Corporate Governance

Vergütungsbericht​

Brief des Präsidenten des Nominations- und
Vergütungsausschusses

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Jahr 2021 war von Wandel geprägt. Erneut galt es, viele Herausforderungen zu meistern und Chancen, die sich auch daraus ergaben, optimal zu nutzen. Dabei hat Raiffeisen Schweiz in Themen des Nominations- und Vergütungsausschusses viele Projekte vorangetrieben. Im Zentrum standen die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität, die Verwaltungsratsersatzwahlen von Raiffeisen Schweiz sowie die Verselbständigung der Niederlassungen zu eigenständigen Raiffeisenbanken. Wichtigste Prämisse war und bleibt bei allen Themen der Dialog zwischen den Raiffeisenbanken und Raiffeisen Schweiz.

Attraktive Arbeitgeberin

Raiffeisen Schweiz konnte sich im Berichtsjahr als moderne und attraktive Arbeitgeberin positionieren. Am 1. Januar 2021 trat das neue Vergütungsmodell für die Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz in Kraft. Das individuelle Bonussystem wurde durch eine kollektive Erfolgsbeteiligung ersetzt. Gleichzeitig ist die Bruttolohnsumme der Mitarbeitenden um 0,5 Prozent erhöht worden.
Im Fokus der neuen Vergütungspolitik lag die Lohngleichheit bei den Geschlechtern. Die Lohngleichheitsanalyse wurde durch die sozialpartnerschaftliche Fachstelle für Lohngleichheit in der Bankenbranche (SF-LoBa) überprüft und bestätigt. Die Analyse ergab, dass Raiffeisen Schweiz die betriebsinterne Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern innerhalb der vorgegebenen Toleranzschwellen einhält. Hierfür erhielt Raiffeisen Schweiz das Zertifikat «Fair-ON-Pay».
Des Weiteren steht die neue Vergütungspolitik im Einklang mit den genossenschaftlichen Werten von Raiffeisen und unterstreicht unsere «Wir-Kultur». Durch diverse und stets dazulernende Teams und Projektgruppen hat Raiffeisen Schweiz den Grundstein geschaffen, weiterhin Lösungen im Sinne der Raiffeisen Gruppe zu entwickeln. Dass die Art und Weise der Zusammenarbeit innerhalb der Raiffeisen Gruppe immer wieder thematisiert und vor allem auch gelebt wird, unterstreicht der Swiss HR-Award, den Raiffeisen in der Kategorie «Kultur und Wandel» gewonnen hat.

Ersatzwahlen des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz

Die Funktion des Verwaltungsratspräsidenten von Raiffeisen Schweiz galt es nach dem Rücktritt von Guy Lachappelle per 31. Juli 2021 neu zu besetzen. In den Nominationsprozess involviert waren neben den Mitgliedern des Nominations- und Vergütungsausschusses auch eine Delegation von Vertreterinnen und Vertretern der Raiffeisenbanken sowie ein Executive-Search-Unternehmen.
Mit der Wahl von Thomas A. Müller für das Verwaltungsratspräsidium und von Sandra Lathion-Zweifel als neuem Mitglied im Verwaltungsrat konnte das Gremium im Rahmen der ausserordentlichen Generalversammlung im Dezember 2021 vollständig besetzt und erneut mit strategischen Kompetenzen erweitert werden.

Verselbständigung der Niederlassungen

Durch die formelle Zustimmung der Eigner von Raiffeisen Schweiz zur Verselbständigung der Niederlassungen erfolgte ein essenzieller und konsequenter Schritt zur Stärkung unseres genossenschaftlichen Raiffeisen-Modells. Von den sechs Niederlassungen haben sich Bern und Thalwil bereits im Januar 2022 verselbständigt und treten neu als autonome Raiffeisenbanken auf. Die verbleibenden vier Niederlassungen von Raiffeisen Schweiz, St.Gallen, Winterthur, Basel und Zürich, werden voraussichtlich bis 2023 zu eigenständigen Raiffeisenbanken innerhalb der Raiffeisen Gruppe. Der Nominations- und Vergütungsausschuss war mit dem Bereich Human Resources von Raiffeisen Schweiz massgeblich an der Nomination der Verwaltungsräte der zukünftigen Raiffeisenbanken beteiligt. Die Vorschläge für die personelle Besetzung der strategischen Führungsebenen der neuen Raiffeisenbanken stehen grösstenteils fest.

Dialog mit den Raiffeisenbanken

Ebenfalls beteiligt waren ausgewiesene Vertreterinnen und Vertreter der Raiffeisenbanken am Nominationsprozess der Kandidatinnen und Kandidaten für die erfolgreichen Ersatzwahlen in den Verwaltungsrat und am gelungenen Prozess der Verselbständigung der Niederlassungen von Raiffeisen Schweiz. Die Mitglieder des Verwaltungsrats der Raiffeisen Schweiz besuchten im Berichtsjahr regelmässig Raiffeisenbanken. Der Dialog zwischen Raiffeisen Schweiz und den Raiffeisenbanken wurde im Berichtsjahr zudem durch diverse Livestreamings zu unterschiedlichen Themen und Projekten vorangetrieben. Dieser rege und konstruktive Austausch zwischen Raiffeisen Schweiz und den Vertreterinnen und Vertretern der Raiffeisenbanken wurde von allen Beteiligten gleichermassen geschätzt.
Auch im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung sowohl der Vergütungsbericht 2020 als auch die maximalen Brutto-Gesamtbeträge der Verwaltungsrats- und der Geschäftsleitungsvergütung von Raiffeisen Schweiz für das folgende Geschäftsjahr zur Konsultativabstimmung vorgelegt. Der Dialog und die Transparenz zwischen Raiffeisen Schweiz und den Raiffeisenbanken wurden im Berichtsjahr im Sinne der Raiffeisen Gruppe weiterhin gestärkt.

Ausblick

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist überzeugt, dass mit der im Geschäftsjahr 2021 eingeführten Vergütungspolitik deutlicher den Werten der Genossenschaft entsprochen wird und zugleich die Arbeitgeberattraktivität gehalten werden kann.
Im laufenden Geschäftsjahr möchte der Verwaltungsrat die Umsetzung der Strategie «Raiffeisen 2025» verstärkt vorantreiben und sich den verschiedenen Projekten daraus widmen, um einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Raiffeisen Gruppe zu leisten. Ein weiteres Ziel ist es, unsere Beständigkeit zu unterstreichen, um den Dialog mit den verschiedenen Eignergremien weiter zu fördern.
Im Namen des Nominations- und Vergütungsausschusses danke ich allen Beteiligten herzlich, die in den Gremien und in Arbeitsgruppen zur erfolgreichen Bewältigung der Arbeiten im Geschäftsjahr 2021 beigetragen haben. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit, auf neue spannende Themenstellungen sowie auf den konstruktiven fachlichen Austausch.
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Thomas Rauber

Präsident des Nominations- und Vergütungsausschusses
des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz
22. April 2022

Vergütungsbericht Raiffeisen Gruppe

Im Berichtsjahr hat die Raiffeisen Gruppe (Raiffeisen Schweiz inkl. Raiffeisenbanken und vollkonsolidierte Gesellschaften) Gesamtvergütungen im Umfang von 1’106’395’732 Franken ausgerichtet. Der Anteil der variablen Vergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betrug 58’621’036 Franken. Die Differenz des Gesamtpools der variablen Vergütungen der Raiffeisen Gruppe zwischen den Geschäftsjahren 2021 und 2020 ist im Wesentlichen auf die Umstellung des Vergütungssystems bei Raiffeisen Schweiz zurückzuführen. Die Vergütungen erfolgten vollumfänglich als Barauszahlung und zu keinen Anteilen in aufgeschobener Form.
Gesamtvergütungen 2021
in CHF20202021
Summe der Gesamtvergütungen der Raiffeisen Gruppe11'059'025'3681'106'395'732
davon Summe des Gesamtpools der variablen Vergütungen der Raiffeisen Gruppe97'344'61758'621'036
1 Ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen.
Ein wettbewerbsfähiges Vergütungsmodell spielt für Raiffeisen Schweiz bei der Positionierung als attraktive Arbeitgeberin eine zentrale Rolle. Das Vergütungssystem ist unter anderem darauf ausgerichtet, qualifizierte Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen und zu binden. Hervorragende und ausserordentliche Leistungen werden anerkannt und honoriert.
Das Vergütungssystem von Raiffeisen Schweiz orientiert sich an den Vorgaben aus Gesetzen, Regeln und Vorschriften, insbesondere am Rundschreiben 10/1 «Vergütungssysteme» der FINMA.

Vergütungsbericht Raiffeisen Schweiz

Vergütungsgovernance

Der Nominations- und Vergütungsausschuss von Raiffeisen Schweiz ist für die Ausführung des vom Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz erlassenen Reglements verantwortlich. Er besteht aus mindestens drei Verwaltungsratsmitgliedern. Der Nominations- und Vergütungsausschuss prüft Vorschläge bezüglich der Vergütungen der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz sowie des Verwaltungsrats und unterbreitet dem Verwaltungsrat Empfehlungen zur Genehmigung. Zudem beurteilt der Nominations- und Vergütungsausschuss gemeinsam mit dem Verwaltungsrat die Leistung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz und prüft gemeinsam mit ihm die Leistungsbeurteilungen der übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung.
Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz ist verantwortlich für die nachfolgenden Punkte:
  • Er erlässt die Vergütungspolitik in Form eines Reglements für Raiffeisen Schweiz und in Form von Empfehlungen für die Raiffeisenbanken.
  • Er genehmigt den ihm jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss vorgelegten Bericht zu den Vergütungen.
  • Er überprüft seine Vergütungspolitik in regelmässigen Abständen sowie auch bei Vorliegen von Hinweisen, die eine Überprüfung beziehungsweise Überarbeitung notwendig erscheinen lassen.
  • Er lässt regelmässig durch die externe und bei Bedarf die Interne Revision die Ausgestaltung und Umsetzung seiner Vergütungspolitik überprüfen.
  • Er entscheidet regelmässig über die Höhe des Gesamtpools der variablen Vergütungen.
  • Er legt für die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter Interne Revision den festen und variablen Teil der Vergütung fest, inklusive Zuwendungen an die berufliche Vorsorge.
Der Nominations- und Vergütungsausschuss behandelt jährlich Vergütungsthemen anlässlich der mindestens vier vorgegebenen Sitzungen. Im Jahr 2021 hielt der Nominations- und Vergütungsausschuss 20 Sitzungen (einschliesslich Telefonkonferenzen) mit einer allgemeinen Anwesenheitsquote von 100 Prozent ab. Die Schwerpunktbereiche des Nominations- und Vergütungsausschusses im Jahr 2021 waren folgende:
  • die Ersatzwahlen des Verwaltungsrats Raiffeisen Schweiz,
  • die Verselbständigung der sechs Niederlassungen,
  • die Arbeitgeberattraktivität von Raiffeisen Schweiz,
  • ein intensiver Austausch mit internen und externen Anspruchsgruppen.
Der Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses entscheidet nach Bedarf über die Teilnahme weiterer Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung, weiterer Fachspezialisten, Vergütungsberaterinnen und -berater sowie externer Rechtsberaterinnen und -berater. An Gesprächen, die sich mit ihrer eigenen Vergütung befassen, nehmen die betroffenen Personen nicht teil.
Die Genehmigungsstruktur der Vergütung lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Genehmigungsstruktur der Vergütung | Raiffeisen Schweiz
ThemaNominations- und VergütungsausschussVerwaltungsrat
Erarbeitung oder Änderung der VergütungspolitikEmpfehlungGenehmigung
VergütungsberichtEmpfehlungGenehmigung
Vergütung für
Vorsitzenden der GeschäftsleitungEmpfehlungGenehmigung
übrige Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision1Empfehlung1Genehmigung
VerwaltungsratEmpfehlungGenehmigung
Gesamtsumme der variablen Vergütung der Raiffeisen SchweizEmpfehlungGenehmigung
1 Im Beisein des Vorsitzenden der Geschäftsleitung (ohne Vergütungsentscheid Leiter Interne Revision).
An der Generalversammlung von Raiffeisen Schweiz 2021 hat der Verwaltungsrat beantragt, dem Vergütungsbericht 2020 in einer Konsultativabstimmung zuzustimmen. Diesen Antrag hat die Generalversammlung mit 93,3 Prozent der Stimmen befürwortet. Des Weiteren beurteilt die Interne Revision regelmässig die operative Umsetzung des Vergütungsreglements bei Raiffeisen Schweiz, um sicherzustellen, dass die Vergütungssystematik von Raiffeisen Schweiz befolgt wird.

Vergütungspolitik

Die Vergütungspolitik ist darauf ausgerichtet, die Interessen der Mitarbeitenden mit jenen der Kundinnen und Kunden in Einklang zu halten. Raiffeisen Schweiz hat ein eigenständiges Vergütungssystem, welches die Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder und der Geschäftsleitung im Detail sowie die Grundsätze der Gesamtvergütung aller Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz regelt. Raiffeisen Schweiz gibt zudem Vergütungsempfehlungen für die Raiffeisenbanken ab.
Für alle Risikoträger und Mitarbeitenden sind nach oben limitierte Maximalvergütungen («Caps») definiert. Der Anteil der variablen Vergütungen ist eingeschränkt und die gesamte Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet. Das Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.
Als Genossenschaft strebt Raiffeisen Schweiz nach stabilen Ertragsverhältnissen sowie nachhaltigem Erfolg, was sich massgebend auf das Vergütungssystem auswirkt. Die Vergütungspolitik strebt nach Kontinuität. Die Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiger Risikoappetit vermieden werden.
Das Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden Ziele, Werte, Genossenschaftskultur und eine langfristige sowie nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.
Raiffeisen Schweiz legt zudem grossen Wert auf gesellschaftliche Verantwortung und ein einfaches und transparent gestaltetes Vergütungssystem. Das Vergütungssystem soll dabei attraktiv genug sein, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden. Dabei folgt Raiffeisen Schweiz dem Grundsatz «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit». Die Resultate zweier Lohngleichheitsanalysen, welche Raiffeisen Schweiz vom gleichen unabhängigen Partner 2014 wie auch 2017 durchführen liess, zeigten klar auf, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bei Raiffeisen Schweiz eingehalten wird. Diese Ergebnisse sind im Berichtsjahr in einer dritten Lohngleichheitsanalyse, die im Rahmen der revidierten Fassung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) erfolgreich durchgeführt wurde, erneut bestätigt worden. Die sozialpartnerschaftliche Fachstelle für Lohngleichheit in der Bankenbranche (SF-LoBa) hat die Analyse, die formell korrekte Durchführung sowie die Einhaltung aller Vorgaben des SF-LoBa-Branchengütesiegels überprüft und bescheinigt. Die betriebsinterne Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern ist gewährleistet. Raiffeisen Schweiz hat dafür das Zertifikat «Fair-On-Pay» erhalten.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung über die Grundsätze der Vergütungspolitik von Raiffeisen Schweiz.
Grundsätze der Vergütungspolitik | Raiffeisen Schweiz
Grundsätze der Vergütungspolitik | Raiffeisen Schweiz
TransparenzDas Vergütungssystem von Raiffeisen Schweiz ist einfach und transparent gestaltet, wobei das Prinzip «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» als absolute Selbstverständlichkeit gilt.
Strategische AusrichtungDas Vergütungssystem ist auf die Geschäftsstrategie abgestimmt. Dabei werden sowohl die Ziele, Werte, Genossenschaftskultur als auch die langfristige und nachhaltige Ausrichtung der Gruppe angemessen berücksichtigt.
RisikoberücksichtigungDie Anreize sind so gestaltet, dass ein angemessenes Geschäftsverhalten gefördert wird und potenzielle Interessenkonflikte und übermässiges Risikoverhalten vermieden werden.
LeistungsorientierungDas Vergütungssystem setzt angemessene Anreize im Sinne einer Leistungsorientierung und -differenzierung.
MarktpositionierungDas Vergütungssystem ist attraktiv genug, um Talente zu rekrutieren, zu motivieren und langfristig zu binden. Die Angemessenheit der Vergütung wird auf Basis regelmässiger Marktvergleiche überprüft.

Vergütungssystem

Die Vergütung an alle Mitarbeitenden (inkl. der Mitglieder der Geschäftsleitung, des Senior Managements und Kontrollfunktionen) setzt sich aus den nachfolgenden Komponenten zusammen:
  • Marktgerechte feste Vergütung: Die feste Vergütung wird individuell vereinbart. Sie orientiert sich an einer klar definierten Funktion und den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden. Zudem muss sie im Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig sein. Die gesamte feste Vergütung wird als Barzahlung ausgerichtet.
  • Kollektive Erfolgsbeteiligung: Die variable Vergütung basiert auf dem nachhaltigen Erfolg der Gruppe und wird für das Berichtsjahr erstmals in Form einer kollektiven Erfolgsbeteiligung ausbezahlt. Sie macht einen geringen Betrag an der Gesamtvergütung aus. Dieser niedrige prozentuale Anteil ist abhängig von der Funktionsstufe. Alle Mitarbeitenden einer Funktionsstufe, unabhängig davon, in welchem Aufgabengebiet sie eingesetzt sind, werden gleich behandelt. Somit unterstreicht Raiffeisen Schweiz die Zusammenarbeit und den kollektiven Teamgeist. Die variable Vergütung kann an Mitarbeitende aller Funktionen, einschliesslich Kontrollfunktionen, ausgerichtet werden. Bei Mitarbeitenden mit Kontrollfunktionen wird insbesondere darauf geachtet, dass das Vergütungssystem keine Anreize setzt, die zu Interessenkonflikten mit ihren Aufgaben führen könnten. Die kollektive Erfolgsbeteiligung ist eine freiwillige, variable Leistung von Raiffeisen als Arbeitgeberin. Sie orientiert sich am differenzierten Rollenverständnis von Raiffeisen Schweiz als Dienstleisterin der Raiffeisenbanken, als Umsetzerin gruppenweiter Projekte sowie als attraktive, fortschrittliche und ergebnisorientierte Arbeitgeberin. Es besteht im Allgemeinen kein vertraglich garantierter Anspruch auf die Auszahlung einer variablen Vergütung. Die gesamte variable Vergütung wird als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet. Dabei setzen die folgenden Faktoren die Leitplanken für den abschliessenden Entscheid des Verwaltungsrats, ob und in welcher Höhe eine kollektive Erfolgsbeteiligung ausbezahlt wird:
    • Operationalisierung der Gruppenstrategie,
    • finanzielles Ergebnis von Raiffeisen Schweiz,
    • Diversität der Organisation,
    • Zufriedenheit der Mitarbeitenden und
    • öffentliche Wahrnehmung von Raiffeisen.
Zudem werden im branchenüblichen Masse Lohnnebenleistungen im Rahmen der gültigen Reglemente und Weisungen ausgerichtet.

Anerkennung besonderer Teamleistungen

Per 1. Januar 2021 ist bei Raiffeisen Schweiz ein neues Programm zur Anerkennung von besonderen Teamleistungen in Kraft getreten. Dieses sieht vor, dass besondere Leistungen von intra- wie auch interdisziplinären Teams wie zum Beispiel Organisationseinheiten, Projektteams oder Arbeitsgruppen sowohl top-down als auch bottom-up in der Organisation sichtbar gemacht und unmittelbar ausgezeichnet werden.
Führungskräfte können während des ganzen Jahres flexibel und unbürokratisch ihren Teams für überdurchschnittliche Leistungen Anerkennung zeigen – beispielsweise in Form eines gemeinsamen Teamevents.

Festlegung der Vergütung des Verwaltungsrats

Die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz werden entsprechend ihrer Verantwortung und ihrem Zeitaufwand vergütet. In diesem Rahmen werden jene Mitglieder höher entschädigt, die einem Ausschuss angehören, einen Ausschuss leiten oder den Verwaltungsrat präsidieren. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine variable Vergütung. Somit bestehen für die Mitglieder des Verwaltungsrats keine Anreize, die zu unnötigem risikoaffinem Verhalten führen.
In Einklang mit dem gültigen Vergütungsreglement erhielt der Präsident des Verwaltungsrats eine feste Vergütung von 700’000 Franken und hatte keinen Anspruch auf eine Ausschussvergütung. Der stellvertretende Verwaltungsratspräsident erhielt eine feste Vergütung von 140’000 Franken. Die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats bezogen eine feste Vergütung von 90’000 Franken. Der Verwaltungsratspräsident bezog eine Spesenpauschale von 12’000 Franken für seine Repräsentationspflichten. Für die übrigen Verwaltungsratsmitglieder beträgt die jährliche Spesenpauschale 6’000 Franken.
Des Weiteren erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats für ihre Engagements in den vier Ausschüssen (Strategie- und Finanzausschuss, Prüfausschuss, Risikoausschuss, Nominations- und Vergütungsausschuss) folgende Vergütungen:
  • als Mitglied: 30’000 Franken
  • als Präsident oder Präsidentin: 50’000 Franken
Wird ein Mitglied des Verwaltungsrates interimistisch für eine Funktion ernannt, so steht diesem die Vergütung dieser Funktion zu. Die Gesamtvergütungen an die einzelnen Verwaltungsratsmitglieder sind der weiter unten aufgeführten Vergütungstabelle zu entnehmen. Die Organkredite an die Verwaltungsratsmitglieder sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 offengelegt. Bei Krediten an die Mitglieder des Nominations- und Vergütungsausschusses ist der Verwaltungsrat, bei Krediten an alle weiteren Verwaltungsratsmitglieder der Nominations- und Vergütungssausschuss die Bewilligungsinstanz.

Festlegung der Vergütung der Geschäftsleitung

Auch im Berichtsjahr 2021 sind die an der Delegiertenversammlung vom 15. Juni 2019 kommunizierten Bruttoobergrenzen, maximal 1’500’000 Franken für den Vorsitzenden der Geschäftsleitung und in der Regel je unter 1’000’000 Franken für die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung, eingehalten worden. Die Jahresvergütung der Geschäftsleitung setzt sich aus den Elementen der Fixvergütung, der variablen Vergütung sowie Nebenleistungen zusammen. Die Organkredite an Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision sind im Geschäftsbericht unter Anhang 17 dargestellt. Bei Krediten an die Geschäftsleitungsmitglieder ist der Nominations- und Vergütungsausschuss die Bewilligungsinstanz. Zudem gelten für die Geschäftsleitung sowie für die übrigen Mitarbeitenden branchenübliche Vorzugskonditionen.

Feste Vergütung

Die feste Vergütung für die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision wird nach dem Arbeitsmarktwert, den Anforderungen des zugeteilten Departements, der Führungsverantwortung und der Seniorität vereinbart. Jedes Mitglied der Geschäftsleitung und der Leiter der Internen Revision erhalten ein festes Grundgehalt, das jährlich vom Nominations- und Vergütungsausschuss überprüft wird. Die Vorsorge- und Nebenleistungen für Geschäftsleitungsmitglieder und den Leiter der Internen Revision entsprechen den marktüblichen Bedingungen.

Kollektive Erfolgsbeteiligung

Der Prozess und die Leitplanken zur Festlegung der variablen Vergütung in Form einer kollektiven Erfolgsbeteiligung für die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie den Leiter der Internen Revision sind identisch mit denen der berechtigten Mitarbeitenden ausserhalb der Geschäftsleitung.
Der Verwaltungsrat bestimmt die Höhe der kollektiven Erfolgsbeteiligung, die an die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie an den Leiter der Internen Revision ausgerichtet wird. Diese richtet sich nach den im Vergütungsreglement verankerten maximalen Vergütungssätzen.

Wegfall gesonderter Behandlung von Risikoträgern ausserhalb der Geschäftsleitung

Mit der Einführung des neuen Vergütungsmodells im Jahre 2021 sind die Leistungsziele der Mitarbeitenden mit Marktzugang und Handelsmöglichkeiten nicht mehr an individuelle variable Vergütungen gekoppelt. Diese Mitarbeitenden unterliegen seit dem 1. Januar 2021 keiner gesonderten Behandlung der variablen Vergütung. Wie die variable Vergütung aller anderen festangestellten Mitarbeitenden von Raiffeisen Schweiz basiert die variable Vergütung der Mitarbeitenden mit Marktzugang und Handelsmöglichkeiten auf dem nachhaltigen Erfolg der Gruppe und wird in Form einer kollektiven Erfolgsbeteiligung ausbezahlt.
Die Vergütungsstruktur ist so ausgestaltet, dass die variablen Vergütungen der Kontrollfunktionen in keiner Art und Weise von den von ihnen überwachten Risiken abhängen.

Vergütungen an den Verwaltungsrat

Für das Berichtsjahr 2021 galten weiterhin die seit dem 1. Januar 2019 gültigen und an der Delegiertenversammlung vom Juni 2019 präsentierten Vergütungsgrundsätze. Damit ergibt sich für die Mitglieder des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz eine Gesamtentschädigung (ohne Beiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) von insgesamt 1‘964‘275 Franken für 2021. Die Gesamtentschädigung liegt innerhalb der an der Generalversammlung 2020 in einer Konsultativabstimmung bestätigten maximalen Brutto-Gesamtvergütung. Zusätzlich beträgt die Gesamtheit der Sozialleistungen zulasten des Arbeitgebers für die Mitglieder des Verwaltungsrats 378‘482 Franken für 2021. Die Details zu den Vergütungen der einzelnen Verwaltungsratsmitglieder und ihren Funktionen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Vergütungen an den Verwaltungsrat | Raiffeisen Schweiz
in CHF


Name
Funktion1GrundvergütungAusschussvergütung Bruttogesamt-
vergütung
PauschalspesenArbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozialversicherungen2
Müller, Thomas A.– Verwaltungsratspräsident, Mitglied RA
(seit 08.12.2021)
– Verwaltungsrat, Präsident RA und Mitglied PA (bis 07.12.2021)
129'00475'189204'1936'38740'169
Gantenbein, Pascal– Vize-Verwaltungsratspräsident
(bis 25.07.2021 und seit 08.12.2021)
– Präsident RA, Mitglied SFA
(seit 08.12.2021)
– Verwaltungsratspräsident a.i.
(15.07.2021 bis 07.12.2021)
– Präsident SFA und Mitglied RA
(bis 25.07.2021)
369'03141'937410'9688'38777'765
Lachappelle, Guy
(Austritt 31.07.2021)
– Verwaltungsratspräsident
- Mitglied SFA und Mitglied NVA
408'333_408'3337'00076'473
Golob, Andrej– Verwaltungsrat und Mitglied SFA
– Vize-Verwaltungsratspräsident a.i.
(26.07.2021 bis 07.12.2021)
108'41430'000138'4146'00027'017
Lathion-Zweifel, Sandra
(Eintritt 08.12.2021)
– Verwaltungsrätin,
- Mitglied PA und Mitglied NVA
6'0073'6719'6783872'159
Rauber, Thomas– Verwaltungsrat, Präsident NVA
– Mitglied PA (seit 08.12.2021)
90'00051'936141'9366'00027'906
Roussy, Olivier– Verwaltungsrat, Mitglied PA
– Mitglied SFA (bis 25.07.2021 und
seit 08.12.2021)
– Präsident a.i. SFA (26.07.2021 bis
07.12.2021)
90'00078'414168'4146'00032'986
Schwab, Beat– Verwaltungsrat
– Präsident SFA (seit 08.12.2021)
– Mitglied PA und Mitglied NVA
(bis 07.12.2021)
– Mitglied SFA (26.07.2021
bis 07.12.2021)
90'00072'339162'3396'00031'663
Valenzano Rossi, Karin– Verwaltungsrätin
– Mitglied RA und Mitglied NVA
90'00060'000150'0006'00028'727
Walker, Rolf– Verwaltungsrat
– Präsident PA und Mitglied RA
90'00080'000170'0006'00033'617
Total 2021  1'470'789493'4861'964'27558'161378'482
Total 20201'587'500478'7502'066'25035'250390'051
1SFA = Strategie- und Finanzausschuss
PA = Prüfausschuss
RA = Risikoausschuss
NVA = Nominations- und Vergütungsausschuss
2Die Arbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozialversicherungen umfassen Beiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen.

Vergütungen an die Geschäftsleitung

Die an die Mitglieder der Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision von Raiffeisen Schweiz für das Berichtsjahr geleisteten Gesamtentschädigungen (ohne Beiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) betragen 9‘017‘658 Franken. Dieser Betrag liegt innerhalb der an der Generalversammlung 2020 in einer Konsultativabstimmung bestätigten maximalen Brutto-Gesamtvergütung. Davon fällt ein Betrag von 1‘476‘364 Franken für das Grundgehalt und den variablen Anteil auf Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, als höchster auf ein Geschäftsleitungsmitglied entfallender Betrag. Die Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 3‘003‘917 Franken1; davon entfallen 450‘099 Franken auf Heinz Huber. Geschäftsbezogene Verwaltungsratsmandate von Geschäftsleitungsmitgliedern werden nicht zusätzlich honoriert und sind mit der Grundvergütung abgegolten. Die Informationen zu den Vergütungen auf Geschäftsleitungsebene sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
 
1 Hochrechnung, da die variable Vergütung im April 2022 ausbezahlt wird.
Vergütungen an die Geschäftsleitung | Raiffeisen Schweiz
in CHF


Person/Instanz
GrundvergütungVariable VergütungTotal Brutto-
gesamtvergütung
PauschalspesenArbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozial-
versicherungen1
Huber, Heinz (Vorsitzender der Geschäftsleitung)
20211'318'182158'1821'476'36424'000450'099
20201'100'000375'0001'475'00024'000406'416
Geschäftsleitung sowie Leiter Interne Revision (Total)2,3
20218'147'596870'0629'017'658190'7003'003'917
20206'005'0002'205'0008'210'000177'3642'511'678
Frühere Mitglieder der Geschäftsleitung
2021280'000-280'000-65'558
2020795'833-795'833-273'267
1 Die Arbeitgeberbeiträge Personalvorsorge und Sozialversicherungen umfassen Beiträge an die AHV/IV/EO und ALV inklusive Vorsorgeleistungen.
2 Inklusive im Berichtsjahr ausgeschiedener Mitglieder der Geschäftsleitung.
3 Inklusive Mitglieder der Geschäftsleitung a.i.
Im Berichtsjahr wurden zudem an frühere Mitglieder der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz Gesamtentschädigungen als Lohnfortzahlung im Rahmen der Kündigungsfristen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) von 280’000 Franken ausbezahlt. Die Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen betragen gesamthaft 65’558 Franken. Die Lohnfortzahlungen an die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung wurden in der Erfolgsrechnung von 2020 berücksichtigt und abgegrenzt.

Weitere Entschädigungen 2021

Unter weiteren Entschädigungen versteht Raiffeisen Schweiz Antrittsentschädigungen sowie auch Entschädigungen im Rahmen von Verzichten auf Ansprüche oder zur Kompensation von entstandenen Nachteilen. Raiffeisen Schweiz vereinbart solche Entschädigungen nur in engen Grenzen und in begründeten Ausnahmefällen. Dahingehend sind Antrittsentschädigungen als Ausgleichszahlungen im Sinne eines Nachteilsausgleichs zu verstehen. Bei Raiffeisen Schweiz müssen Antrittsentschädigungen sowie auch Entschädigungen im Rahmen von Verzichten auf Ansprüche oder zur Kompensation von entstandenen Nachteilen unter Einhaltung klarer und nachvollziehbarer Entscheidungsprozesse genehmigt werden. Raiffeisen Schweiz zahlt keine Abgangsentschädigungen, da Raiffeisen Schweiz Abgangsentschädigungen als nicht geschuldete Vergütungen bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses versteht.
Im Berichtsjahr wurden weder Abgangs- noch Antrittsentschädigungen entrichtet.

Gesamtvergütung Raiffeisen Schweiz

Raiffeisen Schweiz hat im Berichtsjahr Gesamtvergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) in der Höhe von 337‘193‘774 Franken ausgerichtet. Die für das Berichtsjahr geschuldeten Vergütungen (fester und variabler Teil) sind vollumfänglich im Personalaufwand erfasst. Es bestehen keine erfolgswirksamen Buchungen aus Vergütungen für frühere Berichtsjahre. Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr einen Gesamtpool für variable Vergütungen (ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge und Sozialversicherungen) für Raiffeisen Schweiz in Höhe von 12‘519‘681 Franken bewilligt und abgegrenzt. Davon entfallen 870‘062 Franken auf die Geschäftsleitung und den Leiter der Internen Revision.
Die definitive Berechnung der variablen Vergütung erfolgte per 31. Dezember 2021 und wurde dem Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz im Februar 2022 zum Entscheid vorgelegt. Das Auszahlungsdatum für die variable Vergütung ist auf den Monat April festgelegt.
Der Anteil der Fixvergütung wurde als Barauszahlung ausgerichtet. Der variable Anteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2021 wird im April 2022 ebenfalls als Barauszahlung entrichtet. Es wurden keine Anteile der festen sowie auch variablen Vergütung aufgeschoben.
Vom Gesamtpool der variablen Vergütungen begünstigt ist wiederum derselbe Personenkreis wie in den vergangenen Jahren. Die finale Zahl der begünstigten Personen steht erst Ende April 2022 fest. Im Vorjahr wurden bei Raiffeisen Schweiz variable Vergütungen an 2’258 Personen ausgerichtet.
Vergütungen | Raiffeisen Schweiz
Vergütung
in CHFGesamtvergütungfestvariabel
Summe der Vergütungen Raiffeisen Schweiz1337'193'774324'674'09312'519'681
1 Ohne Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge- und Sozialversicherungen.

Vergütungen und Vergütungsempfehlungen
Raiffeisenbanken

Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz empfiehlt den Raiffeisenbanken, das lokale Vergütungssystem der Raiffeisenbanken an den Empfehlungen von Raiffeisen Schweiz auszurichten.
Raiffeisen Schweiz berät die Raiffeisenbanken und unterstützt sie in der Ausgestaltung und Umsetzung des lokalen Vergütungssystems unter Wahrung ihrer Autonomie. Die wesentlichen Merkmale der Empfehlungen sind folgende:
  • Die Vergütung an Mitarbeitende der Raiffeisenbanken kann aus einem festen und einem variablen Teil bestehen. Ausgenommen von den variablen Vergütungen sind die Mitglieder des Verwaltungsrats.
  • Die feste Vergütung orientiert sich dabei analog dem Modell von Raiffeisen Schweiz an einer klar definierten Funktion sowie an den Fähigkeiten und Kenntnissen des Mitarbeitenden.
  • Gemäss dem Risikoprofil sowie dem ausgewogenen Geschäftsmodell der Raiffeisenbanken wird die gesamte Vergütung (fester und variabler Teil) als Barzahlung in nicht aufgeschobener Form ausgerichtet.
  • Variable Vergütungen, die 3’000 Franken übersteigen, sind in der Raiffeisen Pensionskasse versichert.
  • Der Verwaltungsrat entscheidet über die Gesamtsumme der variablen Vergütungen sowie über die individuelle Zuteilung der variablen Vergütung an die Mitglieder und den Vorsitzenden der Bankleitung.
  • Der empfohlene Zuteilungsmechanismus setzt keine Anreize, übermässig hohe Risiken einzugehen, da er nicht zu einer signifikant höheren variablen Vergütung führt.
Raiffeisen Schweiz nimmt in diesem Prozess eine Überwachungsfunktion wahr, indem sie regelmässig die Ausgestaltung und Umsetzung der lokalen Vergütungssysteme prüft und Abweichungen davon in einem definierten Prozess mit den Raiffeisenbanken behandelt.