der administrative Aufwand dafür hielt sich in Grenzen.
Dominik Ebneter
Regapilot und Besitzer eines ­energieautarken Eigenheims

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